Projekte

Stadtland

Die IBA Thüringen macht das STADTLAND zu ihrem Thema. Sie konzentriert sich auf drei IBA Baustellen, wo Umdenken und Umbauen, Kooperationen und eine Kultur des guten Planens und Bauens in Stadt und Land im Mittelpunkt stehen.

NEUBAUEN ProvinzModerne

Wir entwickeln neue Projekte in Stadt und Landschaft, realisieren experimentelle Neubauten und machen Baukultur zum Markenzeichen.

Thüringer Meer, Seesport- und Erlebnispädagogisches Zentrum

Thüringer Meer, Seesport- und Erlebnispädagogisches Zentrum

Thüringer Meer, Seesport- und Erlebnispädagogisches Zentrum

Moderne Erlebnispädagogik: Wasser, Landschaft und Sport im baukulturellen Dreiklang

Der Landessportbund Thüringen plant einen Um- und Neubau für das Seesport- und erlebnispädagogische Zentrum (SEZ Kloster) in Saalfeld-Ebersdorf am Thüringer Meer. Dort finden unter Federführung der Thüringer Sportjugend seit vielen Jahren zahlreiche erfolgreiche Erholungs- und Bildungsveranstaltungen für Vereinsgruppen und Schulklassen statt. Im Moment wird ein internationaler Architekturwettbewerb durchgeführt, um bei der Umsetzung des Projekts hervorragende architektonische Ideen für die wertvolle pädagogische Arbeit zu erhalten. Mit dem regionalen Baustoff Holz sollen dabei neue Bauformen, Bauweisen und Baustandards in der ausdrucksvollen Landschaft an der Bleilochtalsperre zeigen, was ›Baukultur made in Thüringen‹ ausmacht. Das Vorhaben bereichert die weiteren IBA Aktivitäten zum Architektourismus am Thüringer Meer.

Ausgangspunkt der Entwicklung des Seesport- und Erlebnispädagogischen Zentrums in Kloster wird das alte Bootshaus sein.

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Wettbewerb ausgelobt
07. Februar 2020

Wettbewerb ausgelobt

Erfolgreiche Bewerbung als IBA Kandidat
06. September 2019

Erfolgreiche Bewerbung als IBA Kandidat

Ort 
SEZ Kloster
Kloster 1
07929 Saalburg-Ebersdorf
Deutschland
Thüringer Meer, Architektourismus

Thüringer Meer

Thüringer Meer, Architektourismus

Baukultur und Tourismus

»Neue Generationen haben auch neue Erwartungen und Bedürfnisse an den Tourismus. Das Thüringer Meer ist ein idealer Ort um dies zu testen. Der Ansatz bietet die Chance abseits üblicher Fördermechanismen ein wirklich neues unternehmerische Potential für Wachstum und Wohlstand in der Region zu entdecken. Dies kann eine wichtige Inspiration für Folgeprojekte sein.«
Stephan Petermann, Fachbeirat IBA Thüringen

Auf Initiative des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie in enger Kooperation mit IBA Thüringen und Stiftung Baukultur Thüringen soll ein besonderer Entwicklungsimpuls für den Tourismus im Freistaat ausgelöst werden. Ziel ist es, durch eine neue Form von Ferienhausarchitektur die vorhandenen landschaftlichen Qualitäten des Thüringer Meers und gute, moderne Architektur miteinander zu vereinen. 

Mit dem 2018 gestarteten Ideenwettbewerb 'XS - Neue Ferienhäuser modellhaft bauen' und der folgenden Realisierung soll ein Beispiel umgesetzt werden, welches das Potential innovativer und zugleich regionaler Lösungen aufzeigt. Gute, ganzheitliche Architektur, eine einzigartige Landschaft sowie mutige Investoren und Betreiber sind die Zutaten für Neues an der ostthüringischen Seenküste.

Anfang Oktober wurden die Sieger des Wettbewerbs in Saalburg unter Anwesenheit des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow ausgezeichnet. 37 Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten haben sich auf die Suche nach einem neuen gebauten Urlaubsgefühl an der Seenkette entlang der Thüringer Saale gemacht. Die Ergebnisse für zwei Standorte in der Nähe der Bleilochtalsperre sind vielfältig. Die Vorschläge reichen von der Mikrohütte bis zur Anlage in einem einzigen Langhaus, das alle Funktionen unterbringt. Dass ausgerechnet dieses lange Haus den ersten Preis bekommt, zeigt, dass auch die Jury offen war, die Aufgabenstellung weiterzudenken. Beurteilt wurden neben Haus- und Siedlungsform auch die Innenraumatmosphäre, die Kombinierbarkeit von Wohnungsgrößen und vor allem die Beziehung zwischen Haus, Natur und Kulturlandschaft.

Im März 2019 wurden zwei Wettbewerbsentwürfe für Ferienarchitektur am Thüringer Meer, das Langhaus und die Werft, zu IBA Kandidaten ernannt.

Der 1. Preis: Der Entwurf und die Gesamtidee eines Langhauses mit durchgehender Dachkonstruktion verfolgt die Idee 'alles unter ein Dach zu bringen' und berücksichtigt damit den Aspekt des 'gemeinschaftlichen 
Wohnens'. Die Innenraumgestaltung ist sehr flexibel und passt sich somit den Bedürfnissen unterschiedlichster Zielgruppen an.

© Architekturbüro Voigt, Leipzig

Der Entwurf und die Gesamtidee eines Langhauses mit durchgehender Dachkonstruktion verfolgt die Idee 'alles unter ein Dach zu bringen' und berücksichtigt damit den Aspekt des 'gemeinschaftlichen 
Wohnens'. Die Innenraumgestaltung ist sehr flexibel und passt sich somit den Bedürfnissen unterschiedlichster Zielgruppen an.
© Architekturbüro Voigt, Leipzig

Der 2. Preis: XS wird wörtlich genommen! Bis zu vier auf minimales Außenmaß reduzierte Räume fügen sich als andockbare Module um einen introvertierten Gemeinschaftsraum zu einem temporären Ferienhaus unter einem Dach zusammen. Diese Räume übernehmen dabei unterschiedlichste Funktionen: Schlaf-, Sauna-, Kino-, Wohnbereich usw. und sind individuell zuschaltbar oder abstoßbar.

© Opposite Office, München

XS wird bei diesem Entwurf wörtlich genommen! Bis zu vier auf minimales Außenmaß reduzierte Räume lassen sich als andockbare Module um einen introvertierten Gemeinschaftsraum zu einem temporären Ferienhaus unter einem Dach zusammenfügen. Diese Räume übernehmen dabei unterschiedlichste Funktionen: Schlaf-, Sauna-, Kino-, Wohnbereich usw. und sind individuell zuschaltbar oder abstoßbar.
© Opposite Office, München

Der 3. Preis: Rückzugsort im Wald - Die Arbeit gliedert das vorhandene Grundstück entsprechend der topografischen Zonierung als auch der vorhandenen Parameter aus der Bauleitplanung auf sinnvolle Weise.

© Amunt Martenson, Björn Martenson, Aachen, und Leonard Wertgen, Berlin

»Was mir an dem Tourismusthema gefällt, ist, dass es in einer sehr grundsätzlichen Art und Weise das Thema Nachhaltigkeit und Baukultur behandelt und eine echte Perspektive für einen Tourismus des 21. Jahrhunderts liefert.«
Stephan Petermann, Fachbeirat IBA Thüringen

Investoren stehen bereit und sind interessiert, die Ergebnisse umzusetzen. Ziel ist es, keine massentouristische Architektur anzubieten, sondern einen Urlaubsort, der einer klaren Linie folgt.

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Publikation ›Thüringen Baukultur Tourismus‹ erschienen
01. Februar 2020

Publikation ›Thüringen Baukultur Tourismus‹ erschienen

Urlaubswerft und Langhaus sind IBA Kandidaten
22. März 2019

Urlaubswerft und Langhaus sind IBA Kandidaten

Ideenwettbewerb für Ferienhäuser am Thüringer Meer gestartet
12. Juli 2018

Ideenwettbewerb für Ferienhäuser am Thüringer Meer gestartet

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Ort 
Thüringen
Deutschland
Apolda, Timber Prototype House

Apolda, Timber Prototype House

Apolda, Timber Prototype House

Blockbau digital: Parametrisch entworfen und produziert

»Ein digitalisierter Thüringer Wald liefert klimaneutrale Ressourcen der Zukunft. Robotik macht aus simplem Holzwerkstoff optimierte Leistungsform, aus regionaler Tradition avanciertes High-Tech, aus tradiertem Landschaftsbild neue architektonische Schönheit.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

In Zusammenarbeit des Teams um Prof. Achim Menges der Universität Stuttgart und Hans Drexler der Jade Hochschule Oldenburg sowie der IBA Thüringen ist auf dem Gelände des Eiermannbaus Apolda ein kleiner aber feiner Experimentalbau enstanden. Holz aus der Region, bearbeitet mit neuesten technologischen Entwurfs- und Fertigungsmethoden: Das Timber Prototype House, ein Massivholzkasten mit 15qm Innenfläche, testet die Praxistauglichkeit dieser Bauweise. 

Die Eingangsseite des Timber Prototype House zeichnet sich durch die großzügigen Glasfronten aus. Durch die neuartige Blockbauweise konnte die Box-artige Ausprägung der meisten Mikro-Architekturen überwunden werden.

Das Timber Prototype House vor dem Eiermannbau ist vielfältig nutzbar, sei es als Ausstellungs- oder Besprechungsraum. Es ist Beispiel und Anregung für innovative Baukultur ›Made in Thüringen‹.

Der integrative, computerbasierte Planungs- und Fertigungsansatz ermöglicht es, Wände und Decken sanft zu verdrehen. Dadurch kann das Verhältnis von Raum und Hüllfläche maximiert und der architektonische Ausdruck des einzigartigen Mikro-Gebäudes intensiviert werden.

Ziel des Timber Prototype House ist es, das Potential des einfachen und regionalen Baustoffs Holz mit Hilfe modernster digitaler Planungswerkzeuge und Fertigungstechnologien aufzuzeigen. Dabei wurde auf das Prinzip der traditionellen Blockbauweise zurückgegriffen – diese jedoch erheblich weiterentwickelt. Entstanden ist eine Massivholzkonstruktion aus vertikalen und in freier Form angeordneter Holzbalken. Durch die digitale Bearbeitung des Holzes konnte sowohl der Dämmwert des Materials verbessert als auch hochpräzise Füge- und Verbindungslösungen realisiert werden. Die digitale Fertigung ermöglicht zudem die Ausbildung sortenreiner Verbindungen, die ohne zusätzliche Metallbauteile oder Klebstoffe auskommt. Das entstandene, nachhaltige Mono-Material-Baussystem ist Tragwerk, Hülle und Dämmung in einem. Als neuartiges Holzbausystem zeigt es die Möglichkeiten umweltfreundlicher, wirtschaftlicher und monomaterieller Gebäudehüllen, die architektonisch ausdrucksstark sind.

Als Beitrag für eine zeitgenössische Baukultur ›Made in Thüringen‹ ist das Timber Prototype House beispielgebend für diverse Bauvorhaben in Thüringen. 

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Timber Prototype House - Rohbau fertiggestellt
01. Juli 2018

Timber Prototype House - Rohbau fertiggestellt

Das Timber Prototype House im Sommer 2018.

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Ort 
Auenstraße 9
99510 Apolda
Deutschland
Träger
Förderer / Sponsoren
Ansprechpartner

Tobias Haag
Projektleiter
Telefon +49 3644 51832-12
tobias.haag@iba-thueringen.de

Bedheim, Sch(l)afstall

Bedheim, Sch(l)afstall

Bedheim, Sch(l)afstall

Ressource Baukultur: Qualitätsvolles Selbstbauen auf dem Land

»Die Zukunft des Selberbauens in StadtLand: Bestandsorientiert, denkmalgerecht und zeitgenössisch, typologisch genau, konstruktiv logisch und reduziert, kostengünstig, kollektiv und selbstbestimmt, open source. Schön in Gesamtbild und Detail.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen (bis Juni 2019)

Weit weg von den großen Städten haben Architekten aus Weimar in Bedheim viel Platz gefunden, um ihre Visionen zu verwirklichen und ihr Architektenbüro zu gründen. Sie zeigen, wie man einfach und selbst baut, ohne auf die Produktpalette von Baumärkten zurückgreifen zu müssen. Auf den Fundamenten des ehemaligen Schafstalls bauten sie mit einer einfachen Holzbauweise ein Wirtschaftsgebäude, das am 5. Oktober 2018 fertiggestellt wurde. Bis auf wenige Arbeitsschritte lässt sich die gesamte Konstruktion mit den eigenen Händen, guten Freunden und Nachbarn selbst errichten.

Sehen Sie hier den finalen Beitrag unserer Serie 'Einfach Bauen' und vollziehen Sie den gesamten Prozess auf YouTube nach:

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3. Bedheimer Kamingespräch und Eröffnung Sch(l)afstall
05. Oktober 2018

3. Bedheimer Kamingespräch und Eröffnung Sch(l)afstall

2. Bedheimer Kamingespräch
21. Oktober 2016

Selbstbau zwischen Baumarktcharme und architektonischem Meisterwerk

Anika Gründer begrüßt als Gastgeberin zum zweiten Bedheimer Kamingespräch. Foto: StudioGründerKirfel

Der holländische Architekt Erik van der Werf resümierte, dass Selbstbau von Nicht-Architekten leider keine innovative oder zukunftsweisende Bauten entstehen ließe. Eigenkreativität und Selbstdenken hätten wir verlernt. Foto: StudioGründerKirfel

Van Bo Le Mentzel, Erfinder der Hartz 4 Möbel, deren Bauanleitung auf der ganzen Welt kostenlos heruntergeladen werden können, plädierte gerade deswegen für eine selbstbauende Gesellschaft. Denn der Selbstbau führe zur Auseinandersetzung mit der Frage, wie man tatsächlich wohnen und leben wolle und was man dazu brauche. Foto: StudioGründerKirfel

Wolfgang Zeh, Architekt und Selbstbauer auf einer 35 qm großen Baulücke in Köln, fasste Selbstbau folgenderweise zusammen: „Selbstbau braucht Zeit, Spaß am Bauen, Wille zum Lernen und richtiges Werkzeug“. Foto: StudioGründerKirfel

Olga Hungar von raumlabor Berlin stellte den Selbstbau als Instrument der Kommunikation, Integration und zur Belebung von öffentlichen Plätzen vor. Foto: StudioGründerKirfel

Nach einem Landspaziergang fand wie beim 1. Bedheimer Kamingespräch ein ausgedehntes Abendessen an einer langen Tafel im Kaminzimmer mit engagiert vorgetragenen Tischreden statt. „Schon mein Vater erkannte die Wichtigkeit der Verbindung von Hand und Hirn“, so Florian Kirfel-Rühle, Schlossbesitzer und Architekt. Auch die eigene Profession wurde kritisch hinterfragt – schließlich hätten die meisten Architekten vergessen, wie man baut. Wären die Handwerker nicht die viel besseren Berater von Selbstbauherren? „Nein“, meinte Herr Thomae, Zimmermannsmeister aus der Region, „die besten Berater wären ein Team aus Architekt und Handwerker“. Eine fingierte Presseerklärung von Judith Resch, Schreinermeisterin und Architektin aus Bayern, die die Abschaffung von Styrodyr ankündigt, fand abschließend großen Beifall.

Der Freude am Selbstbau und dem zweiten Bedheimer Kamingespräch widmet sich auch die Ausgabe #474 der BaunetzWoche. Das Magazin kann man hier als PDF herunterladen.

1. Bedheimer Kamingespräch
24. Oktober 2015

1. Bedheimer Kamingespräch

Das erste Bedheimer Kamingespräch im Josephsaal von Schloss Bedheim.

Landspaziergang vom Schloss in die Umgebung.

Arbeitsessen mit thematischen Tischreden.

Downloads 
StadtLand Gespräch in Bedheim
28. August 2015

StadtLand Gespräch in Bedheim

StadtLand Gespräch im Café von Schloss Bedheim. Von links: Dr. Marta Doehler-Behzadi, Thomas Penndorf, Florian Kirfel, Ulla Schauber, Günther Köhler, Kerstin Faber.

IBA Architektur vor Schloss Bedheim.

Teilnehmer des IBA StadtLand Gesprächs auf Schloss Bedheim in der mobilen Architektur, die von internationalen Studierenden während der IBA Summer School entwickelt wurde.

Sanierungsarbeiten auf Schloss Bedheim.

Illustration des Gesprächs von Rosa Linke und Stefan Kowalczyk

Man zieht nicht zur Arbeit aufs Land, sondern bringt sie mit. Dies bedeutet auch einen sozio-kulturellen und ökonomischen Mehrwert. Initiativen können individuell gebrauchen: mehr politische Wertschätzung, praxisbezogene Beratungsangebote, Aufklärung der Gemeinden und Banken, Bürokratieabbau/Förderangebote, Öffentlichkeitsarbeit, Bürgschaften. Gemeinden und Institutionen wie die Kirche können Brückenbauer sein – mental und faktisch beispielsweise durch Verpachtung von Land an Initiativen. Fehlende Infrastrukturen werden durch Zugezogene oft neu aufgebaut. Hochwertige Baukultur kann anziehend wirken. Trotz höherer Selbstverantwortung wird die Bindung an die Stadt kulturell und ökonomisch gebraucht. Mehr noch als Mobilität ist ein schnelles Internet Voraussetzung dafür. Leben auf dem Land bedeutet ein Leben im Stadtland.

  1. Teilnehmer des Gesprächs waren:
  2. Günther Köhler, Bürgermeister Stadt Römhild
  3. Florian Kirfel-Rühle, Architekt, Studio Gründer Kirfel, Schloss Bedheim (mittlerweile IBA Projekt)
  4. Thomas Penndorf, Gartenbauer und Imker, Lebensgut Cobstädt e.V., Cobstädt
  5. Ulla Schauber, Raum- und Umweltplanerin, Wohnstrategen e.V., Weimar

Das IBA STADTLAND Gespräch in Bedheim wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Schloss 1
98630 Bedheim
Deutschland
Träger
Förderer
Planungsbeteiligte
Bauausführung
  • Bauleitung und Bauausführung: 
  • Philipp Bader (Zimmerer und Msc. Architektur),
  • Albert Liebermann (Buchbinder)
  •  
  • Bauausführung:
  • Astrid Rühle (Vorsitzende des Fördervereins),
  • Mario Schmidt (Hausmeister),
  • Okubay Kidane (Praktikant),
  • Martin Bachmeier (Metallbauer),
  • Michael Schreiber (Vereinsmitglied),
  • Gudrun Klöckner (Zimmerin),
  • Manou Knepper (Zimmerer),
  • Stefan Feger (Zimmerer),
  • Jakob Rößner (Gärtner),
  • Jakob Fricke (Helfer),
  • Lukas Kiefer (Helfer),
  • Markus Noll (Mitglied Förderverein),
  • Claudia Zauke (Dachdeckermeisterin),
  • Karl Otto Krebs (Mitglied Förderverein),
  • Karl-Friedrich Gründer (Lehrer),
  • Simon von Hackewitz (Abiturient)
  • und das gesamte Studio Gründer Kirfel
  • Teilnehmende des internationalen Workcamps
  • Studierende der Bauhaus-Universität Weimar im Rahmen der Bauwerkstätten 2017 und 2018
Ansprechpartner

Tobias Haag
Projektleiter
Telefon +49 3644 51832-12
tobias.haag@iba-thueringen.de

Leubinger Fürstenhügel, Tank- und Rastanlage

Leubinger Fürstenhügel, Tank- und Rastanlage

Leubinger Fürstenhügel, Tank- und Rastanlage

Raststätte neugestaltet: Baukultur trifft Mobilität

»Die Autobahnraststätte als neues Stadttor in StadtLand: Aus dem urbanen Mobilitätsfluss trete ich hinaus in den Landschaftsraum, erfahre dort zugleich Frühgeschichte und Rekreation. Ein Zukunftsort im infrastrukturellen Post-Oil-Thüringen.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen 

In unmittelbarer Nachbarschaft zu einer bedeutenden archäologischen Fundstätte aus der frühen Bronzezeit, dem Leubinger Fürstenhügel, wird an der Bundesautobahn A 71 eine zukunftsweisende Tank- und Rastanlage entstehen. Die Eröffnung der Tank- und Rastanlage ist für das 2. Halbjahr 2020 vorgesehen.

Ein internationaler Wettbewerb setzte 2015 auf eine interdisziplinäre Planung aus Hochbauarchitektur, Landschaftsarchitektur und Kommunikationsdesign, damit die Anlage perfekt in den landschaftlichen Zusammenhang des flachwelligen Hügellands sowie in den historischen Kontext eingebettet werden kann. Die Tank- und Rastanlage versteht sich daher als ein ›Fenster in die Region‹. 

Die europaweite Auslobung des Wettbewerbs war ein modellhaftes Verfahren zur Qualifizierung von Infrastrukturmaßnahmen.

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Bauarbeiten gehen voran
05. Juni 2020

Bauarbeiten gehen voran

Baubeginn für Autobahnraststätte
01. Oktober 2018

Baubeginn für Autobahnraststätte

Startschuss für Konzessionsausschreibung Autobahnraststätte A 71 ‚Leubinger Fürstenhügel’
02. September 2016

Startschuss für Konzessionsausschreibung
Autobahnraststätte A 71 ‚Leubinger Fürstenhügel’

Siegerentwurf zur Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’ von MONO Architekten, Berlin

Der Bau der Tank- und Rastanlage wird nach erfolgreichem Abschluss des Vergabeverfahrens voraussichtlich 2018 beginnen. Die Inbetriebnahme der Tank- und Rastanlage soll spätestens im IBA-Projektschaujahr 2019 erfolgen.

Interessierte Unternehmen können sich über die Vergabebekanntmachung der Dienstleistungskonzession auf der Internetseite der DEGES, die das Ausschreibungsverfahren im Auftrag des Bundes und des Freistaates Thüringen betreut, informieren: www.deges.de, und auf der Internetseite: https://vergabe.deges.de alle für eine Bewerbung um die Konzession benötigten Unterlagen erhalten.

Einsendeschluss für die Bewerbungen bei der DEGES ist der 1.11.2016, 15.00 Uhr.

Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’: Ausstellungseröffnung und Preisverleihung
15. Juni 2015

Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’: Ausstellungseröffnung und Preisverleihung

Im Rahmen des Festaktes wurde zugleich die aus dem Wettbewerb hervorgegangene Ausstellung in der Landesvertretung des Freistaats Thüringen beim Bund eröffnet.

Im Anschluss an die Preisverleihung geht die Wanderausstellung mit den Beiträgen aller Wettbewerbsteilnehmer auf Tournee: Bis zum 2. Juli 2015 ist sie im 1. Obergeschoss der Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund, Mohrenstraße 64, in Berlin zu sehen. Danach geht es weiter zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Bonn sowie nach Sömmerda, Erfurt und Weimar. Ein genauer Plan wird noch bekannt gegeben.

Programm der Eröffnung

Projektleitung: Britta Sauter (DEGES), Ulrike Rothe (IBA Thüringen)

Wettbewerb um Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’ entschieden
06. Mai 2015

Wettbewerb um Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’ entschieden

Preisgerichter, Sachverständige und Vorprüfung
Fachpreisrichter
Prof. Undine Giseke, Landschaftsarchitektin/Berlin
Andrea Gebhard, Landschaftsarchitektin/München
Amandus Sattler, Architekt/München
Prof. Ulf Hestermann, Architekt/Erfurt
Tom Unverzagt, Kommunikationsdesigner/Leipzig

Sachpreisrichter
Jürgen Abs, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur/Bonn
Dr. Marta Doehler-Behzadi, IBA Thüringen/Weimar
Ralf Hauboldt, Bürgermeister Stadt Sömmerda
Lutz Irmer, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft/Erfurt

Stellvertretende Fachpreisrichter
Katy Müller, Kommunikationsdesignerin/Leipzig
Michael Rommel, Architekt/Erfurt
Wolfram Stock, Landschaftsarchitekt/Jena

Stellvertretende Sachpreisrichter
Bernhard Heitele, IBA Thüringen/Weimar
NN, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur/Bonn
Otto Rosenstiehl, Stadt Sömmerda
Bernd Rothe, DEGES/Berlin

Sachverständige
Uwe Kettnaker, Thüringer Lnadesverwaltungsamt, Obere Naturschutzbehörde/Weimar
Dr. Mario Küßner, Thüringer Landesamt für denkmalpflege und Archäologie/Weimar

Vorprüfung
PAD .Baum .Freytag .Leesch Architekten & Stadtplaner BDA
unter Mitwirkung von
PSL Landschaftsarchitekten .Ziegenrücker .Kerl

Interdisziplinärer Planungswettbewerb für Tank- und Rastanlage 'Leubinger Fürstenhügel'
10. November 2014

Interdisziplinärer Planungswettbewerb für Tank- und Rastanlage 'Leubinger Fürstenhügel'

Ort 
Deutschland
Träger
Kooperationspartner
  • ​IBA Thüringen 
Planungsbeteiligte
Ansprechpartnerin

Ulrike Rothe
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-13
ulrike.rothe@iba-thueringen.de

Nordhausen, Altendorfer Kirchviertel

Nordhausen, Altendorfer Kirchviertel

Nordhausen, Altendorfer Kirchviertel

Klimagerechte Stadt: Ressourcenbewusste Brachenentwicklung in der Altstadt

Die Stärkung und Entwicklung der hostorischen Altstadt Nordhausens ist seit Anfang der 1990er Jahre eines der wichtigsten Ziele der Stadtentwicklung. Seit 1991 ist das Sanierungsgebiet Altstadt förmlich festgesetzt. Seither konnten zahlreiche öffentliche und private Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Insbesondere in den letzten Jahren ist zu beobachten, dass sich die Altstadt zu einem beliebten Wohnquartier entwickelt.

Um diese Entwicklung zu unterstützen und gezielt Interessenten in die Innenstadt zu lenken, sollen im Rahmen der IBA Thüringen experimentelle Bebauungs-, Akteurs- und Nutzungsprojekte entwickelt werden, die beispielhaft für andere Altstädte in Mittelstädten sein können. Das Altendorfer Kirchviertel in der historischen Altstadt könnte beispielsweise unter Beachtung des Bestands und anspruchsvollen städtebaulichen Parametern mit Neubau nachverdichtet werden. Hier schließen Fragen zur zukünftigen Nutzung, Energieversorgung, Ressourcenschutz, Baukultur und Mobilität an. Der modellhafte Experimentierraum soll die Qualitäten einer klimagerechten Stadtentwicklung verdeutlichen.

Die Stadt Nordhausen und die Hochschule Nordhausen stellen sich den Herausforderungen der Umsetzung der Energiewende und der klimagerechten Stadtentwicklung auch oder gerade in Anbetracht der aktuellen demografischen und finanziellen Rahmenbedingungen. Ein möglichst geringer Rohstoff- und Energieverbrauch auf erneuerbaren Grundlagen steht deshalb im Zentrum des gemeinsamen Handelns.

Hochschule und Stadt Nordhausen einigten sich gemeinsam mit Akteuren und Bürgern von Stadt und Landkreis im Rahmen von Zukunftswerkstätten 2015 und 2016 auf eine ganzheitliche Zukunftsstrategie für (Um)Bau-, Mobilitäts- und Klimaschutzprojekte. Die Nordhäuser Zukunftszeitung präsentiert die Ideen der Bürgerwerkstätten aus der Zukunftsperspektive.

Die Zukunftsstrategie setzt auf die Querschnittsthemen Baukultur, Mobilität, Produktion und Konsum und verbindet alle Themen mit konkreten Ideen. Grafik: Jörn Gertenbach, Urban Catalyst Studio. ©Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

 

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Abschlussforum zur ›Zukunftsstadt Nordhausen‹
14. März 2016

Abschlussforum zur ›Zukunftsstadt Nordhausen‹

Die an diesem Abend gebildete Redaktionsgruppe aus Bürgern und Verwaltung kümmerte sich um die Gestaltung der Zukunftszeitung für Nordhausen und um die Formulierung des Abschlussberichts (siehe Links/Material).

Die an diesem Abend gebildete Redaktionsgruppe aus Bürgern und Verwaltung wird sich nun um die Gestaltung einer Zukunftszeitung und um die Formulierung des Abschlussberichts kümmern. Beide Teile bilden zusammen mit dem ‚Zukunftsbild-Nordhausen’ den Wettbewerbsbeitrag, den Nordhausen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung im Sommer einreichen wird. Die Jury des Ministeriums wird anschließend die 20 vielversprechendsten Beiträge aus den 51 Teilnehmerstädten auswählen, welche dann die Förderung für die zweite Phase des Wettbewerbs erhalten.

Bürgerwerkstätten für Zukunftsstadt
22. Februar 2016

Bürgerwerkstätten für Zukunftsstadt

Anwesend waren interessierte Bürger, Schüler und Studenten, Bürgermeister aus den Gemeinden der Region Nordhausen, die Stadtwerke, Wohnungsgesellschaft und –genossenschaft, Vereine, Energiegenossenschaften.

Ergebnis des ersten Tages: Viele Projekte für eine Zukunftsstadt sind in Nordhausen und im Landkreis bereits Realität. So gibt es beispielsweise Bürger, die ihr Auto der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, indem sie es stunden- oder tageweise vermietet. Andere Initiativen, wie beispielsweise die Bürgerstiftung Park Hohenrode engagieren sich schon seit Jahren für die Grundflächenentwicklung in der Region. Unternehmen wie die städtische Wohnungsgesellschaft investieren bereits in Projekte zur Gestaltung des energetischen Wandels.

Einen kurzen Input zu den Themen der drei Arbeitsgruppen 'Gemeinsam investieren', 'Gemeinsam Verhalten ändern' und 'Gemeinsam motivieren' gaben der Kommunikationsdesigner Prof. Steffen Schuhmann von der Kunsthochschule Berlin Weissensee, die Projektleiterin Kerstin Faber von der IBA Thüringen, der Vorsitzende des Vereins Bürgerenergie Thüringen Matthias Golle sowie Prof. Dagmar Everding vom Lehrstuhl Ökologischer Stadtumbau der Hochschule Nordhausen.

Mobil in die Zukunft

Im Januar 2016 trotzten wieder rund 70 Teilnehmer dem Wintereinbruch und kamen zur zweiten Bürgerwerkstatt, um eine Stadt-Land-Mobilität für das Jahr 2030 zu entwerfen. Den fachlichen Einstieg der Veranstaltung lieferten die beiden Referenten und Experten für Mobilität Prof. Dr. Gather von der FH Erfurt und Dr. Wilde von der Goethe-Universität Frankfurt. So stellte sich unter anderem heraus, dass im Durchschnitt ein Fahrzeug zu 95% ungenutzt bleibt, ein öffentlicher Parkplatz uns alle statistisch aber 10.000 Euro pro Jahr dafür kostet. Ein CarSharing Auto ersetzt wiederum bis zu acht Privat-Pkws – und würde uns damit um 80.000 Euro pro Jahr erleichtern. Neben diesen Informationen wurden zahlreiche praktische Beispiele zu innovativen und bewegenden Initiativen und Projekten vorgestellt. In drei Arbeitsgruppen wurde anschließend weitergearbeitet.

In der ersten Arbeitsgruppe unter dem Titel ,Nordhausens Nahverkehr gesichert in die Zukunft’ kamen die Möglichkeiten und Wege zur Sprache, den Nahverkehr in Stadt und Landkreis dauerhaft zu sichern. So wurde über einen ticketlosen ÖPNV im gesamten Landkreis und die Möglichkeiten eines Bürgerbusvereins für Nordhausen diskutiert.

Die zweite Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem Thema ,Teilen statt besitzen’, eine Überzeugung mit Nachholbedarf in Sachen Anhängerschaft. Die Wege zu einem sicheren und lebenswerten Straßenraum wurden in der dritten Arbeitsgruppe besprochen. Initiativen wie autofreie Tage, Rad- und Fußverkehrs-Apps mit Belohnungssytem und Lastenraddienstleistungen wurden vorgeschlagen.

Innovativ denken, realistisch handeln

Im Februar 2016 fand die 3. Bürgerwerkstatt, wieder mit rund 70 Teilnehmer, statt. Diesmal zum anspruchsvollen Thema energetischer Stadtumbau.

Die Hochschule Nordhausen ist als Forschungs- und Bildungseinrichtung eine Quelle für Fachwissen. Prof. Dr. Dagmar Everding und Prof. Dr. Rainer Große stellten am Beginn der Veranstaltungen die aktuellen Forschungsschwerpunkte der Hochschule vor. In den Arbeitsgruppen berichteten Studierende von Semesterprojekten, in denen sie konkrete Vorschläge für den energetischen Stadtumbau in Nordhausen erarbeiteten. Christina Sager-Klaus vom Fraunhofer Institut für Bauphysik in Kassel betonte in ihrem Einstiegsvortrag die Notwendigkeit, Projekte zu initiieren, die sich langfristig eigenwirtschaftlich entwickeln können. Der Stadtumbau muss vor allem aus dem Bestand gedacht werden.

Innovativ denken und realistisch handeln war dann auch das Ergebnis der ersten Arbeitsgruppe 'Energetischer Umbau von Stadtquartieren'. Die technischen Mittel zur Erzeugung Erneuerbarer Energien (EE) stehen bereits zur Verfügung. Vorhandene Infrastrukturen müssen auf die Nutzung von EE geprüft und umgestellt werden. Energetischer Stadtumbau bedeutet aber auch, kurze Wege zu ermöglichen. Die Einsparung von CO2 steht an erster Stelle, ebenso die soziale Verträglichkeit. Energetischer Stadtumbau muss daher immer mit einer sozial-räumlichen Qualifizierung zusammengedacht werden und darf nicht nur vor dem Hintergrund der energetischen Optimierung erfolgen.

Den Einstieg und die fachliche Begleitung der zweiten Arbeitsgruppe zum Thema 'Energielandschaft StadtLand gestalten' gab Prof. Dr. Doris Gstach, die die Professur Freiraumplanung und Landschaftsgestaltung an der FH Erfurt inne hat. Der Wandel im System der Energieerzeugung und Ressourcennutzung hat immer Auswirkungen auf die Landschaft gehabt. Zeugnisse historischer Produktionslandschaften werden heute größtenteils akzeptiert, sogar als natürlich ästhetisch empfunden. Dies muss auch für die aktuelle Energiewende gelten. Dabei müssen Freizeitlandschaft, Naturschutz und produktive Landschaft – ob landwirtschaftlich oder energetisch – viel stärker als eine Einheit zusammen gedacht werden. Es wurde anschließend diskutiert, wie ein Handbuch für Best Practice-Beispiele für die Region entstehen kann.

Die dritte Arbeitsgruppe ,Vom Altbau zum energetischen Traumhaus’ beriet der Architekt Steffen Langner von ADOBE Architekten aus Erfurt. Ergebnis: Es müssen immer Individuallösungen gefunden werden, die eine nachhaltige soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung ermöglichen. Eine Blaupause gibt es nicht. Darüber hinaus wurden konkrete Maßnahmen - wie beispielweise das Nutzen regionaler Ressourcen als nachhaltige Baustoffe für den Wohnungsbau und der Verzicht auf Verbundstoffe – diskutiert.

Startschuss für die ›Zukunftsstadt‹
27. Oktober 2015

Startschuss für die ›Zukunftsstadt‹

Nordhausen, KlimaKultur

Nordhausen, KlimaKultur

Nordhausen, KlimaKultur

Gestaltung Klimaschutz: Hochschule entwickelt Energie- und Raumplan für Stadt und Landkreis 

Das Verbundprojekt 'KlimaKultur' (2018-20), federführend geleitet von der Hochschule Nordhausen, will ein Planungsinstrument für die dringend notwendige Anpassung an den Klimawandel und die Umsetzung von Klimaschutzzielen entwickeln, mit Blick auf die baukulturelle Gestaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft in und um Nordhausen. Das Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt weist darauf hin, dass die Klimaziele nur in Zusammenarbeit mit dem Umland erreicht werden können, auch weil es dort das Potential erneuerbarer Energien gibt und das Umland aktiv in Wertschöpfungsketten eingebunden werden muss.

In Hinblick auf die Veränderungen von Stadtbild und Kulturlandschaft durch energetische und klimatische Maßnahmen soll ein raumgestalterisches Leitbild entwickelt werden, aus dem sich Richtlinien, und für besonders sensible Bereiche Satzungen, ableiten. Ein Schwerpunkt dieses Projekts wird dabei die Bewältigung von Konflikten zwischen Klimawandel und -anpassung, Energiegewinnung und -nutzung sowie nachhaltige Entwicklung in allen Lebensbereichen sein – also das Herausarbeiten von sinnvollen und kommunal umsetzbaren Vorhaben zur optimalen Bewältigung der betrachteten komplexen Zukunftsherausforderungen.

Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Hochschule und Stadt Nordhausen einigten sich gemeinsam mit Akteuren und Bürgern von Stadt und Landkreis im Rahmen von Zukunftswerkstätten 2015 und 2016 auf eine ganzheitliche Zukunftsstrategie für (Um)Bau-, Mobilitäts- und Klimaschutzprojekte. Die Nordhäuser Zukunftszeitung präsentiert die Ideen der Bürgerwerkstätten aus der Zukunftsperspektive.

Die Zukunftsstrategie setzt auf die Querschnittsthemen Baukultur, Mobilität, Produktion und Konsum und verbindet alle Themen mit konkreten Ideen. Grafik: Jörn Gertenbach, Urban Catalyst Studio. ©Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Abschlussforum zur ›Zukunftsstadt Nordhausen‹
14. März 2016

Abschlussforum zur ›Zukunftsstadt Nordhausen‹

Die an diesem Abend gebildete Redaktionsgruppe aus Bürgern und Verwaltung kümmerte sich um die Gestaltung der Zukunftszeitung für Nordhausen und um die Formulierung des Abschlussberichts (siehe Links/Material).

Die an diesem Abend gebildete Redaktionsgruppe aus Bürgern und Verwaltung wird sich nun um die Gestaltung einer Zukunftszeitung und um die Formulierung des Abschlussberichts kümmern. Beide Teile bilden zusammen mit dem ‚Zukunftsbild-Nordhausen’ den Wettbewerbsbeitrag, den Nordhausen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung im Sommer einreichen wird. Die Jury des Ministeriums wird anschließend die 20 vielversprechendsten Beiträge aus den 51 Teilnehmerstädten auswählen, welche dann die Förderung für die zweite Phase des Wettbewerbs erhalten.

Bürgerwerkstätten für Zukunftsstadt
22. Februar 2016

Bürgerwerkstätten für Zukunftsstadt

Anwesend waren interessierte Bürger, Schüler und Studenten, Bürgermeister aus den Gemeinden der Region Nordhausen, die Stadtwerke, Wohnungsgesellschaft und –genossenschaft, Vereine, Energiegenossenschaften.

Ergebnis des ersten Tages: Viele Projekte für eine Zukunftsstadt sind in Nordhausen und im Landkreis bereits Realität. So gibt es beispielsweise Bürger, die ihr Auto der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, indem sie es stunden- oder tageweise vermietet. Andere Initiativen, wie beispielsweise die Bürgerstiftung Park Hohenrode engagieren sich schon seit Jahren für die Grundflächenentwicklung in der Region. Unternehmen wie die städtische Wohnungsgesellschaft investieren bereits in Projekte zur Gestaltung des energetischen Wandels.

Einen kurzen Input zu den Themen der drei Arbeitsgruppen 'Gemeinsam investieren', 'Gemeinsam Verhalten ändern' und 'Gemeinsam motivieren' gaben der Kommunikationsdesigner Prof. Steffen Schuhmann von der Kunsthochschule Berlin Weissensee, die Projektleiterin Kerstin Faber von der IBA Thüringen, der Vorsitzende des Vereins Bürgerenergie Thüringen Matthias Golle sowie Prof. Dagmar Everding vom Lehrstuhl Ökologischer Stadtumbau der Hochschule Nordhausen.

Mobil in die Zukunft

Im Januar 2016 trotzten wieder rund 70 Teilnehmer dem Wintereinbruch und kamen zur zweiten Bürgerwerkstatt, um eine Stadt-Land-Mobilität für das Jahr 2030 zu entwerfen. Den fachlichen Einstieg der Veranstaltung lieferten die beiden Referenten und Experten für Mobilität Prof. Dr. Gather von der FH Erfurt und Dr. Wilde von der Goethe-Universität Frankfurt. So stellte sich unter anderem heraus, dass im Durchschnitt ein Fahrzeug zu 95% ungenutzt bleibt, ein öffentlicher Parkplatz uns alle statistisch aber 10.000 Euro pro Jahr dafür kostet. Ein CarSharing Auto ersetzt wiederum bis zu acht Privat-Pkws – und würde uns damit um 80.000 Euro pro Jahr erleichtern. Neben diesen Informationen wurden zahlreiche praktische Beispiele zu innovativen und bewegenden Initiativen und Projekten vorgestellt. In drei Arbeitsgruppen wurde anschließend weitergearbeitet.

In der ersten Arbeitsgruppe unter dem Titel ,Nordhausens Nahverkehr gesichert in die Zukunft’ kamen die Möglichkeiten und Wege zur Sprache, den Nahverkehr in Stadt und Landkreis dauerhaft zu sichern. So wurde über einen ticketlosen ÖPNV im gesamten Landkreis und die Möglichkeiten eines Bürgerbusvereins für Nordhausen diskutiert.

Die zweite Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem Thema ,Teilen statt besitzen’, eine Überzeugung mit Nachholbedarf in Sachen Anhängerschaft. Die Wege zu einem sicheren und lebenswerten Straßenraum wurden in der dritten Arbeitsgruppe besprochen. Initiativen wie autofreie Tage, Rad- und Fußverkehrs-Apps mit Belohnungssytem und Lastenraddienstleistungen wurden vorgeschlagen.

Innovativ denken, realistisch handeln

Im Februar 2016 fand die 3. Bürgerwerkstatt, wieder mit rund 70 Teilnehmer, statt. Diesmal zum anspruchsvollen Thema energetischer Stadtumbau.

Die Hochschule Nordhausen ist als Forschungs- und Bildungseinrichtung eine Quelle für Fachwissen. Prof. Dr. Dagmar Everding und Prof. Dr. Rainer Große stellten am Beginn der Veranstaltungen die aktuellen Forschungsschwerpunkte der Hochschule vor. In den Arbeitsgruppen berichteten Studierende von Semesterprojekten, in denen sie konkrete Vorschläge für den energetischen Stadtumbau in Nordhausen erarbeiteten. Christina Sager-Klaus vom Fraunhofer Institut für Bauphysik in Kassel betonte in ihrem Einstiegsvortrag die Notwendigkeit, Projekte zu initiieren, die sich langfristig eigenwirtschaftlich entwickeln können. Der Stadtumbau muss vor allem aus dem Bestand gedacht werden.

Innovativ denken und realistisch handeln war dann auch das Ergebnis der ersten Arbeitsgruppe 'Energetischer Umbau von Stadtquartieren'. Die technischen Mittel zur Erzeugung Erneuerbarer Energien (EE) stehen bereits zur Verfügung. Vorhandene Infrastrukturen müssen auf die Nutzung von EE geprüft und umgestellt werden. Energetischer Stadtumbau bedeutet aber auch, kurze Wege zu ermöglichen. Die Einsparung von CO2 steht an erster Stelle, ebenso die soziale Verträglichkeit. Energetischer Stadtumbau muss daher immer mit einer sozial-räumlichen Qualifizierung zusammengedacht werden und darf nicht nur vor dem Hintergrund der energetischen Optimierung erfolgen.

Den Einstieg und die fachliche Begleitung der zweiten Arbeitsgruppe zum Thema 'Energielandschaft StadtLand gestalten' gab Prof. Dr. Doris Gstach, die die Professur Freiraumplanung und Landschaftsgestaltung an der FH Erfurt inne hat. Der Wandel im System der Energieerzeugung und Ressourcennutzung hat immer Auswirkungen auf die Landschaft gehabt. Zeugnisse historischer Produktionslandschaften werden heute größtenteils akzeptiert, sogar als natürlich ästhetisch empfunden. Dies muss auch für die aktuelle Energiewende gelten. Dabei müssen Freizeitlandschaft, Naturschutz und produktive Landschaft – ob landwirtschaftlich oder energetisch – viel stärker als eine Einheit zusammen gedacht werden. Es wurde anschließend diskutiert, wie ein Handbuch für Best Practice-Beispiele für die Region entstehen kann.

Die dritte Arbeitsgruppe ,Vom Altbau zum energetischen Traumhaus’ beriet der Architekt Steffen Langner von ADOBE Architekten aus Erfurt. Ergebnis: Es müssen immer Individuallösungen gefunden werden, die eine nachhaltige soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung ermöglichen. Eine Blaupause gibt es nicht. Darüber hinaus wurden konkrete Maßnahmen - wie beispielweise das Nutzen regionaler Ressourcen als nachhaltige Baustoffe für den Wohnungsbau und der Verzicht auf Verbundstoffe – diskutiert.

Startschuss für die ›Zukunftsstadt‹
27. Oktober 2015

Startschuss für die ›Zukunftsstadt‹

Nordhausen, Mobilitätskonzept

Nordhausen, Mobilitätskonzept

Nordhausen, Mobilitätskonzept

Kooperative Mobilität

Wie sieht in Stadt und Landkreis die Zukunft der Mobilität aus, wenn der Energie- und Treibstoffbedarf zu einem Drittel der jährlichen Treibhausgasemissionen beiträgt und gleichzeitig die Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs in ländlichen Räumen zunehmend schwieriger wird? Ein Privat-Pkw steht im Durchschnitt 95% des Tages ungenutzt herum. Dabei verbraucht er nicht nur Fläche zum Parken, sondern kostet den Steuerzahler bei einer öffentliche Stellfläche einen fünfstelligen Betrag. Wie lassen sich diese Faktoren in ein zukunftsfähiges Stadtland Mobilitätkonzept umwandeln?

Im Rahmen einer öffentlichen Zukunftswerkstatt 2015 bis 2016 wurde dazu die Idee eines ticketlosen, umlagefinanzierten ÖPNV (Bürgerticket) in der gesamten Region zur Stabilisierung der Mobilität im ländlichen Raum und als Katalysator für den Umstieg vom Auto hin zur Mehrnutzung des ÖPNV intensiv besprochen. Als Vision diskutiert wurde auch die Vernetzung von ÖV-Angeboten, Bürgerbus und Carsharing über Gemeinde-, Kreis-  und Landesgrenzen hinweg, mit bedienungsfreundlicher Verbindungsabfrage durch eine App. Einfache Mitnahmemöglichkeiten in Bus und Bahn, Abstellanlagen, Fahrradverleihsysteme  oder auch der Einsatz von Lastenrädern kamen ebenso zur Sprache wie verschiedene Aktionen: autofreie Tage bis hin zum Einsammeln sämtlicher Verkehrsschilder, so dass nur noch die rechts vor links-Regelung greift. Die gleichberechtigte Nutzung des Straßenraumes durch alle Verkehrsteilnehmer (shared spaces) wurden als Ideen eingebracht.

Die Möglichkeiten der Umsetzung all dieser Ideen sowie weiterer umweltfreundlicher Mobilitätsformen wie eCarsharing mit Ladesäulennetzwerk aus erneuerbarer Energie in Kooperationen mit den öffentlichen Institutionen und Unternehmen der Region, der Ausbau von Fuß- und Radwegen sowie die Schnittstellen untereinander (Gestaltung und Taktung) sollen bei öffentlichen Werkstätten erörtert, Lösungen als ein gemeinsames Leitbild gestaltet und in Form von Modelltests erprobt werden. Die Ausschreibung läuft aktuell und ist auf der e-Vergabe Plattform des Bundes abrufbar.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Projekten und Maßnahmen der Regionalentwicklung durch den Freistaat Thüringen bis 2021.

Hochschule und Stadt Nordhausen einigten sich gemeinsam mit Akteuren und Bürgern von Stadt und Landkreis im Rahmen von Zukunftswerkstätten 2015 und 2016 auf eine ganzheitliche Zukunftsstrategie für (Um)Bau-, Mobilitäts- und Klimaschutzprojekte. Die Nordhäuser Zukunftszeitung präsentiert die Ideen der Bürgerwerkstätten aus der Zukunftsperspektive.

Die Zukunftsstrategie setzt auf die Querschnittsthemen Baukultur, Mobilität, Produktion und Konsum und verbindet alle Themen mit konkreten Ideen. Grafik: Jörn Gertenbach, Urban Catalyst Studio. ©Bundesministerium für Bildung und Forschung

Mehr zum Projekt 
Abschlussforum zur ›Zukunftsstadt Nordhausen‹
14. März 2016

Abschlussforum zur ›Zukunftsstadt Nordhausen‹

Die an diesem Abend gebildete Redaktionsgruppe aus Bürgern und Verwaltung kümmerte sich um die Gestaltung der Zukunftszeitung für Nordhausen und um die Formulierung des Abschlussberichts (siehe Links/Material).

Die an diesem Abend gebildete Redaktionsgruppe aus Bürgern und Verwaltung wird sich nun um die Gestaltung einer Zukunftszeitung und um die Formulierung des Abschlussberichts kümmern. Beide Teile bilden zusammen mit dem ‚Zukunftsbild-Nordhausen’ den Wettbewerbsbeitrag, den Nordhausen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung im Sommer einreichen wird. Die Jury des Ministeriums wird anschließend die 20 vielversprechendsten Beiträge aus den 51 Teilnehmerstädten auswählen, welche dann die Förderung für die zweite Phase des Wettbewerbs erhalten.

Bürgerwerkstätten für Zukunftsstadt
22. Februar 2016

Bürgerwerkstätten für Zukunftsstadt

Anwesend waren interessierte Bürger, Schüler und Studenten, Bürgermeister aus den Gemeinden der Region Nordhausen, die Stadtwerke, Wohnungsgesellschaft und –genossenschaft, Vereine, Energiegenossenschaften.

Ergebnis des ersten Tages: Viele Projekte für eine Zukunftsstadt sind in Nordhausen und im Landkreis bereits Realität. So gibt es beispielsweise Bürger, die ihr Auto der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, indem sie es stunden- oder tageweise vermietet. Andere Initiativen, wie beispielsweise die Bürgerstiftung Park Hohenrode engagieren sich schon seit Jahren für die Grundflächenentwicklung in der Region. Unternehmen wie die städtische Wohnungsgesellschaft investieren bereits in Projekte zur Gestaltung des energetischen Wandels.

Einen kurzen Input zu den Themen der drei Arbeitsgruppen 'Gemeinsam investieren', 'Gemeinsam Verhalten ändern' und 'Gemeinsam motivieren' gaben der Kommunikationsdesigner Prof. Steffen Schuhmann von der Kunsthochschule Berlin Weissensee, die Projektleiterin Kerstin Faber von der IBA Thüringen, der Vorsitzende des Vereins Bürgerenergie Thüringen Matthias Golle sowie Prof. Dagmar Everding vom Lehrstuhl Ökologischer Stadtumbau der Hochschule Nordhausen.

Mobil in die Zukunft

Im Januar 2016 trotzten wieder rund 70 Teilnehmer dem Wintereinbruch und kamen zur zweiten Bürgerwerkstatt, um eine Stadt-Land-Mobilität für das Jahr 2030 zu entwerfen. Den fachlichen Einstieg der Veranstaltung lieferten die beiden Referenten und Experten für Mobilität Prof. Dr. Gather von der FH Erfurt und Dr. Wilde von der Goethe-Universität Frankfurt. So stellte sich unter anderem heraus, dass im Durchschnitt ein Fahrzeug zu 95% ungenutzt bleibt, ein öffentlicher Parkplatz uns alle statistisch aber 10.000 Euro pro Jahr dafür kostet. Ein CarSharing Auto ersetzt wiederum bis zu acht Privat-Pkws – und würde uns damit um 80.000 Euro pro Jahr erleichtern. Neben diesen Informationen wurden zahlreiche praktische Beispiele zu innovativen und bewegenden Initiativen und Projekten vorgestellt. In drei Arbeitsgruppen wurde anschließend weitergearbeitet.

In der ersten Arbeitsgruppe unter dem Titel ,Nordhausens Nahverkehr gesichert in die Zukunft’ kamen die Möglichkeiten und Wege zur Sprache, den Nahverkehr in Stadt und Landkreis dauerhaft zu sichern. So wurde über einen ticketlosen ÖPNV im gesamten Landkreis und die Möglichkeiten eines Bürgerbusvereins für Nordhausen diskutiert.

Die zweite Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem Thema ,Teilen statt besitzen’, eine Überzeugung mit Nachholbedarf in Sachen Anhängerschaft. Die Wege zu einem sicheren und lebenswerten Straßenraum wurden in der dritten Arbeitsgruppe besprochen. Initiativen wie autofreie Tage, Rad- und Fußverkehrs-Apps mit Belohnungssytem und Lastenraddienstleistungen wurden vorgeschlagen.

Innovativ denken, realistisch handeln

Im Februar 2016 fand die 3. Bürgerwerkstatt, wieder mit rund 70 Teilnehmer, statt. Diesmal zum anspruchsvollen Thema energetischer Stadtumbau.

Die Hochschule Nordhausen ist als Forschungs- und Bildungseinrichtung eine Quelle für Fachwissen. Prof. Dr. Dagmar Everding und Prof. Dr. Rainer Große stellten am Beginn der Veranstaltungen die aktuellen Forschungsschwerpunkte der Hochschule vor. In den Arbeitsgruppen berichteten Studierende von Semesterprojekten, in denen sie konkrete Vorschläge für den energetischen Stadtumbau in Nordhausen erarbeiteten. Christina Sager-Klaus vom Fraunhofer Institut für Bauphysik in Kassel betonte in ihrem Einstiegsvortrag die Notwendigkeit, Projekte zu initiieren, die sich langfristig eigenwirtschaftlich entwickeln können. Der Stadtumbau muss vor allem aus dem Bestand gedacht werden.

Innovativ denken und realistisch handeln war dann auch das Ergebnis der ersten Arbeitsgruppe 'Energetischer Umbau von Stadtquartieren'. Die technischen Mittel zur Erzeugung Erneuerbarer Energien (EE) stehen bereits zur Verfügung. Vorhandene Infrastrukturen müssen auf die Nutzung von EE geprüft und umgestellt werden. Energetischer Stadtumbau bedeutet aber auch, kurze Wege zu ermöglichen. Die Einsparung von CO2 steht an erster Stelle, ebenso die soziale Verträglichkeit. Energetischer Stadtumbau muss daher immer mit einer sozial-räumlichen Qualifizierung zusammengedacht werden und darf nicht nur vor dem Hintergrund der energetischen Optimierung erfolgen.

Den Einstieg und die fachliche Begleitung der zweiten Arbeitsgruppe zum Thema 'Energielandschaft StadtLand gestalten' gab Prof. Dr. Doris Gstach, die die Professur Freiraumplanung und Landschaftsgestaltung an der FH Erfurt inne hat. Der Wandel im System der Energieerzeugung und Ressourcennutzung hat immer Auswirkungen auf die Landschaft gehabt. Zeugnisse historischer Produktionslandschaften werden heute größtenteils akzeptiert, sogar als natürlich ästhetisch empfunden. Dies muss auch für die aktuelle Energiewende gelten. Dabei müssen Freizeitlandschaft, Naturschutz und produktive Landschaft – ob landwirtschaftlich oder energetisch – viel stärker als eine Einheit zusammen gedacht werden. Es wurde anschließend diskutiert, wie ein Handbuch für Best Practice-Beispiele für die Region entstehen kann.

Die dritte Arbeitsgruppe ,Vom Altbau zum energetischen Traumhaus’ beriet der Architekt Steffen Langner von ADOBE Architekten aus Erfurt. Ergebnis: Es müssen immer Individuallösungen gefunden werden, die eine nachhaltige soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung ermöglichen. Eine Blaupause gibt es nicht. Darüber hinaus wurden konkrete Maßnahmen - wie beispielweise das Nutzen regionaler Ressourcen als nachhaltige Baustoffe für den Wohnungsbau und der Verzicht auf Verbundstoffe – diskutiert.

Startschuss für die ›Zukunftsstadt‹
27. Oktober 2015

Startschuss für die ›Zukunftsstadt‹

Nordhausen, Quartier Nord

Nordhausen, Quartier Nord

Nordhausen, Quartier Nord

Klimagerechte Stadt: Ressourcenbewusster Umbau im Plattenbauquartier

»Alchemie im Plattenbau: Wenn aus mehr Wohn- und Freiraumqualität, mehr Mischung, mehr Kommunikation und sozialem Miteinander ein radikales Weniger an Ressourcen- und Energieverbrauch wird.«
Prof. Andreas Wolf, Fachbeirat IBA Thüringen (bis Juni 2019)

Nordhausen-Nord zählt mit 2.000 Bewohnern zu den beliebtesten Wohnstandorten der 43.000 Einwohnerstadt Nordhausen. Dank der schönen Lage mit weitem Blick, guter Nahversorgung und einem Straßenbahnanschluss fühlen sich die Mieter der Plattenbausiedlung sehr wohl. Der Anteil der älteren Menschen ist allerdings überdurchschnittlich hoch, 36 % sind über 65. Die Zukunft des Quartiers hängt also auch von der Ansprache jüngerer, vielfältiger Zielgruppen ab.

Auf Initiative der Stadt und ihrer Wohnungsunternehmen erarbeiteten zwei Büros das Konzept 'Mehr Stadt. Mehr Land. Mehr Siedlung', das die Bedürfnisse der Bewohner, Klimaschutz und Energiewende, Mobilität, Bebauung und Freiraumnutzung mitdenkt. 2017 wurde den Bewohnern die Planung vorgestellt. ©Teleinternetcafe mit HWK Landschaftsarchitektur, Ratingen

Mit dem Realisierungswettbewerb 'Multitalent gesucht' fragte die SWG Nordhausen 2018 in Kooperation mit der Stadt Nordhausen nach Umbaulösungen für den Plattenbauhof, der Wohnen, Soziales, Freiraum, Mobilität, Energie, Wasser und Versorgung nachhaltig zusammendenken sollte. Im Dezember 2018 wurde der Siegerentwurf gekürt, der individuelle Ansätze, nämlich Sophie, Ludwig und Franzi, für eine maßvolle Transformation des Plattenbauhofs präsentiert.

Mehr zum Projekt 
Wettbewerb in Nordhausen entschieden
11. Dezember 2018

Wettbewerb in Nordhausen entschieden

Konzept ›Mehr Stadt. Mehr Land. Mehr Siedlung‹
13. Juni 2017

Konzept ›Mehr Stadt. Mehr Land. Mehr Siedlung‹

 

Ablauf Mehrfachbeauftragung:
11. April 2017 Auftaktveranstaltung
09. Mai 2017 Zwischenpräsentation
13. Juni 2017 Endpräsentation und Jurysitzung
21. Juni 2017 Bürgergespräch

Verfahrensbetreuung:
Vinzenz Dilcher, UmbauStadt GbR (Weimar)
Matthias Seidel, UmbauStadt GbR (Weimar)

Fachjury:
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Stadtplanerin, Geschäftsführerin IBA Thüringen
Prof. Dr. Dagmar Everding, Architektin, Professur Dezentrale Strukturen und Systeme, Hochschule Nordhausen
Florian Köhl, Architekt, fatkoehl architekten (Berlin)
Jun.-Prof. Dr. Sigrun Langner, Landschaftsarchitektin, Professur Landschaftsarchitektur und -planung, Bauhaus-Universität Weimar, STATION C23 (Leipzig)
Prof. Ingo Andreas Wolf, Architekt und Stadtplaner, Professur für Städtebau und Entwurf, HTWK Leipzig, pwbaukunst (Leipzig), Mitglied des Fachbeirats der IBA Thüringen

Sachjury:
Sven Dörmann, Vorstand Wohnungswesen der Wohnungsbaugenossenschaft eG Südharz
Inge Klaan, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft mbH Nordhausen
Manfred König, Erster ehrenamtlicher Beigeordnete der Stadt Nordhausen
Dr. Horst Petri, Bewohnervertreter

Sachverständige Berater/innen (ohne Stimmrecht):
Petra Diemer, Stadt Nordhausen, Amt für Zukunftsfragen und Stadtentwicklung
Kerstin Faber, Projektleiterin IBA Thüringen
Beate Meißner, Stadt Nordhausen, Amt für Zukunftsfragen und Stadtentwicklung
Burkhard Zschau, Faktor-i³ Energiekonzepte und Beratung, Autor der Energie- und Potenzialanalyse für Nordhausen Nord (Ehrenfriedersdorf/Dresden)

Presseberichte:
NZZ Online: Mehr Stadt. Mehr Land. Mehr Siedlung
Thüringer Allgemeine: Weniger Platte, mehr Leben: Nordhausen-Nord wird umgestaltet

Abschlussforum zur ›Zukunftsstadt Nordhausen‹
14. März 2016

Abschlussforum zur ›Zukunftsstadt Nordhausen‹

Die an diesem Abend gebildete Redaktionsgruppe aus Bürgern und Verwaltung kümmerte sich um die Gestaltung der Zukunftszeitung für Nordhausen und um die Formulierung des Abschlussberichts (siehe Links/Material).

Die an diesem Abend gebildete Redaktionsgruppe aus Bürgern und Verwaltung wird sich nun um die Gestaltung einer Zukunftszeitung und um die Formulierung des Abschlussberichts kümmern. Beide Teile bilden zusammen mit dem ‚Zukunftsbild-Nordhausen’ den Wettbewerbsbeitrag, den Nordhausen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung im Sommer einreichen wird. Die Jury des Ministeriums wird anschließend die 20 vielversprechendsten Beiträge aus den 51 Teilnehmerstädten auswählen, welche dann die Förderung für die zweite Phase des Wettbewerbs erhalten.

Bürgerwerkstätten für Zukunftsstadt
22. Februar 2016

Bürgerwerkstätten für Zukunftsstadt

Anwesend waren interessierte Bürger, Schüler und Studenten, Bürgermeister aus den Gemeinden der Region Nordhausen, die Stadtwerke, Wohnungsgesellschaft und –genossenschaft, Vereine, Energiegenossenschaften.

Ergebnis des ersten Tages: Viele Projekte für eine Zukunftsstadt sind in Nordhausen und im Landkreis bereits Realität. So gibt es beispielsweise Bürger, die ihr Auto der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, indem sie es stunden- oder tageweise vermietet. Andere Initiativen, wie beispielsweise die Bürgerstiftung Park Hohenrode engagieren sich schon seit Jahren für die Grundflächenentwicklung in der Region. Unternehmen wie die städtische Wohnungsgesellschaft investieren bereits in Projekte zur Gestaltung des energetischen Wandels.

Einen kurzen Input zu den Themen der drei Arbeitsgruppen 'Gemeinsam investieren', 'Gemeinsam Verhalten ändern' und 'Gemeinsam motivieren' gaben der Kommunikationsdesigner Prof. Steffen Schuhmann von der Kunsthochschule Berlin Weissensee, die Projektleiterin Kerstin Faber von der IBA Thüringen, der Vorsitzende des Vereins Bürgerenergie Thüringen Matthias Golle sowie Prof. Dagmar Everding vom Lehrstuhl Ökologischer Stadtumbau der Hochschule Nordhausen.

Mobil in die Zukunft

Im Januar 2016 trotzten wieder rund 70 Teilnehmer dem Wintereinbruch und kamen zur zweiten Bürgerwerkstatt, um eine Stadt-Land-Mobilität für das Jahr 2030 zu entwerfen. Den fachlichen Einstieg der Veranstaltung lieferten die beiden Referenten und Experten für Mobilität Prof. Dr. Gather von der FH Erfurt und Dr. Wilde von der Goethe-Universität Frankfurt. So stellte sich unter anderem heraus, dass im Durchschnitt ein Fahrzeug zu 95% ungenutzt bleibt, ein öffentlicher Parkplatz uns alle statistisch aber 10.000 Euro pro Jahr dafür kostet. Ein CarSharing Auto ersetzt wiederum bis zu acht Privat-Pkws – und würde uns damit um 80.000 Euro pro Jahr erleichtern. Neben diesen Informationen wurden zahlreiche praktische Beispiele zu innovativen und bewegenden Initiativen und Projekten vorgestellt. In drei Arbeitsgruppen wurde anschließend weitergearbeitet.

In der ersten Arbeitsgruppe unter dem Titel ,Nordhausens Nahverkehr gesichert in die Zukunft’ kamen die Möglichkeiten und Wege zur Sprache, den Nahverkehr in Stadt und Landkreis dauerhaft zu sichern. So wurde über einen ticketlosen ÖPNV im gesamten Landkreis und die Möglichkeiten eines Bürgerbusvereins für Nordhausen diskutiert.

Die zweite Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem Thema ,Teilen statt besitzen’, eine Überzeugung mit Nachholbedarf in Sachen Anhängerschaft. Die Wege zu einem sicheren und lebenswerten Straßenraum wurden in der dritten Arbeitsgruppe besprochen. Initiativen wie autofreie Tage, Rad- und Fußverkehrs-Apps mit Belohnungssytem und Lastenraddienstleistungen wurden vorgeschlagen.

Innovativ denken, realistisch handeln

Im Februar 2016 fand die 3. Bürgerwerkstatt, wieder mit rund 70 Teilnehmer, statt. Diesmal zum anspruchsvollen Thema energetischer Stadtumbau.

Die Hochschule Nordhausen ist als Forschungs- und Bildungseinrichtung eine Quelle für Fachwissen. Prof. Dr. Dagmar Everding und Prof. Dr. Rainer Große stellten am Beginn der Veranstaltungen die aktuellen Forschungsschwerpunkte der Hochschule vor. In den Arbeitsgruppen berichteten Studierende von Semesterprojekten, in denen sie konkrete Vorschläge für den energetischen Stadtumbau in Nordhausen erarbeiteten. Christina Sager-Klaus vom Fraunhofer Institut für Bauphysik in Kassel betonte in ihrem Einstiegsvortrag die Notwendigkeit, Projekte zu initiieren, die sich langfristig eigenwirtschaftlich entwickeln können. Der Stadtumbau muss vor allem aus dem Bestand gedacht werden.

Innovativ denken und realistisch handeln war dann auch das Ergebnis der ersten Arbeitsgruppe 'Energetischer Umbau von Stadtquartieren'. Die technischen Mittel zur Erzeugung Erneuerbarer Energien (EE) stehen bereits zur Verfügung. Vorhandene Infrastrukturen müssen auf die Nutzung von EE geprüft und umgestellt werden. Energetischer Stadtumbau bedeutet aber auch, kurze Wege zu ermöglichen. Die Einsparung von CO2 steht an erster Stelle, ebenso die soziale Verträglichkeit. Energetischer Stadtumbau muss daher immer mit einer sozial-räumlichen Qualifizierung zusammengedacht werden und darf nicht nur vor dem Hintergrund der energetischen Optimierung erfolgen.

Den Einstieg und die fachliche Begleitung der zweiten Arbeitsgruppe zum Thema 'Energielandschaft StadtLand gestalten' gab Prof. Dr. Doris Gstach, die die Professur Freiraumplanung und Landschaftsgestaltung an der FH Erfurt inne hat. Der Wandel im System der Energieerzeugung und Ressourcennutzung hat immer Auswirkungen auf die Landschaft gehabt. Zeugnisse historischer Produktionslandschaften werden heute größtenteils akzeptiert, sogar als natürlich ästhetisch empfunden. Dies muss auch für die aktuelle Energiewende gelten. Dabei müssen Freizeitlandschaft, Naturschutz und produktive Landschaft – ob landwirtschaftlich oder energetisch – viel stärker als eine Einheit zusammen gedacht werden. Es wurde anschließend diskutiert, wie ein Handbuch für Best Practice-Beispiele für die Region entstehen kann.

Die dritte Arbeitsgruppe ,Vom Altbau zum energetischen Traumhaus’ beriet der Architekt Steffen Langner von ADOBE Architekten aus Erfurt. Ergebnis: Es müssen immer Individuallösungen gefunden werden, die eine nachhaltige soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung ermöglichen. Eine Blaupause gibt es nicht. Darüber hinaus wurden konkrete Maßnahmen - wie beispielweise das Nutzen regionaler Ressourcen als nachhaltige Baustoffe für den Wohnungsbau und der Verzicht auf Verbundstoffe – diskutiert.

Startschuss für die ›Zukunftsstadt‹
27. Oktober 2015

Startschuss für die ›Zukunftsstadt‹

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Nordhausen
Deutschland
Rohrbach, Dorfinfrastruktur

Rohrbach, Dorfinfrastruktur

Rohrbach, Dorfinfrastruktur

Abwasser wird zur Ressource

Die Gestaltung des Stoffwechsels zwischen Mensch und Natur verbindet die Landschaftsarchitektur und die Abwasserwirtschaft. Das IBA Vorhaben verknüpft die Herstellung, Pflege und Bewirtschaftung von Freiräumen mit naturnahen Verfahren der Abwasserbehandlung und -wiedernutzung und stellt eine innovative Lösung für ländliche Kommunen dar.‹
Prof. Antje Stokmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Einst badeten hier Gutsherren, heute ist das Wasser in Rohrbach nicht mehr so sauber. Der kleine Rossbach transportiert nämlich nicht nur Quell- und Regenwasser, sondern auch die Abwässer aus dem Dorf. Eine für Thüringen typische Situation, fast jeder dritte Haushalt im Freistaat ist nicht an eine richtlinienkonforme Kläranlage angeschlossen. Die Abwasserentsorgung im ländlichen Raum Thüringens muss auf den demografischen Wandel und die EU-Wasserrahmenrichtlinie reagieren.

Die Professur Siedlungswasserwirtschaft der Bauhaus-Universität Weimar entwickelt hierzu gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband Nordkreis Weimarer Land ein neuartiges System, das auf eine getrennte Erfassung und regionale Wiederverwendung von Grau- und Schwarzwasser setzt. Eine neue Anlage soll die Feststoffe zusammen mit Resten aus der Landwirtschaft in Energie und Düngemittel umwandeln. Dieses innovative Verfahren erfordert auch Veränderungen bei Institutionen und Betriebsformen.

Mehr zum Projekt 
Kinderfest und Ideenstudie Rohrbach
16. September 2017

Kinderfest und Ideenstudie Rohrbach

Foto: Lysann Schmidt

Foto: Lysann Schmidt

Bürgerwerkstatt in Rohrbach
26. Juni 2017

Bürgerwerkstatt in Rohrbach

Foto: Thomas Müller

Brainstorming Ressourcenlandschaft der Zukunft
14. Juni 2016

Brainstorming Ressourcenlandschaft der Zukunft

Die Moderation wurde von Frau Dr. Darla Nickel und Frau Dr. Stephanie Bock vom Deutschen Institut für Urbanistik übernommen.

Brainstorming in alter IBA Geschäftsstelle

Nach einer ersten großen Brainstorming-Runde wurden die diskutierten Themen und Handlungsansätze am Nachmittag in drei Arbeitsgruppen vertieft. Nach einer Stunde intensiver Gruppenarbeit wurden die Ergebnisse vorgestellt. Die IBA Thüringen und der IBA Kandidat nutzten die Gelegenheit, um erste Überlegungen zu aus eigener Sicht verfolgens- und besonders bemerkenswerten Ideen aus dem Brainstorming zu äußern und den Mehrwert für die weitere Programm- und Projektarbeit herauszustellen.Als Ergebnis des Brainstormings wird eine Dokumentation erarbeitet, die Grundlage für die weitere Projektqualifizierung sein wird. Das Büro 'dreigegeneinen GbR' aus Berlin wird die Ergebnisse in einem Bild grafisch aufbereiten.

Bürgerinformationsveranstaltung Rohrbach
15. Februar 2016

Bürgerinformationsveranstaltung Rohrbach

Weimar, Das 100

Weimar, Das 100

Weimar, Das 100

Neues Wohnen: 100 Prozent flexibel, bezahlbar, ressourcenschonend

›Mit innovativem Grundriss, der zum lebendigen Austausch der Bewohnerinnen und Bewohner anregt, hebt sich das Projekt hervor. Jungen Menschen wird ein außergewöhnlicher Ort als Gelegenheit geboten, den Weg in die studentische Freiheit zu erkunden.‹
Prof. Barbara Holzer, Fachbeirätin IBA Thüringen

In unmittelbarer Nähe von Georg Muches ›Haus am Horn‹ aus dem Jahr 1923 befindet sich das städtebauliche Entwicklungsgebiet ›Neues Bauen am Horn‹. Das Studierendenwerk Thüringen besitzt das letzte freie Baufeld auf dem Gelände und entwickelt hier gemeinsam mit der Stiftung Baukultur und der IBA Thüringen ein neuartiges Wohnhaus für Studierende. 2017 ging aus einem hierfür initiierten internationalen Architekturwettbewerb das favorisierte Wohnkonzept des Architekturbüros Almannai und Fischer aus München hervor. Dieses nimmt Abstand vom anonymen Nebeneinander kleiner Appartements, stattdessen soll neues Wohnen durch großzügige Wohngemeinschaften mit individuellen Rückzugsbereichen ermöglicht werden.

Eine Luftaufnahme des städtebaulichen Entwicklungsgebiets ›Neues Bauen am Horn‹, wo ›Das 100‹ entstehen soll.

Die Jury des Architekturwettbewerbs zu dem IBA Kandidaten ›Das 100. Wohnhaus für Studierende in Weimar‹ hatte unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Gerd Zimmermann zwei erste und einen zweiten Preis vergeben. Jeweils einen ersten Preis erhielten Dipl.-Ing. Thomas Wasserkampf mit Max Wasserkampf (Aachen/Weimar) sowie Almannai Fischer, Reem Almannai, Florian Fischer Architekten PartGmbB (München). An dem Wettbewerb beteiligten sich 60 Architekturbüros. Alle eingereichten Arbeiten konnten im Frühjahr 2017 in der Neufert-Box in Gelmeroda zu besichtigt werden.

Die besondere Grundrissfigur des geplanten Studierendenwohnhauses mit seinen schlanken und hohen Räumen wurde im Zuge der Umbaumaßnahmen in der ehemaligen Zahnklinik in Erfurt 2017 im Maßstab 1:1 umgesetzt vor Ort diskutiert.

Im Oktober 2019 veranstaltete das Studierendenwerk Thüringen in Kooperation mit der IBA Thüringen einen Workshop, um den aktuellen Entwurf zu evaluieren und seine Modellhaftigkeit zu prüfen. Dazu wurde der geplante Grundriss im Maßstab 1:2 im Eiermannbau Apolda szenografisch umgesetzt und mithilfe potenzieller Bewohnerinnen und Bewohner spielerisch analysiert. Die daraus resultierenden Erfahrungen fließen in die weitere Gestaltung des Vorhabens ein. Im folgenden Projektverlauf soll zusätzlich ein übergreifendes Regelwerk mit Bewertungsparametern und ›Hausregeln‹ für das Miteinander in solch gemeinschaftlichen Experimentalbauten entstehen.

›Das 100‹ soll bis zum Jahr 2023 fertiggestellt werden.

Mehr zum Projekt 
Planungsworkshop
17. Juni 2020

Planungsworkshop

Entwicklungsimpulse und Verdichtung der Programmatik
09. Oktober 2019

Entwicklungsimpulse und Verdichtung der Programmatik

Realisierung eins Mock-Ups im Maßstab 1:1
16. Mai 2017

Realisierung eins Mock-Ups im Maßstab 1:1

Die besondere Grundrissfigur des geplanten Studierendenwohnhauses mit seinen schlanken und hohen Räumen wurde im Zuge der Umbaumaßnahmen in der ehemaligen Zahnklinik in Erfurt 2017 im Maßstab 1:1 umgesetzt vor Ort diskutiert.

Die ehemaligen Zahnklink verfügt exakt über die gleiche Raumhöhe, so dass eine gute Vergleichbarkeit existiert. Die anwesenden Projektakteure und Architekten waren im Ergebnis von der Raumqualität überaus überzeugt.

Architekturwettbewerb zu ›Das 100‹ - Modellhaus für Studierende in Weimar entschieden
16. März 2017

Architekturwettbewerb zu ›Das 100‹ - Modellhaus für Studierende in Weimar entschieden

1. Preis Architektur Büro Thomas Wasserkampf, Aachen / Max Wasserkampf, Weimar: Perspektive Carl-Alexander-Platz.

1. Preis Architektur Büro Thomas Wasserkampf, Aachen / Max Wasserkampf, Weimar.

1. Preis Almannai Fischer, München: Perspektive Carl-Alexander-Platz.

1. Preis Almannai Fischer, München.

2. Preis Wiencke Architekten, Dresden: Perspektive Carl-Alexander-Platz.

2. Preis Wiencke Architekten, Dresden.

IBA Kandidat ›Das 100‹ stellt Antrag bei Bundesprogramm VarioWohnen
20. Oktober 2016

IBA Kandidat ›Das 100‹ stellt Antrag bei Bundesprogramm VarioWohnen

Kalender 

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Ort 
Carl-Alexander-Platz
Weimar 99425
Deutschland
Weimar, StadtLandSchule

Weimar, StadtLandSchule

Weimar, StadtLandSchule

Neuer Lernort: Schüler, Eltern, Lehrer programmieren und bauen ihre Schule um

»Mit der Qualität der Schulen entscheiden sich die Chancen künftiger Generationen. Beim Umbau der StadtLand Schule in Weimar wurde ein beispielhafter partizipativer Weg beschritten, auf dem Schule, Kommune und Planer gemeinsam Anforderungen und Lösungen für ein zukunftsweisendes Bildungszentrum entwickeln. Das als Open-Source-Planungsbaukasten gebündelte Wissen trägt dem Ziel einer IBA, replizierbare Modelle zu relevanten Zukunftsfragen zu schaffen, in besonderer Weise Rechnung.«
Dr. Julian Petrin, Fachbeirat IBA Thüringen

Schüler, Eltern und Lehrer einer Schule in Weimar denken gemeinsam mit der Stadt darüber nach, was ein gutes Schulgebäude in Zukunft können muss und wie es aussehen sollte. Ihre Schule befindet sich am Stadtrand in einem unsanierten Plattenbau. In einem intensiven, fachlich begleiteten Beteiligungsprozess (Phase 0) wurde formuliert, was eine ganztägige Gemeinschaftsschule mit modernen pädagogischen Ansätzen von einem Schulgebäude verlangt.

In einer festlichen Abschlussveranstaltung feierten am 15. September 2017 über 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Schulgemeinschaft, Stadtverwaltung, Bauhaus-Universität Weimar, Ortsteilrat Oberweimar, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, IBA Thüringen und Montag Stiftung in der Turnhalle der Schule den Abschluss der Phase Null.

Erfahrene Schulbauplaner entwickeln jetzt auf Basis der Erkenntnisse einen neuen Schultyp, der als Modellvorhaben realisiert werden soll. Das Know-how wird in einem Planungsbaukasten gebündelt und den Ländern, Kommunen und Planern als Open Source frei zur Verfügung gestellt. Die auf dieses Themenfeld spezialisierte Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft unterstützt das Projekt maßgeblich durch ihr fachliches und finanzielles Engagement.

Mehr zum Projekt 
Bauantrag und Antrag Schulbauförderung eingereicht
02. April 2020

Bauantrag und Antrag Schulbauförderung eingereicht

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft übergibt der Stadt Weimar Entwurf für Schule der Zukunft
02. Dezember 2019

Staatliche Gemeinschaftsschule erhält Status eines IBA Projekts

Innenraumvisualisierung aus der Entwurfsplanung für die StadtLandSchule Weimar. ©Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, PONNIE Images

Außenraumvisualisierung aus der Entwurfsplanung für die StadtLandSchule Weimar. ©Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, PONNIE Images

Entwurfsbeschreibung

Herzstück des neuen Schul-Campus bilden die sogenannten Lernlofts. Das sind ca. 400m² große Geschossebenen, die als ein großzügiger Raum konzipiert sind. Durch ein vielschichtiges Flächenangebot und flexible Möblierung wird eine Bildungslandschaft geschaffen, die unterschiedliche Orte für individuelles Lernen oder in unterschiedlichen Gruppengrößen bietet. Das Ganze wirkt eher wie eine Werkstatt, also ein Ort, in dem aktiv Lernerfahrungen gesammelt werden und nicht nur passiv Wissen konsumiert wird. Je 75 Schülerinnen und Schüler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule teilen sich eine Etage und können diese individuell nach ihren pädagogischen Bedürfnissen anpassen. Die Fläche wird ergänzt um einen Funktionskern, der die Sanitäranlagen und Nebenräume beinhaltet.

Je drei dieser ›Lernlofts‹ bilden ein Gebäude. Daraus entsteht ein Gemeinschaftshaus, das auch Quartiersfunktionen übernehmen kann sowie zwei Lernhäuser. Diese drei Gebäudevolumen positionieren sich frei auf dem Grundstück, so dass das großzügige, ca. 20.000m² umfassende Grundstück seinen parkartigen Charakter beibehält. Die vorhandene Sporthalle fügt sich in das Ensemble ein und wird modernisiert. 

380 Schülerinnen und Schüler können hier zum IBA Präsentationsjahr 2023 ihren neuen Schul-Campus in Besitz nehmen.

Nicht nur das Gebäude selbst steckt voller innovativer Ideen, sondern auch der Prozess. So sollen die Planungsergebnisse als Open-Source-Lizenz ähnlich wie z.B. das Betriebssystem Linux frei zugänglich gemacht werden. So können andere Kommunen, Planerinnen und Planer direkt auf dem erreichten Wissensstand aufbauen.

Aussagen zentraler Akteure

Dr. Karl-Heinz Imhäuser, Carl Richard Montag Förderstiftung 
»Für die Montag Stiftung ist dieses außergewöhnliche Engagement Neuland, entsprechend hoch ist unsere Erwartung an das fertige Projekt.«

Barbara Pampe, Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
»Unser jahrelanges Engagement bei der Entwicklung zukunftsfähiger Schulen kann jetzt in einem konkreten Vorhaben sichtbar werden.«

Marta Doehler-Behzadi, IBA Thüringen
»Schulen sind eine besonders anspruchsvolle Bauaufgabe und Bildung ist ein Schlüsselthema, auch im StadtLand Thüringen. Kooperatives Arbeiten wurde in diesem Fall zum Prinzip gemacht. Das IBA Projekt StadtLand Schule bietet insbesondere durch seinen Open Source Ansatz eine wertvolle Grundlage für Folgeprojekte im Freistaat.«

Peter Kleine, Oberbürgermeister Stadt Weimar
»Das IBA Modellvorhaben ist für die Stadt Weimar eine große Herausforderung. Dank der Unterstützung durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und die IBA Thüringen sind wir gut vorangekommen und freuen uns, die neue Schule jetzt in die Tat umzusetzen.«

Ilka Drewke, Staatliche Gemeinschaftsschule Weimar
»Die Staatliche Gemeinschaftsschule Weimar wartet seit langem geduldig auf Ihr neues Schulgebäude am Hartweg. Wir sind stolz, den Entwicklungsprozess intensiv begleitet zu haben und können die Umsetzung des Projekts kaum erwarten.«

Planungsbeteiligte

  • Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
  • IBA Thüringen
  • Stadtverwaltung Weimar
  • Schulgemeinschaft der Staatlichen Gemeinschaftsschule Weimar
  • gernot schulz : architektur, Köln
  • Hausmann Architekten, Aachen
  • Walter Heilmann Schulbauberatung, Köln
  • Studio Urbane Landschaften, Hamburg
  • IB Hausladen, München
  • Ingenieurbüro Fruth, Grässner & Partner
  • IBC Ingenieurbau-Consult GmbH
  • Ingenieurbüro Matthias Münz, Weimar
  • Hoock & Partner Sachverständige PartG mbB
  • Eckmann & Rowley, Bonn
Auftakt der Planung des Neubaus der Staatlichen Gemeinschaftsschule 'Am Hartwege'
29. August 2018

Auftakt der Planung des Neubaus der Staatlichen Gemeinschaftsschule 'Am Hartwege'

v.l. Ilka Drewke, Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Am Hartwege, Dr. Olaf Köster-Ehling, Vorstand der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Peter Kleine, Oberbürgermeister der Stadt Weimar und Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen

Mehr zum Planungsbaukasten 'Schulbau Open Source'

Schulbau ist aktuell eine der großen Herausforderungen für Kommunen in Deutschland. Neue pädagogische und organisatorische Anforderungen verlangen andere bauliche Lösungen als in der Vergangenheit. Gleichzeitig sind gute Bildung und eine entsprechende Bildungsinfrastruktur Schlüsselfaktoren erfolgreicher Städte und Regionen.

Das neu konzipierte Projekt der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft 'Schulbau Open Source' bündelt integriertes Planungs- und Prozesswissen im Schulbau anhand einer Musterplanung eines möglichst idealen Referenzgebäudes und stellt dieses allen Akteurinnen und Akteuren zur Verfügung – mit dem Ziel, den komplexen Planungsanforderungen im Schulbau mit hoher Qualität gerecht zu werden. Das Produkt wird nicht als starre Kopiervorlage verstanden, sondern ist offen und flexibel in seiner Weiterentwicklung. Die anhand der Neubauplanung für die Gemeinschaftsschule entwickelte erste Version des Planungsbaukastens wird in den nächsten Jahren an weiteren Schulumbau- und Neubauprojekten fortgeschrieben.

Stadtland Schule feiert Abschluss der Phase Null
15. September 2017

Stadtland Schule feiert Abschluss der Phase Null

Barbara Pampe, Projektleiterin der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, präsentiert den Abschlussbericht der Phase Null.

Peter Kleine, Bürgermeister der Stadt Weimar.

Über 300 Gäste aus der Schulgemeinschaft, Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, Bauhaus-Universität, Ortsteilrat Oberweimar, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, IBA Thüringen und Montag Stiftung nehmen an der Feier teil.

Schulleiterin Ilka Drewke freut sich über den erfolgreichen Abschluss der Phase Null.

Startschuss für Pilotprojekt ‚Inklusive Schulen planen und bauen’
20. Juni 2016

Startschuss für Pilotprojekt ‚Inklusive Schulen planen und bauen’

Übergabe der Urkunde von Barbara Pampe an Bürgermeister Peter Kleine.

Die schuleigene Elephant Band sorgt für den musikalischen Rahmen.

Mitmach-Konzert vor dem Pavillon auf dem Schulhof, einem von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar mit Schülern der Jenaplanschule gemeinsam geplanten Bau, in dem der weitere Schulumbauprozess diskutiert und geplant wird.

Rundgang der Planungsgruppe über das Schulgelände.

Planungsgruppe in einem Klassenzimmer.

Das Umbauvorhaben ist seit 2014 als StadtLandSchule Kandidat der Internationalen Bauausstellung Thüringen. Die Förderung durch die Montag Stiftung trägt dazu bei, das Vorhaben zur Projektreife zu führen und bis 2019 auch baulich in die Wege zu leiten. 

Bericht über die Feier von Radio Lotte Weimar

IBA Kandidat 'StadtLandSchule' ausgezeichnet
19. Mai 2016

IBA Kandidat 'StadtLandSchule' ausgezeichnet

Schlüsselübergabe für das StadtLandSchullabor auf dem Campus der Jenaplanschule
09. Juli 2015

Schlüsselübergabe für das StadtLandSchullabor auf dem Campus der Jenaplanschule

Projektbeteiligte nach der Schlüsselübergabe des StadtLandSchullabors. Foto: Michael Romstöck

Foto: Michael Romstöck

Foto: Michael Romstöck

Die StadtLandSchule ist auch Thema im Journal der Bauhaus-Universität Weimar (S. 80 bis 83): Zum Bauhaus.Journal 

Baubeginn des StadtLandSchullabors
25. Juni 2015

Studierende der Bauhaus-Universität realisieren Pavillon auf dem Campus der Jenaplanschule

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Ort 
Am Hartwege 2
99425 Weimar
Deutschland
Initiative HolzBauKultur

Initiative HolzBauKultur

Initiative HolzBauKultur

Baukultur made in Thüringen: Klimafreundlich bauen mit Holz

Zum Spektrum der IBA Vorhaben gesellt sich seit 2020 eine starke neue Initiative: HolzBauKultur. Ganz klar, Thüringen ist ein waldreiches Bundesland und hat daher viel vom klimafreundlichen Rohstoff Holz zu bieten. Bei den weiteren Verarbeitungsstufen ist Thüringen aber noch lange kein Vorreiter. Inzwischen gibt es aber auch hier zahlreiche Aktivisten, die eine stabile Wertschöpfungskette Wald-Holz-Bau für Thüringen anstreben. Das reicht vom staatlichen Waldeigentümer ThüringenForst über den Landesbeirat Wald und Holz Thüringen e.V. bis in die Wirtschaft und Wissenschaft sowie zu engagierten Bauherrenschaften und hervorragenden Architektinnen und Architekten. Die IBA Thüringen bietet bis 2023 ein Gelegenheitsfenster für den innovativen Holzbau, der zu einem international beachteten Markenzeichen des Freistaats werden könnte. Das Timber Prototype House oder der Sch(l)afstall in Bedheim verdeutlichen dieses Potenzial. Den ländlichen Räumen werden Wertschöpfung und identitätsbildende Projekte in jedem Fall zugutekommen.

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