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Projekte
Leubinger Fürstenhügel, Tank- und Rastanlage

Leubinger Fürstenhügel, Tank- und Rastanlage

Leubinger Fürstenhügel, Tank- und Rastanlage

Raststätte neugestaltet: Baukultur trifft Mobilität

»Die Autobahnraststätte als neues Stadttor in StadtLand: Aus dem urbanen Mobilitätsfluss trete ich hinaus in den Landschaftsraum, erfahre dort zugleich Frühgeschichte und Rekreation. Ein Zukunftsort im infrastrukturellen Post-Oil-Thüringen.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen 

In unmittelbarer Nachbarschaft zu einer bedeutenden archäologischen Fundstätte aus der frühen Bronzezeit, dem Leubinger Fürstenhügel, entstand an der Bundesautobahn A71 eine zukunftsweisende Tank- und Rastanlage.

Ein internationaler Wettbewerb setzte 2015 auf eine interdisziplinäre Planung aus Hochbauarchitektur, Landschaftsarchitektur und Kommunikationsdesign, damit die Anlage perfekt in den landschaftlichen Zusammenhang des flachwelligen Hügellands sowie in den historischen Kontext eingebettet werden kann. Die Tank- und Rastanlage versteht sich daher als ein ›Fenster in die Region‹. 

Die europaweite Auslobung des Wettbewerbs war ein modellhaftes Verfahren zur Qualifizierung von Infrastrukturmaßnahmen.

Mehr zum Projekt 
Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhüge‹ erhält Anerkennungspreis der Architektenkammer Thüringen 2022
09. Juni 2022

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Feierliche Gesamtinbetriebnahme der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel
07. Oktober 2021

Feierliche Gesamtinbetriebnahme der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel

Von links: Ludger Sehr (Bereichsleiter bei der DEGES), Andreas Trenkel (Autobahn GmbH des Bundes), Jens-Peter Müller (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), Dr. Marta Doehler-Behzadi (IBA Thüringen), Ingo Mlejnek (Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft), Matthias Volpp (Shell Deutschland GmbH), Harald Henning (Landkreis Sömmerda). Foto: DEGES

Jens-Peter Müller, Technischer Regierungsdirektor im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Diese innovative Rastanlage, die eine Versorgungslücke auf der A 71 schließt, ist auf einzigartige Weise in die Umgebung eingebunden. Als Tor zur Kulturgeschichte der Region vermittelt sie den Nutzerinnen und Nutzern Einblicke in die Geschichte der Region und leistet zugleich mit einer modernen Architektur sowie nachhaltigen Schnellladeinfrastruktur einen Beitrag für qualitativ hochwertiges Bauen und für die Mobilitätswende.“
 
Andreas Trenkel, Leiter der Außenstelle Erfurt der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH des Bundes: „Mit den 78 Stellflächen für Lkw und 135 für Pkw auf der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel hat sich das Angebot entlang der Thüringer Autobahnen weiter verbessert. Moderne und nutzerfreundliche Mobilität funktioniert nur mit attraktiven Ruhe- und Versorgungsmöglichkeiten. Das wird in den kommenden Jahren weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt sein.“
 
Ingo Mlejnek, Leiter des Referates Straßenbau, Straßenrecht und Radverkehr im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft:„Die Rastanlage sollte von Beginn an in die bedeutsame Geschichte der Region eingebettet werden. Deshalb hat der Freistaat Thüringen als Förderer des IBA-Projektes gerne die Mehrkosten für die Gestaltung der Außenanlagen übernommen. Das Ergebnis ist eine gelungene Ausstellung über das Leubinger Fürstengrab, Autobahnbau und Archäologie. Sie lässt die Reisenden innehalten und für einen kurzen Moment Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen.“
 
Ludger Sehr, Bereichsleiter bei der DEGES: „Wir freuen uns, diese außergewöhnliche Anlage nun in Gänze an die Nutzerinnen und Nutzer übergeben zu können. Die Verbindung von geschichtlicher Bedeutung, zeitgenössischer Baukultur und modernem Dienstleistungsstandort ist ein Alleinstellungsmerkmal für eine Autobahnraststätte und wird von den Gästen anerkennend wahrgenommen.“
 
Matthias Volpp, National Sales Manager Deutschland, Shell Deutschland GmbH: „Die Rastanlage am Leubinger Fürstenhügel gehört mit ihrer besonderen Architektur ohne Zweifel zu den schönsten Tankanlagen in Deutschland. Die gesamte Anlage lädt zum Verweilen und Bestaunen ein. Mit dieser besonderen Raststätte zwischen dem Autobahnkreuz Erfurt und dem Dreieck Südharz bieten wir allen Kunden einen außergewöhnlichen Ort, damit Rasten ein besonderes Erlebnis wird und an dieser bedeutenden geschichtlichen Stätte der Bronzezeit in guter Erinnerung bleibt.“
 
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der Internationalen Bauausstellung Thüringen: „Tankstellen und Rastanlagen haben oft nicht mehr als das notwendige Minimum an Funktion und Gestaltung zu bieten. Das ist hier anders: ein anspruchsvolles Bauwerk, hervorragende Raumgestaltungen und eine ganz einmalige Einbindung in die Landschaft. Der Bezug zum archäologischen Erbe wird auf allen Ebenen aufgegriffen. Der StadtLand-Knoten der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel zeigt, wie man Baukultur und Mobilität verbinden kann.“
 
Über das Projekt
 
Mit der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel an der A 71 im Landkreis Sömmerda wird die Versorgung der Verkehrsteilnehmer auf dem Autobahnabschnitt zwischen Mitteldeutschland und Nordbayern deutlich verbessert. Die Anlage befindet sich in Fahrtrichtung Sangerhausen östlich der Autobahn. Über ein Überführungsbauwerk ist die Rastanlage auch für Verkehrsteilnehmer in Fahrtrichtung Erfurt erreichbar.
 
Die Tank- und Rastanlage, die nach dem benachbarten bronzezeitlichen Hügelgrab benannt ist, ist über einen Fußweg zum Fürstenhügel an das regionale Wegenetz angeschlossen. Eine Ausstellung innerhalb der Tank- und Rastanlage vermittelt zudem Informationen zum Fürstenhügel und zur archäologischen Bedeutung der Region.
 
Im Vorfeld der Bauarbeiten wurde 2014 – bundesweit erstmals für eine Autobahnrastanlage – ein interdisziplinärer Planungswettbewerb für Hochbauarchitektur, Landschaftsarchitektur und Kommunikationsdesign in Kooperation mit der IBA Thüringen ausgelobt. Drei Entwürfe wurden 2015 mit Preisen ausgezeichnet. Unter ihnen ragt der Entwurf des 1. Preisträgers – MONO Architekten, Berlin, Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin, und MUS Studio (ehemals DAS MOMENT Kommunikationsdesign), Berlin – mit einer von der bronzezeitlichen Häuserform der Region inspirierten, zugleich funktional-modernen Hochbauarchitektur heraus. Seine Ausführung durch den privaten Konzessionsnehmer war Bestandteil der Konzessionsausschreibung durch die DEGES, ebenso die Umsetzung des Kommunikationsdesigns mit einer klaren Farb- und Formensprache und einer thematischen Prägung durch Fürstengrab, Archäologie und Autobahnbau.

Tankanlage und Ausstellung in Betrieb genommen
31. März 2021

Tankanlage und Ausstellung in Betrieb genommen

Inbetriebnahme der Tank- und Rastanlage voraussichtlich im ersten Quartal 2021
07. Oktober 2020

Inbetriebnahme der Tank- und Rastanlage voraussichtlich im ersten Quartal 2021

Projektpartner besichtigen Tank- und Rastanlage bei Baustellenführung
30. Juni 2020

Projektpartner besichtigen Tank- und Rastanlage bei Baustellenführung

Die äußere Hülle der zukünftigen Rastanlage steht bereits. Auch die Ausschnitte im Beton, die später die Zapfsäulen aufnehmen werden, sind vorhanden.

Ein geschwungener Betonweg wird in Zukunft in seiner Funktion als ›Zeitreiseweg‹ von der Raststätte zum ältesten Bodendenkmal Thüringens führen. Entlang dieses Weges sollen zukünftig Funde aus den Ausgrabungsarbeiten rund um den Leubinger Fürstenhügel präsentiert werden.

Bauarbeiten gehen voran
05. Juni 2020

Bauarbeiten gehen voran

Baubeginn für Autobahnraststätte
01. Oktober 2018

Baubeginn für Autobahnraststätte

Startschuss für Konzessionsausschreibung Autobahnraststätte A 71 ›Leubinger Fürstenhügel‹
02. September 2016

Startschuss für Konzessionsausschreibung
Autobahnraststätte A 71 ›Leubinger Fürstenhügel‹

Siegerentwurf zur Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’ von MONO Architekten, Berlin

Der Bau der Tank- und Rastanlage wird nach erfolgreichem Abschluss des Vergabeverfahrens voraussichtlich 2018 beginnen. Die Inbetriebnahme der Tank- und Rastanlage soll spätestens im IBA-Projektschaujahr 2019 erfolgen.

Interessierte Unternehmen können sich über die Vergabebekanntmachung der Dienstleistungskonzession auf der Internetseite der DEGES, die das Ausschreibungsverfahren im Auftrag des Bundes und des Freistaates Thüringen betreut, informieren: www.deges.de, und auf der Internetseite: https://vergabe.deges.de alle für eine Bewerbung um die Konzession benötigten Unterlagen erhalten.

Einsendeschluss für die Bewerbungen bei der DEGES ist der 1.11.2016, 15.00 Uhr.

Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹: Ausstellungseröffnung und Preisverleihung
15. Juni 2015

Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹: Ausstellungseröffnung und Preisverleihung

Im Rahmen des Festaktes wurde zugleich die aus dem Wettbewerb hervorgegangene Ausstellung in der Landesvertretung des Freistaats Thüringen beim Bund eröffnet.

Im Anschluss an die Preisverleihung geht die Wanderausstellung mit den Beiträgen aller Wettbewerbsteilnehmer auf Tournee: Bis zum 2. Juli 2015 ist sie im 1. Obergeschoss der Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund, Mohrenstraße 64, in Berlin zu sehen. Danach geht es weiter zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Bonn sowie nach Sömmerda, Erfurt und Weimar. Ein genauer Plan wird noch bekannt gegeben.

Programm der Eröffnung

Projektleitung: Britta Sauter (DEGES), Ulrike Rothe (IBA Thüringen)

Wettbewerb um Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹ entschieden
06. Mai 2015

Wettbewerb um Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹ entschieden

Preisgerichter, Sachverständige und Vorprüfung
Fachpreisrichter
Prof. Undine Giseke, Landschaftsarchitektin/Berlin
Andrea Gebhard, Landschaftsarchitektin/München
Amandus Sattler, Architekt/München
Prof. Ulf Hestermann, Architekt/Erfurt
Tom Unverzagt, Kommunikationsdesigner/Leipzig

Sachpreisrichter
Jürgen Abs, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur/Bonn
Dr. Marta Doehler-Behzadi, IBA Thüringen/Weimar
Ralf Hauboldt, Bürgermeister Stadt Sömmerda
Lutz Irmer, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft/Erfurt

Stellvertretende Fachpreisrichter
Katy Müller, Kommunikationsdesignerin/Leipzig
Michael Rommel, Architekt/Erfurt
Wolfram Stock, Landschaftsarchitekt/Jena

Stellvertretende Sachpreisrichter
Bernhard Heitele, IBA Thüringen/Weimar
NN, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur/Bonn
Otto Rosenstiehl, Stadt Sömmerda
Bernd Rothe, DEGES/Berlin

Sachverständige
Uwe Kettnaker, Thüringer Lnadesverwaltungsamt, Obere Naturschutzbehörde/Weimar
Dr. Mario Küßner, Thüringer Landesamt für denkmalpflege und Archäologie/Weimar

Vorprüfung
PAD .Baum .Freytag .Leesch Architekten & Stadtplaner BDA
unter Mitwirkung von
PSL Landschaftsarchitekten .Ziegenrücker .Kerl

Interdisziplinärer Planungswettbewerb für Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹
10. November 2014

Interdisziplinärer Planungswettbewerb für Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel
A71
99610
Deutschland
Träger
Kooperationspartner
  • ​IBA Thüringen
Planungsbeteiligte
Ansprechpartnerin

Ulrike Rothe
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-13
ulrike.rothe@iba-thueringen.de

Artikel
Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhüge‹ erhält Anerkennungspreis der Architektenkammer Thüringen 2022
09. Juni 2022

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Feierliche Gesamtinbetriebnahme der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel
07. Oktober 2021

Feierliche Gesamtinbetriebnahme der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel

Von links: Ludger Sehr (Bereichsleiter bei der DEGES), Andreas Trenkel (Autobahn GmbH des Bundes), Jens-Peter Müller (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), Dr. Marta Doehler-Behzadi (IBA Thüringen), Ingo Mlejnek (Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft), Matthias Volpp (Shell Deutschland GmbH), Harald Henning (Landkreis Sömmerda). Foto: DEGES

Jens-Peter Müller, Technischer Regierungsdirektor im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Diese innovative Rastanlage, die eine Versorgungslücke auf der A 71 schließt, ist auf einzigartige Weise in die Umgebung eingebunden. Als Tor zur Kulturgeschichte der Region vermittelt sie den Nutzerinnen und Nutzern Einblicke in die Geschichte der Region und leistet zugleich mit einer modernen Architektur sowie nachhaltigen Schnellladeinfrastruktur einen Beitrag für qualitativ hochwertiges Bauen und für die Mobilitätswende.“
 
Andreas Trenkel, Leiter der Außenstelle Erfurt der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH des Bundes: „Mit den 78 Stellflächen für Lkw und 135 für Pkw auf der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel hat sich das Angebot entlang der Thüringer Autobahnen weiter verbessert. Moderne und nutzerfreundliche Mobilität funktioniert nur mit attraktiven Ruhe- und Versorgungsmöglichkeiten. Das wird in den kommenden Jahren weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt sein.“
 
Ingo Mlejnek, Leiter des Referates Straßenbau, Straßenrecht und Radverkehr im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft:„Die Rastanlage sollte von Beginn an in die bedeutsame Geschichte der Region eingebettet werden. Deshalb hat der Freistaat Thüringen als Förderer des IBA-Projektes gerne die Mehrkosten für die Gestaltung der Außenanlagen übernommen. Das Ergebnis ist eine gelungene Ausstellung über das Leubinger Fürstengrab, Autobahnbau und Archäologie. Sie lässt die Reisenden innehalten und für einen kurzen Moment Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen.“
 
Ludger Sehr, Bereichsleiter bei der DEGES: „Wir freuen uns, diese außergewöhnliche Anlage nun in Gänze an die Nutzerinnen und Nutzer übergeben zu können. Die Verbindung von geschichtlicher Bedeutung, zeitgenössischer Baukultur und modernem Dienstleistungsstandort ist ein Alleinstellungsmerkmal für eine Autobahnraststätte und wird von den Gästen anerkennend wahrgenommen.“
 
Matthias Volpp, National Sales Manager Deutschland, Shell Deutschland GmbH: „Die Rastanlage am Leubinger Fürstenhügel gehört mit ihrer besonderen Architektur ohne Zweifel zu den schönsten Tankanlagen in Deutschland. Die gesamte Anlage lädt zum Verweilen und Bestaunen ein. Mit dieser besonderen Raststätte zwischen dem Autobahnkreuz Erfurt und dem Dreieck Südharz bieten wir allen Kunden einen außergewöhnlichen Ort, damit Rasten ein besonderes Erlebnis wird und an dieser bedeutenden geschichtlichen Stätte der Bronzezeit in guter Erinnerung bleibt.“
 
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der Internationalen Bauausstellung Thüringen: „Tankstellen und Rastanlagen haben oft nicht mehr als das notwendige Minimum an Funktion und Gestaltung zu bieten. Das ist hier anders: ein anspruchsvolles Bauwerk, hervorragende Raumgestaltungen und eine ganz einmalige Einbindung in die Landschaft. Der Bezug zum archäologischen Erbe wird auf allen Ebenen aufgegriffen. Der StadtLand-Knoten der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel zeigt, wie man Baukultur und Mobilität verbinden kann.“
 
Über das Projekt
 
Mit der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel an der A 71 im Landkreis Sömmerda wird die Versorgung der Verkehrsteilnehmer auf dem Autobahnabschnitt zwischen Mitteldeutschland und Nordbayern deutlich verbessert. Die Anlage befindet sich in Fahrtrichtung Sangerhausen östlich der Autobahn. Über ein Überführungsbauwerk ist die Rastanlage auch für Verkehrsteilnehmer in Fahrtrichtung Erfurt erreichbar.
 
Die Tank- und Rastanlage, die nach dem benachbarten bronzezeitlichen Hügelgrab benannt ist, ist über einen Fußweg zum Fürstenhügel an das regionale Wegenetz angeschlossen. Eine Ausstellung innerhalb der Tank- und Rastanlage vermittelt zudem Informationen zum Fürstenhügel und zur archäologischen Bedeutung der Region.
 
Im Vorfeld der Bauarbeiten wurde 2014 – bundesweit erstmals für eine Autobahnrastanlage – ein interdisziplinärer Planungswettbewerb für Hochbauarchitektur, Landschaftsarchitektur und Kommunikationsdesign in Kooperation mit der IBA Thüringen ausgelobt. Drei Entwürfe wurden 2015 mit Preisen ausgezeichnet. Unter ihnen ragt der Entwurf des 1. Preisträgers – MONO Architekten, Berlin, Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin, und MUS Studio (ehemals DAS MOMENT Kommunikationsdesign), Berlin – mit einer von der bronzezeitlichen Häuserform der Region inspirierten, zugleich funktional-modernen Hochbauarchitektur heraus. Seine Ausführung durch den privaten Konzessionsnehmer war Bestandteil der Konzessionsausschreibung durch die DEGES, ebenso die Umsetzung des Kommunikationsdesigns mit einer klaren Farb- und Formensprache und einer thematischen Prägung durch Fürstengrab, Archäologie und Autobahnbau.

Rückblick ›Tag der Architektur‹ 2021
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Im Rahmen des Festaktes wurde zugleich die aus dem Wettbewerb hervorgegangene Ausstellung in der Landesvertretung des Freistaats Thüringen beim Bund eröffnet.

Im Anschluss an die Preisverleihung geht die Wanderausstellung mit den Beiträgen aller Wettbewerbsteilnehmer auf Tournee: Bis zum 2. Juli 2015 ist sie im 1. Obergeschoss der Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund, Mohrenstraße 64, in Berlin zu sehen. Danach geht es weiter zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Bonn sowie nach Sömmerda, Erfurt und Weimar. Ein genauer Plan wird noch bekannt gegeben.

Programm der Eröffnung

Projektleitung: Britta Sauter (DEGES), Ulrike Rothe (IBA Thüringen)

Wettbewerb um Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹ entschieden
06. Mai 2015

Wettbewerb um Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹ entschieden

Preisgerichter, Sachverständige und Vorprüfung
Fachpreisrichter
Prof. Undine Giseke, Landschaftsarchitektin/Berlin
Andrea Gebhard, Landschaftsarchitektin/München
Amandus Sattler, Architekt/München
Prof. Ulf Hestermann, Architekt/Erfurt
Tom Unverzagt, Kommunikationsdesigner/Leipzig

Sachpreisrichter
Jürgen Abs, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur/Bonn
Dr. Marta Doehler-Behzadi, IBA Thüringen/Weimar
Ralf Hauboldt, Bürgermeister Stadt Sömmerda
Lutz Irmer, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft/Erfurt

Stellvertretende Fachpreisrichter
Katy Müller, Kommunikationsdesignerin/Leipzig
Michael Rommel, Architekt/Erfurt
Wolfram Stock, Landschaftsarchitekt/Jena

Stellvertretende Sachpreisrichter
Bernhard Heitele, IBA Thüringen/Weimar
NN, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur/Bonn
Otto Rosenstiehl, Stadt Sömmerda
Bernd Rothe, DEGES/Berlin

Sachverständige
Uwe Kettnaker, Thüringer Lnadesverwaltungsamt, Obere Naturschutzbehörde/Weimar
Dr. Mario Küßner, Thüringer Landesamt für denkmalpflege und Archäologie/Weimar

Vorprüfung
PAD .Baum .Freytag .Leesch Architekten & Stadtplaner BDA
unter Mitwirkung von
PSL Landschaftsarchitekten .Ziegenrücker .Kerl

Interdisziplinärer Planungswettbewerb für Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹
10. November 2014

Interdisziplinärer Planungswettbewerb für Tank- und Rastanlage ›Leubinger Fürstenhügel‹

Zwischen Vergangenheit und Zukunft durch den Landkreis Sömmerda
12. Juni 2014

Zwischen Vergangenheit und Zukunft durch den Landkreis Sömmerda

Das Team reiste anschließend direkt weiter in die ‚Steinzeit’ – über die sich Besucher künftig im Bilzingslebener Steinzeitgarten informieren können. „Wenn Bilzingsleben eine archäologische Fundstätte von Weltrang ist, sollte auch deren Vermittlung und Architektur diesem Anspruch entsprechen“, formulierte Dr. Doehler-Behzadi ihre Erwartungen an den Ort.

Bei Grabungen wurden hier Reste von Siedlungen von ca. 300.000 v.Chr. entdeckt. Die große Herausforderung besteht darin, den Fundort und dessen Geschichte touristisch, architektonisch und pädagogisch seiner archäologischen Bedeutung entsprechend darzustellen. Inwiefern dieser Anspruch sich bereits konzeptionell widerspiegelt, darüber informierten Herr Brühl vom Landratsamt Sömmerda sowie Prof. Dr. Harald Kunze.

Den Schlusspunkt dieser IBA on tour setzte das Projekt ‚Kulturforum Bilzingsleben’. Im Kern ging es um die Herausforderungen des Transformationsprozesses und neue Strategien für die Nutzung von etwa 2.300 Kirchenbauten in Thüringen, für die das Kulturforum ein Beispiel werden möchte. Die anwesenden Vertreter der Evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) und der Kommune erläuterten, welche Problematik aber auch Chance im Weiter-, Neu- und Umnutzen dieser Sakralbauten in Zeiten des demografischen Wandels liegt.

Am Abend schloss sich eine Diskussionsrunde mit kommunalen Vertretern und rund 50 Besuchern in Sömmerda an. Landrat Harald Hennig betonte abschließend: „Gute Ideen und Projekte dürfen an Gemeinde- oder Landkreisgrenzen nicht halt machen.“

Ein Einschätzung, die die IBA Thüringen voll und ganz teilt.

Kalender
Rückblick
21. Januar 2022 - 09:00 bis 11:30

IBA Partnernetzwerktreffen

Am 21. Januar 2022 lädt die IBA Thüringen zum IBA Partnernetzwerktreffen bei der fertiggestellten Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel an der BAB A71 bei Sömmerda ein.

Der Countdown zum IBA Finale 2023 läuft: Nach über zehn Jahren intensiver Arbeit bereitet die IBA sich auf ihre Abschlusspräsentation vor. Zum Netzwerktreffen stellt sie ihren Partner:innen die aktuellen Pläne für 2023 vor, präsentiert welche Aktivitäten rund um die IBA Projekte angeboten werden und erörtert gemeinsam mit den Teilnehmer:innen potentielle Unterstützungsmöglichkeiten des StadtLand-Themas.

Anschließend wird die Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel vorgestellt. Das IBA Projekt, benannt nach dem benachbarten bronzezeitlichen Hügelgrab, ist über einen Fußweg zum Fürstenhügel an das regionale Wegenetz angeschlossen. Eine Ausstellung innerhalb der Tank- und Rastanlage informiert über den Fürstenhügel und die archäologische Bedeutung der Region. Damit ist das Projekt ein moderner Infrastrukturort und eine multidimensionale Landschaft gleichermaßen. Und damit nur eines der IBA-Highlights 2023.

Auf Grundlage der aktuellen Thüringer Verordnung planen wir das Treffen als 2G-Veranstaltung. Angesichts des stark angespannten Infektionsgeschehens werden wir die Entwicklungen bis zur Veranstaltung genau beobachten. Sofern die pandemische Lage ein persönliches Treffen nicht zulässt, werden wir das Treffen digital stattfinden lassen. Über etwaige Änderungen wird rechtzeitig informiert. Angesichts dieser Situation wird dringend eine Teilnahmebestätigung bis zum 10. Januar 2022 erbeten.

Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel
A71
99610 Sömmerda
Deutschland
DE
Rückblick
26. Juni 2021 bis 27. Juni 2021

Tag der Architektur

Am 26. und 27. Juni 2021 findet zum 27. Mal der ›Tag der Architektur‹ statt. Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Architektur gestaltet Zukunft“ präsentieren die Architektinnen und Architekten diesmal 72 Objekte in 32 Städten und Gemeinden Thüringens. Auch viele IBA Vorhaben sind voraussichtlich in diesem Jahr zum Tag der Architektur für Besichtigungen geöffnet:


Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel 

Der Leubinger Fürstenhügel ist der größte noch weitgehend erhaltene frühbronzezeitliche Grabhügel Mitteleuropas und damit eines der bedeutendsten Bodendenkmale Thüringens. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft direkt an der Autobahn A 71 entsteht als Projekt der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA) eine zukunftweisende Tank- und Rastanlage. Im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs wurden interdisziplinäre Planungskonzepte für die Architektur, die Landschaftsarchitektur und das Kommunikationsdesign der Gesamtanlage entwickelt. Die europaweite Auslobung des Wettbewerbs war ein modellhaftes Verfahren zur Qualifizierung von Verkehrsinfrastrukturprojekten. Der Bau der Tank- und Rastanlage begann im Oktober 2018. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte am 30. März 2021.

Samstag, 26.06.2021 
geöffnet von 10.00 bis 18.00 Uhr
Führungen: 11.00 Uhr, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Ausstellungsgang

Sonntag, 27.06.2021
geöffnet von 10.00 bis 18.00 Uhr,
Führungen: 11.00 Uhr
Treffpunkt: Ausstellungsgang


Schloss Schwarzburg

Dynastie – Dystopie – Denkort: Mit schweren Schäden haben die Nationalsozialisten nach einem geplanten Umbau zum Reichsgästehaus das Schloss Schwarzburg als Ruine hinterlassen. Seit 2019 erfolgte im Rahmen der IBA Thüringen ein Teilausbau des Schloss-Hauptgebäudes, um es nach Jahrzehnten erstmals wieder nutzbar und zugänglich zu machen. Unter dem Titel ›Denkort der Demokratie‹ wird die Nutzung als kultureller Knotenpunkt angestrebt. 

Sonntag, 27.06.2021 
geöffnet von 13.00 bis 15.00 Uhr
Führungen: 13.00 Uhr, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Eingang
Zugang nicht barrierefrei!


Open Factory im Eiermannbau Apolda

Zum Tag der Architektur möchte wir Ihnen das Freiflächenkonzept und die aktuelle Planung für den weiteren Ausbau des Eiermannbaus Apolda zur Open Factory vorstellen. 
Besuchen Sie uns vor Ort, nehmen Sie an einer der Führungen teil oder beteiligen Sie sich am öffentlichen Gespräch über die geplante Entwicklung der Freifläche. 
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Apolda!

Sonntag, 27. Juni 2021
geöffnet von 11.00 bis 17.00 Uhr

Programm:
Führungen: 11.00 Uhr, 16.00 Uhr

14:00 Uhr: Öffentliches Gespräch zum Entwicklungskonzept der Freifläche am Eiermannbau Apolda: ›Aus viel mach Mehr‹ - Biodiversität erhöhen und Landschaft reproduktiv nutzen. Die Diskussionsrunde mit Produzenten, Experten und der IBA Thüringen lädt Interessierte zum offenen Austausch ein.


Alle teilnehmenden Projekte und Hintergrundinformationen zum ›Tag der Architektur‹ finden Sie auf der Website der Architektenkammer Thüringen.

Rückblick
16. März 2021 - 14:30

IBA Jahrespressekonferenz

Gemeinsam mit ihrem Fachbeirat und in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat hat die IBA Thüringen die Vorbereitungen für die Abschlusspräsentation im Jahr 2023 aufgenommen. Bevor wir mit Ihnen einen Blick in die Zukunft wagen, möchten wir die Schwerpunkte 2021 vorstellen. Dazu zählen:

Fertigstellung des Emporen- und Ahnensaals beim Denkort der Demokratie auf Schloss Schwarzburg und Eröffnung der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel;
Baustellenstart u.a. in Nordhausen Nord, bei der StadtLandSchule in Weimar und Ausbau des Eiermannbaus in Apolda;
Veranstaltungen wie der IBA Salon mit der Klassik Stiftung Weimar oder der Tag der Sommerfrische im Schwarzatal.

Über diese und weitere Projekte und Entwicklungen berichten wir bei der  Jahrespressekonferenz, zu der wir Sie herzlich einladen:

IBA Jahrespressekonferenz 2021
Dienstag, 16. März 2021
14.30 Uhr
Online

Ihre Gesprächspartnerinnen und -partner sind
• Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen

und die IBA Projektleiterinnen und -leiter
• Kerstin Faber
• Katja Fischer
• Tobias Haag
• Ulrike Rothe
• Dr. Bertram Schiffers.

Pressevertreterinnen und Pressevertreter, die teilnhemen möchten, melden sich bitte bis zum 15. März 2021, 11 Uhr unter presse@iba-thueringen.de für die Jahrespressekonferenz an, wenn möglich bereits unter Angabe der gewünschten Gesprächspartnerinnen und -partner.

 

Interne Fachtour Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel

Im zweiten Halbjahr 2020 ist die Fertigstellung des IBA Projekts Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel geplant. Vorab finden interne Fachtouren für die Presse, Fachwelt und Projektbeteiligte über die Baustelle samt ihren Außenanlagen und dem Fürstenhügel statt.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund des Coronoavirus SARS-COV-2 die Teilnehmerzahl grundsätzlich beschränkt werden muss.

Interne Fachtour Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel

Im zweiten Halbjahr 2020 ist die Fertigstellung des IBA Projekts Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel geplant. Vorab finden interne Fachtouren für die Presse, Fachwelt und Projektbeteiligte über die Baustelle samt ihren Außenanlagen und dem Fürstenhügel statt.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund des Coronoavirus SARS-COV-2 die Teilnehmerzahl grundsätzlich beschränkt werden muss.

Interne Fachtour Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel

Im zweiten Halbjahr 2020 ist die Fertigstellung des IBA Projekts Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel geplant. Vorab finden interne Fachtouren für die Presse, Fachwelt und Projektbeteiligte über die Baustelle samt ihren Außenanlagen und dem Fürstenhügel statt.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund des Coronoavirus SARS-COV-2 die Teilnehmerzahl grundsätzlich beschränkt werden muss.

Rückblick
17. Juni 2015 bis 27. November 2015

Präsentation zum Planungswettbewerb
Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’

Für die Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’ an der A 71 gab es in diesem Jahr einen Planungswettbewerb, den die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH im Auftrag des Freistaates Thüringen und in enger Kooperation mit der IBA Thüringen auslobte.
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Wanderausstellung an folgenden Stationen gezeigt.

17. Juni bis 2. Juli
in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund in Berlin

7. Juli bis 6. August
im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 2. OG | Robert-Schuman-Platz 1 | 53175 Bonn

10. bis 31. August
in der Fußgängerzone und Marktpassage Sömmerda | Marktstraße 23 | 99610 Sömmerda
Ausstellungseröffnung: 10. August um 14.00 Uhr
Öffnunfszeiten: Montag bis Freitag 10.00 bis 16.00 Uhr

2. bis 27. September
im Thüringer Landtag | Jürgen-Fuchs-Straße 1 | 99096 Erfurt 
Ausstellungseröffnung: 2. September um 13.00 Uhr
Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr (außer an Plenartagen), am Wochenende nach telefonischer Vereinbarung (0361 37 72005)

15. Oktober bis 27. November
im Thüringer Landesverwaltungsamt | Haus 2 | Weimarplatz 4 | 99423 Weimar

Zum Projekt

Preisverleihung Tank- und Rastanlage

Preisverleihung für die Gewinner des europaweiten interdisziplinären Wettbewerbs für die Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’ an der A 71.

Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
Mohrenstraße 64
10117 Berlin
Deutschland
DE

Entscheidung im Wettbewerb um Tank- und Rastanlage

Die Jury gibt ihre Entscheidung zum Wettbewerb um das IBA Kooperationsprojekt ‚Tank- und Rastanlage 'Leubinger Fürstenhügel'’ bekannt.

Zum Bericht

Service

2021: Übersicht der Pressemitteilungen

2021
Übersicht der Pressemitteilungen

16. März 2021

Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel wird eröffnet 
Zahlreiche IBA Projekte vor Baustellenstart

12. September 2021

IBA Projektfamilie ›500 Kirchen – 500 Ideen‹ gewinnt Medaille für Baukultur

11. Oktober 2021

IBA Kandidat ›Gesundheitskioske Region Seltenrain‹ erhält Projektstatus


Apolda, 16. März 2021

Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel wird eröffnet 

Zahlreiche IBA Projekte vor Baustellenstart

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen geht in ihre letzte Etappe und bis zum IBA Finale 2023 gibt es noch einiges zu tun. In Apolda, Nordhausen, am Rennsteig, in Saalfeld, im Schwarzatal, am Thüringer Meer, in Weimar und an anderen StadtLand-Standorten der IBA schreiten die Projekte voran.

Anfang März hat der Fachbeirat der IBA Thüringen für fünf Vorhaben den Projektstatus empfohlen, dazu zählen das Wohnhaus für Studierende ›Das 100‹ in Weimar, das Soziokulturelle Zentrum in der Martinskirche in Apolda, die Quartiersentwicklung in Nordhausen Nord, die ›Wasserfrische‹ für die Region Schwarzatal und die gemeinschaftliche Entwicklung des leerstehenden Bürogebäudes als ›Wir Labor‹ in Erfurt. Damit stehen auch für diese IBA Projekte nach der Konzeptphase die nächsten Schritte bis zur Umsetzung an.

An der Bundesautobahn A 71 wird am 30. März die zukunftsweisende Infrastrukturmaßnahme Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel in Betrieb genommen, das große Infrastrukturprojekt der IBA Thüringen in Kooperation mit der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH und Shell Deutschland Oil GmbH. Auch der Emporen- und Ahnensaal auf Schloss Schwarzburg, ein zukünftiger Denkort der Demokratie, wird am 1. Mai nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen durch die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten präsentiert.

Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen: »Die IBA will bis 2023 ein starkes Bekenntnis zum StadtLand Thüringen formulieren. Damit dies keine Theorie bleibt, unterstützen wir unsere Projektpartner überall im Freistaat mit aller Kraft bei der Umsetzung ihrer Vorhaben. Mittlerweile konnten wir gemeinsam mit unserem Netzwerk auch wichtige Initiativen auf den Weg bringen, dazu zählen beispielsweise die LeerGut-Agenten oder das Sondervermögen StadtLand Thüringen. Solche Strukturen sollen auch nach Abschluss der IBA die nachhaltige Verankerung der Modellprojekte sichern.«

Vorbereitungen für das IBA Finale 2023 beginnen

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Aufsichtsratsvorsitzender der IBA GmbH und Thüringer Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft: »Die IBA Thüringen und ihre Impulse sind relevanter denn je. Sie erfüllen unsere Ansprüche, die etablierte Städtebau- und Landschaftsentwicklung zu hinterfragen, neuzudenken und anzupassen. Gerade mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen für die kleinteilige Siedlungsstruktur Thüringens durch Klimawandel, Digitalisierung, aber auch die Bewältigung der Corona-Pandemie eröffnen sich in unseren ländlich geprägten Räumen auch Chancen, die wir bereits wahrnehmen oder noch ergreifen wollen. Davon zeugen unter anderem die StadtLand Projekte. Die IBA Thüringen endet am 31. Dezember 2023. Wie wir ihre Impulse auch darüber hinaus weitertragen, dazu sind die IBA und das Infrastrukturministerium bereits jetzt in engem Austausch.«

Anlage zur IBA Jahrespressekonferenz 2021


12. September 2021

IBA Projektfamilie ›500 Kirchen – 500 Ideen‹ gewinnt Medaille für Baukultur

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) lobte Anfang des Jahres erstmals den Thüringer Staatspreis für Baukultur aus. Von insgesamt 75 Einreichungen im Wettbewerb hat eine Fachjury 17 Projekte für die engere Wahl nominiert. Mit dabei waren auch vier mit der IBA Thüringen verbundene Projekte: ›500 Kirchen – 500 Ideen‹, ›Ein Tor ins Schwarzatal – Bahnhof Rottenbach‹, ›Initiative Zukunftswerkstatt Schwarzatal‹ und das ›Timber Prototype House‹.

Der Staatspreis für Baukultur sowie Sonderpreise und Medaillen wurden am Freitag, den 10. September 2021 in einer festlichen Preisverleihung im Bücherkubus (Studienzentrum der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek) in Weimar feierlich durch Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff vergeben. Das IBA Projekt ›500 Kirchen – 500 Ideen‹ erhielt eine Medaille in der Kategorie ›Initiativen/Institutionen/Personen‹ und wurde stellvertretend für das ganze Projektteam von Ulrike Rothe (IBA Thüringen) und Marcus Schmidt (EKM) entgegengenommen. Ulrike Rothe, Projektleiterin der IBA Thüringen: »Wir freuen uns riesig für alle unsere EKM/IBA Modellkirchen im Rahmen des Gesamtvorhabens STADTLAND:Kirche Thüringen. Die Medaille für Baukultur gibt Kraft für die nächste Etappe bis zum Abschlussjahr der IBA Thüringen 2023.«

2016 riefen die Evangelische Kirchengemeinde in Mitteldeutschland (EKM) und die IBA Thüringen auf, Ideen für zukunftsfähige Nutzungen von evangelischen Kirchen in Thüringen einzureichen. Von den rund 2.000 Kirchen in Thüringen steht rund ein Viertel leer oder werden kaum genutzt. So kamen in dem offenen Ideenwettbewerb ›StadtLand:Kirche‹ 500 Ideen für 500 dieser Kirchen zusammen. 2017 wurden sie in der Erfurter Kaufmannskirche ausgestellt. Folgende Modellprojekte wählte eine Jury anschließend aus dem Aufruf zur Umsetzung im Rahmen der EKM und IBA aus: Die soziokulturelle Zentrumskirche in der Martinskirche Apolda wird gesellschaftlicher Treffpunkt, die Her(R)bergskirche in Neustadt am Rennsteig wird über eine digitale Plattform erfolgreich vermietet. Die St. Annen-Kapelle in Krobitz wurde 2017 mit einer gasbetriebenen Flammenorgel von Künstler Carsten Nicolai zur Kunstkapelle, 2.600 Besucherinnen und Besucher bestaunten das Projekt seitdem. Die Bienen-Garten-Kirche St. Peter und Paul in Roldisleben, ein meditativer Spielplatz in der Kirche St. Nicolai in Niedergebra und die Netzwerkkirche St. Johannis (digital und sozial) in Ellrich sind ebenfalls im Qualifizierungsprozess. 2023, im Finaljahr der IBA Thüringen, werden die Modellprojekte Teil der Abschlusspräsentation der IBA Ausstellung sein.


11. Oktober 2021

IBA Kandidat ›Gesundheitskioske Region Seltenrain‹ erhält Projektstatus

Der IBA Fachbeirat hat in seiner letzten Sitzung am 02. und 03. September empfohlen, den Gesundheitskiosken in der Region Seltenrain den Status eines IBA Projektes zu verleihen. Damit würdigt er die innovative Projektidee für die Verbesserung der Daseinsvorsorge auf dem Land.

Der Fachbeirat hat sich auf einer Rundfahrt in der Region Seltenrain über die Entwicklungen vor Ort informiert. Dabei lernte er die vielfältigen Projekte der Stiftung Landleben und des Vereins Landengel e.V. kennen und besichtigte die vier geplanten Standorte der Gesundheitskioske in Blankenburg, Bruchstedt, Kirchheilingen und Urleben.

Die ortsübergreifende Plattform Landengel e.V. baut mit zahlreichen Partnern ein Gesundheits-, Pflege- und Versorgungsnetzwerk in der Region Seltenrain auf. Ziel des Vereins ist es, im Zuge des demografischen Wandels nicht nur Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, sondern soziale Isolation zu vermeiden und die Pflege, Altenhilfe und das Wohlfahrtswesen in ländlichen Regionen zu ermöglichen. Die Region Seltenrain wird damit zum Modellfall für die Vorsorge auf dem Land und zeigt, dass in Zeiten des demografischen Wandels gute Angebote für mehr Lebensqualität auch abseits der Stadt mit der Hilfe engagierter Akteure möglich sind.

Im Juni 2021 ist das Projekt in einer neuen Phase angekommen. Mit Mitteln zur Förderung von Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen des TMIL arbeitet der Verein Landengel e.V. an der architektonischen Umsetzung des neuen Versorgungsnetzwerks. Pasel-K-Architects entwickelten dafür das Konzept, das sich in vier Gemeinden räumlich und gestalterisch an den Bushaltestellen verortet. Die maximal 25 qm großen Kioske dienen als Beratungsraum inklusive Sanitäranlagen und Wartebereich für den Bus. Gestalterisch als ›Familie‹ gedacht, wird die Bauweise in Holz je Standort und Gemeinde individuell erfolgen, ein IBA Bauhüttenprozess geht der gemeinsamen Realisierung voraus. 

Der Fachbeirat würdigte das hohe kooperative Engagement von Stiftung Landleben und Verein Landengel e.V. im Sinne einer ganzheitlichen Versorgung der Bürger*innen in ihren Dörfern. Das nutzerorientierte, experimentelle Vorgehen folgt ganz den Grundsätzen der IBA zur Stärkung der ländlichen Räume.

2018: Übersicht der Pressemitteilungen

2018
Übersicht der Pressemitteilungen

8. November 2018
IBA Thüringen kooperiert bei Entwicklung ihres Initiativprojekts Open Factory im Eiermannbau Apolda mit LEG Thüringen und mit der Stadt Apolda

24. Oktober 2018
IBA Projekt ›Sch(l)afstall‹ fertiggestellt, Neue Mitte Gera und Neue Gartenstadt Erfurt erhalten Projektstatus, ›Region Seltenrain, Landengel‹ neuer IBA Kandidat

6. Oktober 2018
Preisverleihung: Innovative Ideen für XS Ferienhäuser am Thüringer Meer

27. September 2018
Baubeginn für Autobahnraststätte A 71 ›Leubinger Fürstenhügel‹ am 1. Oktober

29. August 2018
Auftakt für die Planung des Neubaus der Staatlichen Gemeinschaftsschule Am Hartwege in Weimar

27. Juni 2018
›Gut erwacht‹ in Dornburg – Universität Jena startet Wettbewerb

31. Mai 2018
Open Factory im Egon-Eiermann-Bau Apolda startet

10. Mai 2018
Städtebaulicher Realisierungswettbewerb zum Modellvorhaben in der Tallinner Straße entschieden

23. März 2018
IBA Thüringen entwickelt Eiermannbau in Apolda zur Open Factory und sucht Mitmacher!

21. März 2018
Modellprojekt Thüringer Ferienhäuser geht in die nächste Phase


Apolda, 8. November 2018

IBA Thüringen kooperiert bei Entwicklung ihres Initiativprojekts Open Factory im Eiermannbau Apolda mit LEG Thüringen und mit der Stadt Apolda
Erfolgreiche Projektentwicklung braucht starke Partner. Um das Initiativprojekt ‚Open Factory’ der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen gemeinsam weiter voranzubringen, hat die IBA zwei Kooperationen besiegelt, eine mit der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen und eine mit der Stadt Apolda. Entsprechend unterzeichneten jetzt Andreas Krey und Sabine Wosche, Geschäftsführung der LEG, sowie Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand jeweils einen Kooperationsvertrag mit IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi. Die Verträge sehen unter anderem vor, dass die LEG und die Stadt Apolda die IBA Thüringen bei der Mieterakquisition und Vermarktung der Open Factory unterstützen. Dafür wird die IBA Thüringen bei Bedarf ihr Know-how bei der Entwicklung im städtebaulichen Umfeld – zwischen Bahnhof/Wasserturm, Nori und RST – einbringen. Mit den Verträgen bündeln die Partner ihre Kompetenzen für die Region.

„Als Eigentümer des Eiermannbaus haben wir den Eiermannbau bis Ende 2023 an die IBA vermietet“, erläutern Andreas Krey und Sabine Wosche. „Wir freuen uns, mit der IBA einen Partner gefunden zu haben, der das Industriedenkmal kreativ mit Leben erfüllt. Ideenreichtum und Gestaltungskraft gedeihen vor allem auf der Grundlage einer lebendigen Zusammenarbeit aller Beteiligten!“

Die Open Factory wird auch für die Stadt Apolda zu einem wichtigen Aushängeschild. Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand: „Der Eiermannbau ist seit den Dreißigerjahren eng mit der Geschichte Apoldas verwoben. Nach langem Leerstand sind wir froh, dass die IBA Thüringen diese Architekturikone wieder zu einem kreativen Produktionsort macht und zahlreiche Besucher nach Apolda lockt.“

Die IBA Thüringen ist im Mai selbst in den Eiermannbau gezogen. Seitdem durfte sie im Zuge mehrerer Veranstaltungen 1.400 Gäste im Eiermannbau begrüßen. IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi: „Das Interesse an diesem Ort ist groß und wir haben neben ersten Mietern auch mehrere Mietanfragen. Mit der Unterstützung unserer Partner LEG Thüringen und der Stadt Apolda werden wir diesen Ort und die Potenziale ländlicher Regionen noch bekannter machen.“

Hintergrund

Der Eiermannbau in Apolda ist das einzige Gebäude des Architekten Egon Eiermann in Thüringen. Der erste Bauteil, gebaut als Weberei vom Apoldaer Architekten Hermann Schneider, wurde in den Dreißigerjahren durch Egon Eiermann umgebaut und erweitert. Bis 1994 wurden Feuerlöschgeräte am Standort produziert. Im Dezember 2017 erwarb die LEG Thüringen die Liegenschaft. Im Mai 2018 ist die IBA Thüringen in das Gebäude gezogen und entwickelt es als ihr Initiativprojekt zur Open Factory - einer Adresse für Handwerk und Produktion ebenso wie Bildungs- und Vernetzungsangebote, Kunst und Kultur. 2019, im Zwischenpräsentationsjahr der IBA Thüringen und zum 100-jährigen Bauhausjubiläum, werden im Eiermannbau alle IBA Projekte und Kandidaten ausgestellt. 


Apolda, 24. Oktober 2018

IBA Projekt 'Sch(l)afstall' fertiggestellt
Neue Mitte Gera und Neue Gartenstadt Erfurt erhalten Projektstatus
'Region Seltenrain, Landengel' neuer IBA Kandidat

Schloss Bedheim, Sch(l)afstall
Drittes IBA Projekt fertiggestellt

Am 5. Oktober 2018 wurde in Bedheim mit finanzieller Unterstützung des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, Modellprojekte der Regionalentwicklung, und der IBA Thüringen das Projekt Sch(l)afstall fertiggestellt. Auf den Grundmauern eines früheren Schafstalls auf dem Schlossgelände bauten die Bewohner von Schloss Bedheim, Studierende und Bauwerkstätten zwei Jahre in einfachster Bauweise und mit regionalen Baustoffen. Entstanden ist ein zurückhaltend modernes Gebäude, das Wirtschaftsräume und Schlafplätze bietet. IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi: „Am dritten fertigen IBA Projekt zeigt sich, dass Selbstbauen auf dem Land sich in jeder Hinsicht lohnt. Der Sch(l)afstall ist eine gelungene Architektur, die nicht kreischend modern und dennoch auf den zweiten Blick fortschrittlich ist.“ Wer die bauliche Entwicklung des IBA Projekts nachvollziehen möchte, kann den Prozess bei der IBA-Serie ‚Einfach Bauen’ auf YouTube verfolgen: https://bit.ly/2CBuK5t.

Neue Mitte Gera und Neue Gartenstadt Erfurt
Zwei IBA Kandidaten erhalten Projektstatus

Ende September hat der IBA Fachbeirat empfohlen, die IBA Kandidaten Neue Mitte Gera und Neue Gartenstadt Erfurt zu IBA Projekten zu nominieren. Damit würdigt er ihren innovativen Charakter und den fortgeschrittenen Projektstand.

Die Stadt Gera und die Initiative Ja - für Gera e.V. sind Projektträger für Geras Neue Mitte. Den Rahmenplan zur schrittweisen Entwicklung, Bebauung und landschaftlichen Gestaltung der innerstädtischen Brache vor dem Kultur- und Kongresszentrum (KuK) hat ein Team um das Büro yellow z, Zürich/Berlin erarbeitet. Vorausgegangen waren der städtebauliche Ideenwettbewerb Europan 2015, die Ausstellungen 'KuK an' 1 und 2 mit großer Bürgerbeteiligung sowie Zwischennutzungen der Brache.

Die Kommunale Wohnungsgesellschaft (KoWo) Erfurt mbH plant an der Tallinner Straße im Erfurter Norden, unmittelbar am zukünftigen BUGA Gelände, eine Gartenstadt mit rund 100 Wohnungen. Die KoWo hatte bereits vor einigen Jahren die Frage gestellt, inwieweit serielles und modulares Bauen das bezahlbare Wohnen bei hoher gestalterischer Qualität ermöglichen kann. Nach umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten begann mit einem städtebaulichen Wettbewerb im Frühjahr die Planungsphase. Das modellhafte Verfahren soll auch die bundesweite Diskussion zum neuen seriellen Bauen anregen.

Neuer IBA Kandidat ‚Region Seltenrain, Landengel’
Gesundheitskiosk auf dem Land

Die IBA Thüringen hat auf Empfehlung des IBA Fachbeirats einen neuen Kandidaten aufgenommen, den Landengel e.V. Die ortsübergreifende Plattform mit zahlreichen Partnern baut ein Gesundheits-, Pflege- und Versorgungsnetzwerk in der Region Seltenrain auf. Ziel des Vereins ist es, im Zuge des demografischen Wandels nicht nur Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, sondern soziale Isolation zu vermeiden und die Pflege, Altenhilfe und das Wohlfahrtswesen in ländlichen Regionen zu ermöglichen. Der IBA Kandidat entwickelt mit zahlreichen Partnern ein zentrales Landambulatorium in Kirchheilingen mit wichtigen Dienstleistern unter einem Dach und mehreren dezentralen Gesundheitskiosken zur Versorgung in den umliegenden Gemeinden. Die Region Seltenrain wird damit zum Modellfall für Gesundheitsvorsorge auf dem Land.

Hintergrund

Bis 2023 entwickelt die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen mit ihren Partnern ressourcenbewusste Projekte mit gemeinwohlorientierten Werten in und für Thüringen: innovativ, experimentell, zum Nachahmen. StadtLand ist ihr Thema, es beschreibt die kleinteilige Siedlungsstruktur im Freistaat.

Die IBA Thüringen aktiviert Leerstände im Land – LeerGut umbauen. Sie unterstützt Raumunternehmer und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – SelbstLand aufbauen. Und sie realisiert experimentelle Neubauten und macht Baukultur zum Markenzeichen von Thüringen – ProvinzModerne neubauen.

Die IBA Thüringen vernetzt, berät und motiviert ihre Projektträger, unterstützt kooperative Prozesse und fördert exzellente Gestaltung. Ihr Ziel ist es, Thüringen als Ort des Fortschritts und experimentierfreudiges Zukunftslabor neu zu denken.


Erfurt, 6. Oktober 2018

TMIL-Medieninformation

Preisverleihung: Innovative Ideen für XS Ferienhäuser am Thüringer Meer

Ministerpräsident Bodo Ramelow nahm heute die Preisverleihung im Ideenwettbewerb für das Projekt „XS – Neue Ferienhäuser modellhaft bauen“ in Saalburg vor. „Auf die internationale Ausschreibung haben sich 37 Architekten sowie Stadt- und Landschaftsplaner aus halb Europa mit modellhaften Ideen für gute, kleine Häuser beworben, die in der Tourismusregion „Thüringer Meer“ für einen Urlaub, eine kreative Phase oder nur für eine Nacht ein besonderes Wohnen ermöglichen sollen“, sagte Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, heute bei der Auszeichnung der Wettbewerbsgewinner im Hotel Fürstenhöhe in Saalburg-Ebersdorf.

Gewonnen hat den Ideenwettbewerb das Architekturbüro Voigt aus Leipzig mit dem Entwurf eines Langhauses für ein Ferienhausgrundstück an der Bleilochstauseemauer, das die Idee ‚alles unter ein Dach zu bringen‘ verfolgt und auch Aspekte des ‚gemeinschaftlichen Wohnens‘ berücksichtigt.Ministerpräsident Bodo Ramelow zeichnete den Sieger des Wettbewerbs aus und stellte zu den eingereichten Arbeiten fest: „Architektur ist ein wichtiger touristischer Entscheidungsfaktor. Moderne Architektur und modernes Design in Einklang zu bringen mit besonderen landschaftlichen Orten wie hier am ‚Thüringer Meer‘ ist eine besondere Herausforderung. Die Teilnehmer an unserem Ideenwettbewerb haben hierzu überzeugende Antworten geliefert.“ Ramelow überreichte an die Verfasser aller prämierten Arbeiten eine Medaille in Form von Petrischalen, die symbolisch daran erinnern, dass (Bau-)Kulturen auch im kleinen Maßstab beginnen und genährt werden müssen.

„Ferienhäuser und Landschaft sind zwei Teile einer baukulturellen Gestaltungsaufgabe. Die Inszenierung dieser Einheit kann an den beiden Standorten des Ideenwettbewerbs für Besucher zum besonderen Erlebnis werden. Der Wettbewerb folgte dabei der Idee von der kleinen Dimension. Ein kleines, individuell entwickeltes Haus kann ein vorbildlicher Beitrag für neue Bauweisen und Wohnformen auf Zeit sein. XS ist für uns kein Maßstab, XS ist ein Programm“, erläuterte der Vorsitzende der Wettbewerbsjury und Präsident der Stiftung Baukultur Thüringen, Prof. Dr. Gerd Zimmermann. Die Geschäftsführerin der IBA Thüringen und Mitglied der Wettbewerbsjury, Marta Doehler-Behzadi, ergänzte: "Innovative Beiträge für eine gute Architektur und Landschaftsgestaltung können einen wichtigen Impuls für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in Thüringen liefern. In einem Umfeld globaler Superlative können kleine, sorgfältig gemachte Projekte einen interessanten Gegenpol öffnen."

Der Ideenwettbewerb XS 'Neue Ferienhäuser Modellhaft Bauen' ist mit einem Preisgeld von insgesamt € 23.500 ausgestattet. Davon erhält der 1. Preis € 7.500, der zweite und dritte Preis sind mit 5.000 und 3.000 Euro dotiert. Für Anerkennungen standen insgesamt € 8.000 zur Verfügung. Den Wettbewerb hatte das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft zusammen mit den Partnern, Internationale Bauausstellung Thüringen (IBA) und Stiftung Baukultur Thüringen, gemeinsam ausgeschrieben. Im Ergebnis des Modellprojekts sollen an den Ufern der Tourismusregion „Thüringer Meer“ Ferienhäuser mit innovativem Anspruch in Saalburg an der Bootswerft und Gräfenwarth an der Bleiloch-Stauseemauer entstehen, die als Beispiel für weitere Tourismusregionen Thüringens wirken.

Groß ist die Bandbreite der 37 eingereichten Arbeiten. Von der Ferienanlage in einem einzigen Haus bis zur Einsiedlerhütte auf Stelzen ist alles dabei. Der Ideenwettbewerb hat auch eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Thema Ferienwohnen am Wasser und Urlaub in Thüringen erfordert. Prämiert wurden folgende Beiträge:

1. Preis am Standort ‚Staumauer’
Architekturbüro Voigt Architekten Part GmbH, Elke Voigt und Florian Voigt, Leipzig

„Die Gesamtidee eines Langhauses verfolgt die Idee »alles unter ein Dach zu bringen« und berücksichtigt damit den Aspekt des durchaus auch gewollten »gemeinschaftlichen Wohnens«. Bei genauer Betrachtung fällt positiv auf, dass die Innenraumgestaltung sehr flexibel ist und sich somit den Bedürfnissen unterschiedlichster Zielgruppen anpassen kann.“ (aus der Jurybeurteilung)   

2. Preis am Standort ‚Werft’
Opposite Office, Bendikt Hartl, München

„XS wird wörtlich genommen! Bis zu vier auf minimales Außenmaß reduzierte Räume fügen sich als Module um einen Gemeinschaftsraum zu einem temporären Ferienhaus unter einem Dach zusammen. Diese Räume übernehmen dabei unterschiedliche Funktionen: Schlaf-, Sauna-, Kino-, Wohnbereich usw. und sind individuell zuschaltbar oder abstoßbar. Neben der ‚Andockbarkeit’ zu einer Hausstruktur können die Module auch als eigenständige Elemente auf dem Gelände verteilt werden.“ (aus der Jurybeurteilung)

3. Preis am Standort ‚Staumauer’
Amunt Martenson, Björn Martenson, Aachen, und Leonard Wertgen, Berlin

„Als Rückzugsort im Wald ist das vorhandene Grundstück entsprechend der landschaftlichen Zonierung in sinnvoller Weise angeordnet. Auf der westlichen Seite wird eine Campingwiese angeboten. Der östliche Bereich wird mit insgesamt 17 kleinen Gebäuden, die sich konsequent zum Stausee orientieren, bebaut. Die gewählte Stellung der Gebäude sorgt für eine hohe Transparenz in Richtung Thüringer Meer. Dabei bleibt die Natur der eigentliche Star. Der klassische Gebäudetypus des Satteldachhauses wird spielerisch interpretiert. Hier könnte man die einzelnen Häuser im Sinne ›Idee und Varianz‹ etwas stärker individualisieren. (aus der Jurybeurteilung)

Ferner erhielten 5 Büros für ihre eingereichten Arbeiten eine Anerkennung:

FAKT Office for Architecture, Sebastian Kern, Berlin
The Empire, Ludovico Centis, Verona, Italien
Lorenzen Mayer Architekten, Reinhard Mayer, Berlin
Kühne & Schultz-Granberg, Joachim Schultz-Granberg, Berlin
Katrin Krell und Christiane Löffler, Zürich, Schweiz

Weitere Partner des Wettbewerbs sind die beiden Städte Saalburg-Ebersdorf und Schleiz. Sie garantieren die planungsrechtliche Einbettung an den Ferienhaus-Standorten in Saalburg und Gräfenwarth. Die Kommunen und die Region sorgen zudem dafür, dass die Bauvorhaben in weiter greifende Konzepte (wie z.B. aus dem Regionalen Entwicklungskonzept) integriert sind. Interessierte Investoren stehen zur baldigen Realisierung der Wettbewerbsbeiträge bereit. Mit dem Bau von Prototypen soll 2019 begonnen werden.


Berlin/Erfurt, 27. September 2018

Pressemitteilung der DEGES

A 71: Tank- und Rastanlage „Leubinger Fürstenhügel“ (Sömmerda)
Baubeginn für Autobahnraststätte A 71 „Leubinger Fürstenhügel“ am 1. Oktober

Am Montag, 1. Oktober, beginnen die Bauarbeiten für die Errichtung der Tank- und Rastanlage „Leubinger Fürstenhügel“ an der A 71 bei Sömmerda. Die Shell Deutschland Oil GmbH wird die Anlage als Konzessionsnehmer errichten und mindestens 30 Jahre lang betreiben. Sie wird dabei den Siegerentwurf des interdisziplinären Planungswettbewerbs und die Empfehlungen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen umsetzen. 

Die Bauarbeiten zur Herstellung der Tank- und Rastanlage sowie der Außenanlagen werden voraussichtlich etwa ein Jahr dauern. Die Inbetriebnahme der Anlage ist dann im IBA-Projektschaujahr im September 2019 geplant.

Parallel zur den Arbeiten des Konzessionsnehmers Shell wird die DEGES 2019 die Landschaftsbaumaßnahmen auf den Freianlagen der Rastanlage außerhalb des Betriebsgrundstücks sowie auf den die Rastanlage umgebenden landschaftspflegerischen Flächen durchführen lassen. Dazu gehört auch die Herstellung des sogenannten Zeitreisewegs zum benachbarten bronzezeitlichen Fürstengrab. Eine Ausstellung innerhalb der Tank- und Rastanlage wird zudem Informationen zum Fürstenhügel und zur archäologischen Bedeutung der Region vermitteln.

„Mit Shell wurde ein Partner gefunden, der mit dieser Autobahnraststätte einen markanten, zukunftsweisenden Beitrag zur Mobilitätskultur leisten will. Die geplante Tank- und Rastanlage verbindet Dienstleistungen, Geschichte und moderne Architektur – das macht den Leubinger Fürstenhügel so besonders“, sagt Birgit Keller, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft des Freistaates Thüringen. 

Britta Sauter, Projektleiterin bei der DEGES, unterstreicht: „Mit dem Baubeginn absolvieren wir nun einen weiteren wichtigen Schritt zur Errichtung der Tank- und Rastanlage. Insbesondere sind wir sehr froh, dass der Siegerentwurf des Planungswettbewerbs realisiert werden kann.“

„Wir freuen uns sehr, mit der neuen Raststätte an der A 71 in der Wachstumsregion Erfurt eine wichtige Lücke in unserem Shell-Netz zu schließen“, betont Frank Warncke, Programm Manager Motorways and Truckports bei Shell.

„Gemeinsam mit allen beteiligten Projektpartnern und Planern, aber auch den Vertretern aus dem Landkreis und den Menschen vor Ort haben wir es geschafft, dass die Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel zu einem Schaufenster in die Region und zu einem IBA Schauplatz neuer Baukultur der Mobilität im StadtLand Thüringen wird", bekräftigt Ulrike Rothe, Projektleiterin der IBA Thüringen.

Hintergrund

Mit der Tank- und Rastanlage „Leubinger Fürstenhügel“ an der A 71 im Landkreis Sömmerda wird die Versorgung der Verkehrsteilnehmer auf der jetzt durchgehend fertiggestellten Autobahnverbindung zwischen Mitteldeutschland (Südharz, A 38) und Nordbayern (Schweinfurt, A 71, bzw. Coburg, A 73) deutlich verbessert.

Benannt nach dem benachbarten bronzezeitlichen Hügelgrab, wird die Tank- und Rastanlage nicht nur den Autobahnreisenden dienen: Sie wird über einen Fuß- und Radweg zum Fürstenhügel an das regionale Wegenetz angeschlossen und so zu einem Fenster in die an Kulturdenkmälern reiche Re­gion.

Um dies zu erreichen, wurde 2014 – bundesweit erstmals für eine Autobahnrastanlage – ein interdisziplinärer Planungswettbewerb für Hochbauarchitektur, Landschaftsarchitektur und Kommunikationsdesign ausgelobt. Drei hervorragende Entwürfe wurden 2015 mit Preisen ausgezeichnet. Unter ihnen ragt der Entwurf des 1. Preisträgers (MONO Architekten, Berlin, Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin, und DAS MOMENT Kommunikationsdesign, Wuppertal, Berlin) mit einer von der bronzezeitlichen Häuserform der Region inspirierten, zugleich funktional-modernen Hochbauarchitektur heraus. Seine Ausführung durch den privaten Konzessionsnehmer war Ziel der Konzes­sionsausschreibung durch die DEGES, ebenso die Umsetzung des Kommunikationsdesigns mit einer klaren Farb- und Formensprache und einer inhaltlich-thematischen Prägung durch Fürstengrab, Archäologie und Autobahnbau.


Bonn, 29. August 2018

Gemeinsame Pressemitteilung der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Stadt Weimar und IBA Thüringen

Auftakt für die Planung des Neubaus der Staatlichen Gemeinschaftsschule Am Hartwege in Weimar
Referenzprojekt für den Planungsbaukasten „Schulbau Open Source“ der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft

Die Weichen für den Schulneubau der Staatlichen Gemeinschaftsschule mit Jenaplanprofil in Weimar sind gestellt: Nachdem der Weimarer Stadtrat im Juni den Neubau des Schulteils Am Hartwege beschlossen hatte, unterzeichneten am 29. August 2018 Oberbürgermeister Peter Kleine und Dr. Olaf Köster-Ehling, Vorstand der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, in Anwesenheit der Schulleiterin Ilka Drewke sowie Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäfts- führerin der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen, die Kooperationsvereinbarung für das gemeinsame Projekt.

Während der Planung der Staatlichen Gemeinschaftsschule wird die erste Version eines Planungsbaukastens „Schulbau Open Source“ für Planerinnen, Planer und Schulträger entwi- ckelt, der im Verlauf durch weitere Neu- und Umbauprojekte fortgeschrieben werden soll. „Anhand eines konkreten Referenzprojektes wollen wir integriertes Planungs- und Prozesswis- sen im Schulbau bündeln und allen Akteurinnen und Akteuren zur Verfügung stellen“, betont Dr. Olaf Köster Ehling.

Oberbürgermeister Peter Kleine zeigt sich erfreut über die gute Zusammenarbeit in der Projektentwicklungsphase an der Staatlichen Gesamtschule und die einmalige Möglichkeit, die sich der Stadt Weimar in der Fortsetzung des Projektes und der inhaltlichen und finanziellen Unterstützung durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und die IBA Thüringen bietet: „Ich bin davon überzeugt, dass es den Partnern im Schulbauprojekt gelingt, innovative Lösungen zu entwickeln. Dies wäre nicht nur für den Schulstandort in Oberweimar ein großer Gewinn“, so Kleine.

Ilka Drewke, Schulleiterin der Staatlichen Gemeinschaftsschule mit Jenaplanprofil erklärt: „Ich bin begeistert, dass die Ergebnisse der intensiven Arbeit des letzten Jahres in weitere Planungsphasen einfließen und die Schule bei der Entstehung eines neuen Schulgebäudes beteiligt wird.“

Als IBA-Projekt „StadtLand-Schule“ soll das Schulmodell der Staatlichen Gemeinschaftsschule Weimar zudem ein zukunftsweisendes Referenzprojekt für den Freistaat und vergleichbare Regionen liefern. „Bildungsinfrastrukturen zu erneuern, gehört zu den anspruchsvollsten Bauaufgaben unserer Zeit. Die Stadtverwaltung Weimar hat zusammen mit der Jenaplanschule und mit Unterstützung der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft den einzig richtigen Weg beschritten: das Konzept mit den Kindern und Jugendlichen, den Eltern, den Lehrenden und der Verwaltung gemeinsam zu entwickeln. Das beispielhafte Vorgehen ist deshalb ein IBA-Vorhaben im besten Sinne. Ich freue mich, dass es nun an die Umsetzung der StadtLand-Schule geht“, so Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen.

Im Rahmen des Pilotprojekts „Inklusive Schulen planen und bauen“ hatte die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft die Stadt Weimar im Schulbauprojekt der Gemeinschaftsschule am Standort Am Hartwege inhaltlich und finanziell bei der Durchführung einer sogenannten „Phase Null“ unterstützt. In einem breiten Beteiligungsprozess mit Pädagogik, Architektur, Politik und Verwaltung wurde ein gemeinsames Raumprogramm entwickelt. Das Bauvorhaben wird nun im Übergang von der Phase Null über die Planung zum Bauprozess der Schule begleitet.

Hintergrundinformationen

Die Phase Null

Die Phase Null ist die entscheidende Phase zu Beginn des Planungsprozesses. In ihr werden alle wichtigen Weichen für den Planungs- und Bauprozess gestellt. Nur wenn alle am Schulbau beteiligten Gruppen – Pädagogik, Architektur, Politik und Verwaltung, unter Einbeziehung der Nutzerinnen und Nutzer – in dieser frühen Phase zusammenarbeiten, kann eine belastbare Grundlage für ein erfolgreiches Projekt entstehen.

Der Planungsbaukasten Schulbau Open Source

Schulbau ist aktuell eine der großen Herausforderungen für Kommunen in Deutschland. Neue pädagogische und organisatorische Anforderungen verlangen andere bauliche Lösungen als in der Vergangenheit. Gleichzeitig sind gute Bildung und eine entsprechende Bildungsinfrastruktur Schlüsselfaktoren erfolgreicher Städte und Regionen.

Das neu konzipierte Projekt der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft „Schulbau Open Source” bündelt integriertes Planungs- und Prozesswissen im Schulbau anhand einer Musterplanung eines möglichst idealen Referenzgebäudes und stellt dieses allen Akteurinnen und Akteuren zur Verfügung – mit dem Ziel, den komplexen Planungsanforderungen im Schulbau mit hoher Qualität gerecht zu werden. Das Produkt wird nicht als starre Kopiervorlage verstanden, sondern ist offen und flexibel in seiner Weiterentwicklung. Die anhand der Neubauplanung für die Gemeinschaftsschule entwickelte erste Version des Planungsbaukastens wird in den nächsten Jahren an weiteren Schulumbau- und Neubauprojekten fortgeschrieben.

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, die als unabhängige gemeinnützige Stiftung zur Gruppe der Montag Stiftungen in Bonn gehört, engagiert sich seit Ihrer Gründung 1998 für eine chancengerechte Alltagswelt, die Kindern und Jugendlichen bestmögliche Entwicklungs- und Bildungschancen eröffnet. Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sind die Programmbereiche Pädagogische Architektur, Bildung x.0 und Inklusion. Im Sinne des Leitmotivs „Veränderung durch Handeln” steht die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft für eine neue, zukunftsorientierte Schulbau- und Lernkultur, in der Pädagogik und Architektur Hand in Hand gehen.

Zahlreiche eigene Projekte, Fachbücher und Publikationen vereinen Erkenntnisse und Erfahrungen aus Forschung, Lehre und Praxis. Darüber hinaus ist die Stiftung seit vielen Jahren Kooperationspartnerin von Bildungseinrichtungen, Institutionen, Vereinen und Kommunen und gilt als wichtige Impulsgeberin in der aktuellen schul- und bildungspolitischen Diskussion. Zu den Veröffentlichungen gehören u.a. das Handbuch „Schulen planen und bauen 2.0” und die „Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten” in Deutschland. 


Jena, 27. Juni 2018

Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der IBA Thüringen

„Gut erwacht“ in Dornburg – Universität Jena startet Wettbewerb

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet Teile des Alten Gutes in Dornburg-Camburg zum Erwerb an. Das Ensemble befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den drei Dornburger Schlössern. Zielgruppe sind Unternehmen der Hotelbranche. Es können sich auch Bietergemeinschaften aus Investor, Architekt und Hotelier an diesem konzeptbasierten Grundstücksverkauf beteiligen. Das Projekt ‚Gut erwacht – Neue Gastronomie und Beherbergung in Dornburg’ wird heute vor Ort offiziell gestartet.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Stadt Dornburg-Camburg und die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten wollen auf diese Weise die nachhaltige Entwicklung des Tourismus- und Tagungsstandorts Dornburg vorantreiben. Der vorhandene Besucherstrom und der laufende Tagungsbetrieb sollen die Grundlage für eine private Investition bieten. Uni-Präsident Prof. Walter Rosenthal sagt: „Die Einbettung in das touristische Dreieck von Naumburg-Weimar-Jena und die gelebte Symbiose mit dem Wissenschafts- und Technologiestandort Jena sind Garant für eine prosperierende Zukunft dieser Kleinstadt.“

Seit 2014 arbeiten die Beteiligten gemeinsam an dem Projekt „Dornröschen erwache“, einem Kandidaten der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen. „Als IBA legen wir besonderes Augenmerk auf eine innovative Über- und Umsetzung des Konzepts.“, sagt Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen. Dornburg steht exemplarisch für ihr Thema StadtLand: „In Dornburg treffen die touristischen Potenziale einer ländlich-charmant geprägten Kleinstadt auf die wirtschaftlichen Potenziale der benachbarten Städte Jena und Weimar. Daher ist der Standort ein typisches Beispiel schlummernder StadtLand Chancen.“

Das Veräußerungsverfahren wird von einer Jury begleitet, die sich aus Vertretern der beteiligten Grundstückseigentümer, der Stadt Dornburg-Camburg und der IBA Thüringen, sowie weiteren Branchenkennern zusammensetzt. Mit dabei sind unter anderem Prof. Walter Rosenthal, Dr. Marta Doehler-Behzadi, Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten sowie Dorothea Storch, Bürgermeisterin von Dornburg-Camburg. Sie lobt das Vorhaben und sagt: „Die Stadt Dornburg-Camburg freut sich über die Aktivitäten der Jenaer Uni und unterstützt dieses Projekt nach Kräften.“

Das Verfahren verläuft mehrstufig. Aus den hoffentlich zahlreichen Interessensbekundungen werden zunächst die potenziell am besten geeigneten Kandidaten zur Erstellung eines Grobkonzepts ausgewählt, deren Konzepte schließlich bewertet und nach einer Bewertung der finalen Feinkonzepte über den Grundstücksverkauf entschieden.

Weitere Informationen und die Vermarktungsbroschüre sind auf der Projektseite www.gut-erwacht.de zu finden.


Apolda, 31. Mai 2018

Open Factory im Egon-Eiermann-Bau Apolda startet

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen feiert heute Abend, am 31.5.2018, den Start der Open Factory im Egon-Eiermann-Bau Apolda. Rund 200 Gäste, darunter Vertreter regionaler Politik und Wirtschaft, Kreative und Studierende sowie zahlreiche Nachbarn, werden erwartet und können sich ein Bild von den Potenzialen dieser Architekturikone mit ihren 5.000 qm Fläche machen.

Im Voraus stellten sich die Akteure, welche an der Aktivierung des Eiermannbaus maßgeblich beteiligt sind, der Presse vor. IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi gab den Startschuss für das Experiment Open Factory: „Der Eiermannbau in Apolda steht für die Potenziale, die das StadtLand Thüringen zu bieten hat. Unternehmen und Kunstschaffende sind eingeladen, mit uns ‚Ihren Standort zu machen’.“

Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen erwarb den Eiermannbau und das dazugehörige Gelände im Dezember letzten Jahres. Sie ermöglicht der IBA Thüringen die Aktivierung und Entwicklung des Standorts. „Der Eiermannbau ist ein Gebäude mit besonderer Historie, das sich für kreative Nutzungen wirklich anbietet“, sagte Sabine Wosche, Geschäftsführerin der LEG Thüringen. „Wir betrachten die IBA als hervorragenden Partner, um diesem Industriedenkmal in den kommenden Jahren Leben einzuhauchen und bei der Fortschreibung der Geschichte dieses Baus zukunftsweisende Akzente zu setzen!“

Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft und Aufsichtsratsvorsitzende der IBA Thüringen: „Der Eiermannbau füllt sich wieder mit Leben. Er wird zum Herz der IBA und zur Ideenschmiede der kreativen Branche. Das ist ein starkes Signal für Apolda und ganz Thüringen. Denn die Heimat der IBA ist nicht auf den Eiermannbau beschränkt. Sie gehört zu den modernen Instrumenten der Stadt- und Landentwicklung. Dabei legt sie einen besonderen Schwerpunkt auf die Regionalentwicklung, die Architektur und den Städtebau.“

Rüdiger Eisenbrand, Bürgermeister der Stadt Apolda: „Es ehrt uns sehr, dass die IBA Thüringen mit ihrem Geschäftssitz hier eingezogen ist. Auch die bereits geplanten und noch kommenden Veranstaltungen und Workshops werden zu einer wahrhaften Renaissance dieses bau- und industriegeschichtlich bedeutsamen Gebäudes führen und Apolda wird auch im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 sicherlich deutschlandweit Beachtung finden.“

Der erste Mieter der Open Factory steht bereits fest: Andreas Foidl, Senior-Partner der Belius GmbH aus Berlin, wird co-worker im Eiermannbau. Er begleitet den Aktivierungsprozess Eiermannbau seit langem.

Kunstwerke des Forums Konkrete Kunst werden ab Juni im Eiermannbau zwischengelagert und kuratorisch begleitet, bevor die Sammlung in die Verantwortung von JenaKultur übergeht.

Das Pressegespräch fand am ersten Büro-Gewächshaus der IBA Thüringen statt. Die Haus-in-Haus-Lösung mit Holzsockel und Glasdach gibt einen Vorgeschmack, wie die IBA Geschäftsstelle ab Herbst aussehen wird. Die Gäste am Abend können sich außerdem in einer Ausstellung über die laufenden Projekte der IBA im StadtLand Thüringen informieren.


Erfurt, 10. Mai 2018

Pressemitteilung der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt

22 Ideen für den Moskauer Platz -
Städtebaulicher Realisierungswettbewerb zum Modellvorhaben in der Tallinner Straße entschieden

Eine hochkarätige Jury erfahrener Spezialisten aus dem Bereich Wohnungsbau und Landschaftsarchitektur haben am 8. Mai 2018 einstimmig einen 1. und 2. Preis sowie drei Anerkennungen für Entwürfe zum Modellvorhaben an der Tallinner Strasse vergeben.

Für ein deutschlandweites Interesse sorgte die Auslobung der KoWo mbH Erfurt zum städtebaulichen Wettbewerb - Modellvorhaben „Neue Gartenstadt mit System“, Wohnbebauung Tallinner Straße in Erfurt. Architekturbüros aus Erfurt, Berlin, Weimar, München, Köln, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und Wien reichten ihre Ideen für die geplante Bebauung an der Geraaue ein.

Der 1. Preis geht an:
Architekt / Stadtplaner
Arbeitsgemeinschaft
Therese Strohe Michael Ullrich Architekten
Klöpfel Koenig Architektenpartnerschaft mbB
Berlin

Landschaftsarchitekt
JUCA architektur + landschaftsarchitektur, Berlin

Den 2. Preis erhalten:
Architekt / Stadtplaner
dma deckertmesterarchitekten BDA
partnerschaft mbb
Erfurt

Landschaftsarchitekt
clubL94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln

Anerkennungen erhalten:
Architekt / Stadtplaner
raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH
Frankfurt am Main

Landschaftsarchitekt
ST raum a Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin

Architekt / Stadtplaner
roedig.schop architekten PartG mbB
Berlin

Landschaftsarchitekt
TDB Landschaftsarchitektur, Berlin

Architekt / Stadtplaner
Naumann Wasserkampf Architekten PartGmbB
Weimar

Landschaftsarchitekt
Station C23 Architekten und Landschaftsarchitekten, Leipzig

Zum Thema:

Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Erfurt hatte bereits vor einigen Jahren die Frage gestellt, inwieweit serielles Bauen bezahlbares Wohnen bei hoher gestalterischer Qualität ermöglichen kann. Nach umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten beginnt mit dem städtebaulichen Wettbewerb jetzt die Realisierungsphase.

Die eingereichten Arbeiten belegen, dass das Thema serielles Bauen nicht nur von breitem und fachlichem Interesse ist, sondern die gesetzten Ziele auch realisierbar sind. 


Weimar, 23. März 2018

IBA Thüringen entwickelt Eiermannbau in Apolda zur Open Factory und sucht Mitmacher!
 
Die IBA Thüringen wird die kleinteilige Siedlungsstruktur Thüringens 2018 unter ihrem Leitthema ‚StadtLand’ von einem neuen Standort aus bearbeiten: dem Eiermannbau in Apolda. Dieser herausragende Bau der Architekturmoderne mit seinen lichtdurchfluteten Hallen soll Unternehmer, Gründer und Künstler bewegen, den Standort gemeinsam mit der IBA als Open Factory kollektiv zu aktivieren.
 
„Die IBA gehört zu den modernen Instrumenten der Stadt- und Regionalentwicklung. Sie entwickelt innovative Ideen gerade für die ländlichen Räume Thüringens“, sagt Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller. 
„Der Freistaat Thüringen hat sich dafür entschieden, nicht abstrakte Probleme zum Ausgangspunkt einer Bauausstellung zu machen. Wir wollen für die Herausforderungen der Zukunft Lösungswege finden.“
 
Das IBA Projekt Sommerfrische Haus in Döschnitz setzt auch auf diese Strategien. In das Heimatmuseum werden am 24.4.2018 dank der Förderung des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft die ersten Probeurlauber einziehen und der Tourismus in der Region belebt. Am 26.8.2018 findet dann der vierte öffentliche Tag der Sommerfrische im Schwarzatal statt, zu dem traditionsreiche Häuser wieder geöffnet werden. 2017 besuchten zu diesem Anlass 2.000 Entdecker das Schwarzatal.
 
2.200 Besucher beteiligten sich Anfang 2018 rege an der Diskussion um Geras Neue Mitte im Rahmen der Ausstellung ‚KuK an 2!’. Die IBA Kandidaten Stadt Gera und der Verein Ja – für Gera e.V. – luden vom 25. Januar bis 22. Februar 2018 ein, den Rahmenplan-Entwurf für die Brachfläche vor dem Kultur- und Kongresszentrum zu kommentieren. Die 230 Bürgerhinweise werden nun ausgewertet, der Rahmenplan überarbeitet und dann dem Stadtrat vorgelegt.
 
Nach der St. Annen-Kapelle in Krobitz 2017 und dem Sommerfrische Haus in Döschnitz im April wird 2018 noch ein drittes IBA Projekt fertiggestellt: das Massivholzexperiment Timber Prototype – parametrisch entworfen, digital produziert, selbstdämmend und recyclebar. Es hat seinen Standort auf dem Grundstück hinter dem Eiermannbau in Apolda gefunden. Das kleine Haus ist auch ein Prototyp für neuartige Ferienhausstrukturen, die derzeit für Standorte am Thüringer Meer bearbeitet werden.


Erfurt, 21. März 2018

TMIL-Medieninformation

Modellprojekt Thüringer Ferienhäuser geht in die nächste Phase

Ort: Verwaltungsgebäude der Vattenfall Wasserkraft GmbH, Presswitzer Straße 25, 07338 Hohenwarte
Zeit: 22.03.2018, 16.00 Uhr

Am Thüringer Meer nimmt die Idee „innovative Ferienhäuser“ Gestalt an. Mit Hilfe einer Planerwerkstatt und eines Architekturwettbewerbs soll an zwei Standorten am „Thüringer Meer“ beispielgebend touristisches Wohnen entwickelt werden. Am Mittwoch und Donnerstag kommt in Hohenwarte zwei Tage lang ein Expertenteam aus Architekten/-innen, Landschaftsplanern/-innen Touristikern/-innen und Investoren/-innen zusammen, um die Planungsgrundlagen und die Rahmenbedingungen für den Architekturwettbewerb zu schaffen, der im Sommer ausgelobt wird. Zur Planungswerkstatt ist auch eine Gruppe von Studierenden der Architektur der Bauhaus-Universität Weimar eingeladen, die im Projekt den Standpunkt einer künftigen Planer- und auch Touristengeneration vertreten soll.

Bei dem Modellprojekt sollen an den Ufern der Tourismusregion „Thüringer Meer“ Ferienhäuser mit innovativem Anspruch in Saalburg und Gräfenwarth entstehen. In das Werkstattverfahren und den geplanten Wettbewerb werden zahlreiche Experten verschiedener Disziplinen eingebunden. Das Vorhaben basiert auf einem Kooperationsprojekt der Internationalen Bauausstellung mit der Thüringer Stiftung Baukultur zum Thema Architektourismus und nachhaltiges Bauen. Bei der Realisierung der Häuser sollen vorwiegend nachwachsende Thüringer Rohstoffe zum Einsatz kommen.

Zum Projekt gehören zahlreiche Partner. Neben dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft gemeinsam mit der Stiftung Baukultur und der Internationalen Bauausstellung engagieren sich die 21 Mitgliedsgemeinden sowie die Landkreise Saalfeld-Rudolstadt und Saale-Orla der kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Thüringer Meer“, der Energiekonzern Vattenfall sowie potentielle Investoren.

„Mit dem Modellprojekt wollen wir einen Impuls für die Region und ganz Thüringen geben“, sagt der Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft, Dr. Klaus Sühl. Er wird den zweiten Planer-Tag am Donnerstag (22. März) begleiten. „Die Region ‚Thüringer Meer‘ hat ein gewaltiges Potenzial, das wir mit dem Modellprojekt mit Blick auf Tourismus und regionale Wertschöpfung im ländlichen Raum nutzen wollen. 

Das Interesse der vielen Partner, die sich an dem Dialogprozesse der Entstehung beteiligen, zeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen haben. Touristisches Bauen ist und bleibt ein bedeutendes Thema – und das gilt nicht ausschließlich für das ‚Thüringer Meer‘, das jährlich tausende Touristen anzieht.“

Dr. Ulrich Wieler, Stiftung Baukultur Thüringen:

Einen eigenen Standpunkt für ein naturnahes und maritimes Ferienwohnen zu finden, das nimmt sich das Verfahren vor. Dazu gehört mehr als eine Gestaltungsaufgabe. Vielmehr werden auch Themen des Smart Living oder neuer Technologien mit zu bedenken sein, die dem Projekt ihren Charakter geben. Nicht zuletzt die Planung und Herstellung der Bauten soll in diesem innovativen Sinn geschehen.

Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen: 

„Aufgrund der breiten Unterstützung des Vorhabens durch das Land, die Kreise und Kommunen sowie engagierte Investoren und einem anspruchsvollen Entwicklungsprozess besteht am Thüringer Meer die Chance, einen innovativen Beitrag zum Tourismus und zur Baukultur gleichermaßen zu leisten und die schönen Thüringer Landschaften zu bereichern. Gut gemachte, individuelle Angebote zeitgenössischen Bauens - Erlebnis statt Massenware - sind unser Anspruch: Baukultur Made in Thüringen.“

Zur Teilnahme an dem Modellprojekt erklärt Peter Apel, Geschäftsführer der Vattenfall Wasserkraft GmbH: 

„Als Energieunternehmen haben wir uns zum Ziel gesetzt, in unserer Energieerzeugung innerhalb einer Generation fossilfrei zu sein. Wir freuen uns deshalb sehr, unsere Expertise in dieses Projekt einbringen zu können und damit unseren Beitrag für einen nachhaltigen Tourismus in der Region zu leisten.“