Projekte

Stadtland

Die IBA Thüringen macht das STADTLAND zu ihrem Thema. Sie konzentriert sich auf drei IBA Baustellen, wo Umdenken und Umbauen, Kooperationen und eine Kultur des guten Planens und Bauens in Stadt und Land im Mittelpunkt stehen.

AUFBAUEN SelbstLand

Wir unterstützen mutige Raumunternehmer und helfen dabei, neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufzubauen.

Region Seltenrain, Gesundheitskioske

Region Seltenrain

Region Seltenrain, Gesundheitskioske

Gesundheitskioske: Kooperative Vorsorge auf dem Land

»Die Idee der Gesundheitskioske behandelt das Kernthema des ländlichen Raumes, die Versorgungssicherheit, und soll auf niedrigschwelliger Ebene, Kontext bezogen und situativ, mit Hilfe programmatischer Kombinationen, ein Aufbruch vermittelndes Bild eines neuen Typus von sozialer Infrastruktur erzeugen.«
Prof. Kerstin Schultz, Fachbeirätin IBA Thüringen

Die gemeindeübergreifende Stiftung Landleben und der Verein Landengel e.V. wollen ein neues Gesundheits-, Pflege- und Versorgungsnetzwerk in der Dorfregion Seltenrain aufbauen. Dazu gehören ein Landzentrum mit Kita, Tagespflege sowie verschiedenen Gesundheitsangeboten und Dienstleistungen unter einem Dach sowie Gesundheitskioske als Anlaufstelle und dezentraler Treffpunkt für Versorgungsfragen und Beratungen in den beteiligten Orten. Die Region Seltenrain wird damit zum Modellfall für die Vorsorge auf dem Land und zeigt, dass in Zeiten des demografischen Wandels gute Angebote für mehr Lebensqualität auch abseits der Stadt mit der Hilfe engagierter Akteure möglich sind.

Design Manual Gesundheitskioske

Das Konzept Gesundheitskioske hat das Ziel, nicht nur Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, sondern soziale Isolation zu vermeiden und die Pflege, Altenhilfe und das Wohlfahrtswesen in ländlichen Regionen zu ermöglichen. Mit Unterstützung der Stiftung Landleben wurde im Jahr 2017 dazu der Verein Landengel e.V. gegründet, der seit 2019 Hilfestellungen und regelmäßige Sprechstunden in räumlichen Provisorien in den Gemeinden organisiert.

Um diese neue soziale Infrastruktur als ein Leitsystem zur Versorgung räumlich sichtbar zu machen, wurde im Rahmen von Tischgesprächen der Vorschlag entwickelt, die zukünftigen Gesundheitskioske an den zentralen Bushaltestellen der Gemeinden anzudocken. Im Auftrag der IBA Thüringen erarbeitete Pasel-K Architects aus Berlin dazu ein Design-Manual, dass die maximal 25 qm großen Kioske je Gemeinde als architektonische Familie begreift, die trotz unterschiedlicher Standorte ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Sie dienen jeweils als Beratungsraum genauso wie als zuschaltbaren Wartebereich für den Bus und haben eine Toilette integriert. Als hochwertige Holzkonstruktion ausgeführt, wird die Bauweise je Standort und Gemeinde individuell erfolgen, um gleichzeitig neue Wege Thüringer Holzbaukulturen vorzustellen.

Konzipiert als Unikate und Holzexperimente im Kleinformat werden die Gesundheitskioske zukünftig einen wichtigen Beitrag zu den Möglichkeiten einer innovativen Hozbaukultur ›Made in Thüringen‹ leisten.

Als lokale Versorgungsstellen in den umliegenden Gemeinden knüpfen die Kioske zukünftig räumlich an die Bushaltestellen an und ermöglichen so eine gute Erreichbarkeit. Als Informations-, Beratungs- und Lenkungsstelle sind die Gesundheitskioske die kleinste Einheit zwischen sozialer Infrastruktur und Gesundheitsvorsorge in den Dörfern: Sie sind soziale Anlaufstelle sowie Treffpunkt und Mittler zwischen Beratung, Pflege und ambulanter Versorgung gleichermaßen.

Umsetzung als IBA Bauhüttenprozess

Seit Juni 2021 ist das Projekt in einer neuen Phase angekommen. Mit Mitteln zur Förderung von Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen wird gemeinsam mit Pasel-K Architects an der architektonischen Umsetzung des neuen Versorgungsnetzwerks in den Gemeinden Blankenburg, Bruchstedt, Kirchheilingen und Urleben gearbeitet. Im September 2021 hat der IBA Fachbeirat empfohlen, den Gesundheitskiosken in der Region Seltenrain den Status eines IBA Projektes zu verleihen.

Mehr zum Projekt 
IBA Fachbeirat empfiehlt Projektstatus für die ›Gesundheitskioske‹
03. September 2021

IBA Fachbeirat empfiehlt Projektstatus für die ›Gesundheitskioske‹

Design-Manual für ›Gesundheitskioske‹ erstellt
10. Dezember 2019

Design-Manual für ›Gesundheitskioske‹ erstellt

Landengel e.V. wird IBA Kandidat
30. September 2018

Landengel e.V. wird IBA Kandidat

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
99955 Blankenburg
Deutschland
99955 Bruchstedt
Deutschland
99947 Kirchheilingen
Deutschland
99947 Sundhausen
Deutschland
99955 Urleben
Deutschland
Partner
  • Gemeinden Sundhausen, Blankenburg, Bruchstedt, Kirchheilingen, Urleben
  • Partner:innen des Landengel e.V.
Planungsbeteiligte
Ansprechpartnerin

Kerstin Faber
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-10
kerstin.faber@iba-thueringen.de

Zusatzmaterial

 

  

Schwarzatal, Wasserfrische

Schwarzatal, Wasserfrische

Schwarzatal, Wasserfrische

Neue Landschaftserlebnisse: Wiederbelebung von Sommerfrische-Orten entlang der Schwarza

Ausgehend von dem kooperativen Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ 2018, das Konzepte zur Landschaftsgestaltung im Schwarzatal untersuchte, sind zwei Wassergrundstücke zu einem IBA Projekt ernannt worden: Schwarzmühle und Obstfelderschmiede, beides Bahnhaltepunkte der Region.

An den Standorten sollen Mini-Topographien für besondere Wasser-, Landschafts- und Naturerlebnisse entstehen.

In Meuselbach-Schwarzmühle sind ein Wanderplatz und Sommergarten geplant. Plangrafik: MAN MADE LAND & fabulism

Am Bahnhof Obstfelderschmiede wiederum ist ein grüner Verweilort geplant. Plangrafik: MAN MADE LAND & fabulism

Die Entwürfe für eine Wasserfrische hat die Landschaftsarchitektin Anna Lundqvist vom Büro MAN MADE LAND gemeinsam mit Mirko Andolina und Yuilia Pozzi von fabulism ausgearbeitet.

Die Wasserfrische ist Teil des favorisierten Entwurfs von MAN MADE LAND und fabulism, der aus dem kooperativen Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ hervorgegangen ist. Das Werkstattverfahren wurde 2018 organisiert vom tatkräftigen Verein Zukunftswerkstatt Schwarzatal mithilfe des Modellprogramms der Raumordnung des Bundes (MORO) und der IBA Thüringen sowie in Kooperation mit der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt. Unter dem Titel ›Slow Landscape – Sommerfrische am Panoramawegnetz‹ schlägt der favorisierte Entwurf ein systematisches und gut strukturiertes Gesamtkonzept vor, bei dem der 136 Kilometer lange Panoramaweg des Schwarzatals als verbindendes Element interpretiert wird.

Die Fertigstellung des IBA Projekts Wasserfrische ist für 2023 geplant.

Mehr zum Projekt 
IBA Projekt ›Wasserfrische‹ erhält Förderung
29. Oktober 2021

IBA Projekt ›Wasserfrische‹ erhält Förderung

IBA Fachbeirat empfiehlt Projektstatus für ›Wasserfrische‹
05. März 2021

IBA Fachbeirat empfiehlt Projektstatus für ›Wasserfrische‹

Pilotprojekt ›Wasserfrische‹ 2019/2020
14. September 2020

Pilotprojekt ›Wasserfrische‹ 2019/2020

Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹
24. August 2018

Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹

Die entstandenen Entwürfe wurden am ersten Tag der Schwarzburger Gespräche öffentlich präsentiert. Nach einer folgenden Komitee-Sitzung wurde der Entwurf 'Slow Landscape Schwarzatal - Sommerfrische am Panoramawegnetz' von man made land & fabulism favorisiert und ein erstes Pilotprojekt empfohlen.

In dem Entwurf wird der Panoramaweg als verbindendes Raumelement mit wesentlichen Querverbindungen als Netzwerk im Schwarzatal gestärkt. Die neue Sommerfrische, die sich derzeit vor allem noch auf die Öffnung und Transformation leerstehendender Sommerfrische Häuser konzentriert, wird mit den Themen Dorf- und Wasserfrische, Wiesen- und Waldfrische angereichert. Die Entwicklung einer Food Akademie an der Mankenbachs Mühle in Verbindung mit einer baulichen Intervention an dem Fluss Schwarza soll ein positives und modellhaftes Initial für die Belebung der Gastronomie in der Sommerfrische Landschaft sein. Die Maßnahmen sollen unter aktiver Einbeziehung der Bewohner im Schwarzatal erfolgen.

Das Kooperative Werkstattverfahren 'Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal' wurde ausgelobt von der Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V.
, Verein zur Förderung einer zukunftsfähigen regionalen Entwicklung, in Kooperation mit der Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen GmbH und
 LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt.

Am zweiten Tag der Schwarzburger Gespräche wurde die favorisierte Arbeit einem breiten Publikum vorgestellt und darauf basierend eine Charta für das Schwarzatal diskutiert. Alle vier Arbeiten der Landschaftsarchitektursbüros wurden im Anschluss an die Schwarzburger Gespräche im Kaisersaalgebäude von Schloss Schwarzburg zum Tag der Sommerfrische ausgestellt.

Alle am Kooperativen Werkstattverfahren beteiligten Teams:

Favorisierte Arbeit: man made land – Prof. Anna Lundquist, Lena Flamm & fabulism: Mirko Andolina
A24 Landschaft - Steffan Robel, Lola Meyer, Jan Grimmek, Jürgen Höfler, Olivia Grandi
Station C23 - Prof. Sigrun Langner, Michael Rudolph, Mara Trübenbach, Anna Bauch & herr meier licht: Jürgen Meier
bauchplan ).( - Kay Strasser, Tina Roj, Victoria Wakulicz, Elisabeth Judmair, Julia Ulrich, Wasim Dery, Fernando Nebot Gomez, Arnaud Calatayud, Abdelrahman Gamil, Julia Merkle, Nicolas Posso Vidales, Jonas Hammerer, Polina Palo, Thomas Meyer, Michael Franke, Marie Baldenweck, Eleni Boutsika-Palles, Anna Stauber, Janet Kyas-Reich

Gefördert bzw. betreut wird das Vorhaben im Bundesprogramm ›Modellvorhaben der Raumordnung‹ (MORO, Projekt Regionale Landschaftsgestaltung) vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet
28. Mai 2018

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet

Eingeladen waren vier regional, überregional und international besetzte Landschaftsarchitekturstudios: A24, bauchplan ).(, MAN MADE LAND und Station C23. Die Bearbeitungsteams sind interdisziplinär mit Landschaftsarchitekt:innen, Architekt:innen, Szenograf:innen bzw. Künstler:innen besetzt. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde die Aufgabenstellung umfassend vorgestellt und diskutiert, das Mittlere Schwarzatal und die Bergbahnregion Schwarzatal bereist und es fand ein reger Austausch mit Projektpartner:innen vor Ort statt.

Bei der Zwischenpräsentation am 18. Juni 2018 stellten die Teams ihre ersten Ideen zur Diskussion vor Ort vor. Im Rahmen der Schwarzburger Gespräche am 24. und 25. August 2018 wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Region Seltenrain, Landzentrum

Region Seltenrain

Region Seltenrain, Landzentrum

Landzentrum: Kooperative Vorsorge auf dem Land

»Angebote der Daseinsvorsorge sind eine wesentliche Voraussetzung für die Zukunft und Lebensqualität in den ländlichen Räumen. Die Landengel antworten auf die Situation der Gesundheitsvorsorge und Pflegebetreuung einer Region vorausschauend mit zentralem Ambulatorium und dezentralen Gesundheitskiosken. Mit inhaltlichen Anspruch und Experimentiergeist zeigt der IBA Kandidat, wie regionale Wertschöpfung, kooperative Vorsorge und eine Baukultur der Gesundheit zusammen kommen.«
Andrea Hofmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Die gemeindeübergreifende Stiftung Landleben und der Verein Landengel e.V. wollen ein neues Gesundheits-, Pflege- und Versorgungsnetzwerk in der Dorfregion Seltenrain aufbauen. Dazu gehören ein Landzentrum mit Kita, Tagespflege sowie verschiedenen Gesundheitsangeboten und Dienstleistungen unter einem Dach sowie Gesundheitskioske als Anlaufstelle und dezentraler Treffpunkt für Versorgungsfragen und Beratungen in den beteiligten Orten. Die Region Seltenrain wird damit zum Modellfall für die Vorsorge auf dem Land und zeigt, dass in Zeiten des demografischen Wandels gute Angebote für mehr Lebensqualität auch abseits der Stadt mit der Hilfe engagierter Akteure möglich sind.

Machbarkeitsstudie Landzentrum Seltenrain

Neben dem Konzept von dezentralen Gesundheitskiosken steht ein Landzentrum mit Funktionen der Tagespflege, Kita, Ärzt:innen und Gesundheitsdienstleistungen im Fokus. Dazu wurde im Auftrag der IBA Thüringen eine Machbarkeitsstudie durch Atelier Fanelsa gemeinsam mit der L.I.S.T. GmbH aus Berlin erarbeitet, die Standorte, Rahmenbedingungen, Finanzierung, Trägerschaft, Betrieb und Gestaltungsregeln für das größere Bauvorhaben untersuchte und gemeinsam mit den Akteur:innen vor Ort diskutierte. Entstanden ist ein gestalterischer und programmatischer Vorschlag für das Weiterbauen des Bestandes und die Idee einer nachhaltigen Organisation von Vorsorge in einem Zweckverband, die nicht mehr das Dorf alleine oder in Konkurrenz zu anderen, sondern die Region kooperativ als Ganzes denkt. 

Für den Bau des Landzentrums stehen zwei zentrale Grundstücke – ein leer stehender Konsum und ein Vierseitenhof – im Dorfzentrum von Sundhausen zur Verfügung. Zwei räumliche, klimagerechte Entwicklungsstrategien wurden definiert: ein minimalinvasiver Eingriff in den leer stehenden Konsum inklusive Anbau sowie das Prinzips des Weiterbauens am Vierseitenhof. Als Modellprojekt für die spezifische Typologie eines Landzentrums ist es erforderlich einen stetigen Prozess der Veränderung und Anpassung zu ermöglichen. Räumlich wird eine robuste Grundstruktur vorgesehen, in der spezifische und leicht zu verändernde Ausbauten möglich sind. Für die Neubauten wird ein Raster vorgesehen, das eine spätere Erweiterung der Gebäude ermöglicht.

 

Der ehemalige Konsum am Anger in Sundhausen stand lange Zeit leer. Für die Umsetzung des Landzentrums soll das Gebäude durch minimalinvasiven Eingriffen umgebaut werden. Ergänzt wird das Bestandsgebäude um einen Pavillon auf dem Dorfanger, der sich in Form und Materialität deutlich vom Bestand absetzen soll und so einen Kontrast zum Bestandsgebäude bilden wird.

Der zweite Standort für das Landzentrum befindet sich auf dem Grundstück eines ehemaligen Vierseitenhofs, der ebenfalls direkt an den Anger in Sundhausen grenzt. im Gegensatz zum Konsum zeichnet er sich durch eine weniger exponierte Lage aus, die besonders gemeinschaftliche Qualitäten bietet. Auch auf dem Standort des Vierseitenhofs wird mit den Bestandsgebäuden weitergearbeitet: das Stallgebäude in Fachwerkbauweise wird erhalten und um einen Neubau für die Tagespflege sowie einen Neubau für eine Kindertagesstätte ergänzt. So wird auch hier die hybride Gesamtstruktur aus Bestand und Neubau fortgesetzt.

In einem ersten Entwurfsschritt wurden Strategien zum Umgang mit den Bestandsgebäuden und zur Verteilung der Nutzungen und neuen Bauvolumen auf die Standorte Konsumgebäude und Vierseitenhof entwickelt.

Eine besondere Bedeutung für die Vernetzung und Begegnung der Nutzer:innen haben auch die Freiflächen des Landzentrums. Sie sollen als Möglichkeitsräume auch für Aktivitäten und Nutzung durch die Dorfgemeinschaft über den Kontext des Landzentrum hinaus geplant werden. Für eine Erweiterung der Versorgungsangebote im Landzentrum, z.B. durch Allgemeinmediziner:innen, Fachärzt:innen oder Heilpraktiker:innen ist eine tageweise Nutzung von Räumlichkeiten möglich. Gemeinsam mit den Partner:innen wurde geprüft, in wie weit Räume gemeinsam oder zeitlich versetzt genutzt werden können, um das Raumprogramm optimal zu strukturieren. 

Einer der geplanten Standorte, der leerstehende Konsum in Sundhausen, wurde seit Ende 2021 im Rahmen eines DesignBuild-Projekts der Technischen Universität Berlin und mit Unterstützung der Sto-Stiftung zu einem temporären Dorfmittelpunkt und als Auftakt für das Landzentrum umgestaltet. Dazu wurden in mehreren Bauhütten bis April 2022 Raumlösungen in Holzbauweise von Studierenden und jungen Handwerkern gemeinsam umgesetzt.

Mehr zum Projekt 
Ehemaliger Konsum wird neue Dorfmitte in Sundhausen
02. März 2022

Ehemaliger Konsum wird neue Dorfmitte in Sundhausen

Der ehemalige Konsum soll zum neuen Dorfmittelpunkt in Sundhausen werden und unter anderem als Treffpunkt, Arbeits- und Ausstellungsort aber auch als Standort für weitere Bauhüttenprozesse dienen.

Der experimentelle Charakter des Vorhabens dient den Studierenden und Junghandwerkern der Entwicklung von prototypischen Holz(Ein-)Bauten für eine zukünftig flexible Raumnutzung und übt gleichzeitig gemeinschaftliche Prozesse.

Dem Gedanken sogenannter ›Bauhütten‹, also früheren Werkstattverbänden folgend, wurden alle Baubeteiligten frühzeitig in die Planungen eingebunden und interdisziplinär und gewerkübergreifend gearbeitet. Damit gestalten unterschiedlichste Akteure das DesignBuild-Projekt: Stiftungen, Vereine, die Öffentliche Hand, Universitäten, Berufsschulen und die Bevölkerung können besonders im ländlichen Raum mit gemeinsamer Kraft neue und ungewöhnliche Ideen entwickeln und Lösungen schaffen, um den ländlichen Raum zu stärken.

Projekthintergrund

›DesignBuild‹ beschreibt einen Prozess, bei dem die Planung und Realisierung eines Bauwerks von der ersten Idee an in einer Hand liegt. In der Architektur ist DesignBuild mittlerweile eine alternative Forschungs-, Lern- und Lehrform, die gesellschaftliches Engagement mit theoretischem und praktischem Lernen verbindet. Somit werden Lehre, Forschung und Praxis unmittelbar zusammengeführt. So widmeten sich in der ersten Bauhütte im September 2021 die Studierenden der TU Berlin der Frage, wie dem zivilen Aufbruch in der Dorfregion Seltenrain kleinmaßstäblich Gestalt gegeben werden kann. Nach einer ersten, temporären Umnutzung des ehemaligen Konsums und Ortsanalysen entwarfen und bauten die Beteiligten erste Holzmöbel, die Außen- und Innenraum des Konsums verbinden und sehr flexibel einsetzbar sind. Zur zweiten Bauhütte im Dezember 2021 wurden weitere Entwürfe und Transformationsideen für den Konsum erarbeitet, die vor Ort diskutiert wurden. Mit der dritten Bauhütte wurden die finalen Entwürfe der neuen prototypischen Ein- und Anbauten aus Holz innerhalb von 14 Tagen bis Anfang März 2022 gemeinsam realisiert.

Das Projekt wird von der Sto-Stiftung unterstützt, die damit erstmals die beiden Stiftungszweige Architektur und Handwerk zusammenführt. In der Zusammenführung von Architekturstudierenden und Nachwuchskräften aus dem Bauhandwerk soll über die konkrete Zusammenarbeit am Bau ein besseres Verständnis der Bauaufgabe, Wissen und Austausch gefördert werden.

Das Projekt nimmt außerdem Bezug auf das Thema ›LeerGut‹ der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen. Sie unterstützt die Stiftung Landleben und den Verein Landengel bei den Planungen von Gesundheitskiosken und einem Landzentrum in der Region. Der neue Dorfmittelpunkt in Sundhausen wird für die weitere Entwicklung dieser Projekte als Treffpunkt, Arbeits- und Ausstellungsort und für weiterer Bauhüttenprozesse dienen.

Projektpartner

TU Berlin, CODE | Entwerfen und Baukonstruktion
Vertreten durch Prof. Ralf Pasel und Studierende des Instituts für Architektur

Das DesignBuild-Projekt der TU Berlin widmet sich den Fragen, wie dem Aufbruch auf dem Land kleinmaßstäblich Gestalt gegeben werden kann. Im Rahmen des Projekts gestalten die Beteiligten den ehemaligen Konsum zeitlich begrenzt in eine Bauhütte um. Hierbei geht es um eine tiefgehende Ortsanalyse sowie das Entwerfen und Bauen eines Tischs. Außerdem soll das Projekt die Frage beantworten, wie ein erstes (bauliches) Zeichen gesendet werden kann.

Landengel e.V.
Vertreten durch Christopher Kaufmann, Vereinsvorsitzender und Bürgermeister von Sundhausen

Der gemeindeübergreifende Verein Landengel und die Stiftung Landleben wollen gemeinsam ein neues Gesundheits-, Pflege- und Versorgungsnetzwerk in der Dorfregion aufbauen. Dazu gehören ein Landzentrum mit Kita, Tagespflege sowie verschiedenen Gesundheitsangeboten und Dienstleistungen unter einem Dach. Dazu kommen ›Gesundheitskioske‹ als Anlaufstelle und dezentraler Treffpunkt für Versorgungsfragen und Beratungen in den beteiligten Orten, die gemeinsam mit der IBA Thüringen umgesetzt werden.

Stiftung Landleben
Vertreten durch Frank Baumgarten, Vorstandsvorsitzender

Die vier Gemeinden Blankenburg, Kirchheilingen, Sundhausen und Tottleben haben vor mehr als zehn Jahren gemeinsam mit der Agrargenossenschaft die Stiftung Landleben gegründet. Stiftungsziele sind die Umsetzung altersgerechten Wohnens und die Wiederbelebung der ländlichen Bausubstanz sowie, ganz allgemein, die Versorgung des ländlichen Raums. Die Stiftung kümmert sich um Fragen der Daseinsvorsorge und Lebensqualität. Bis heute hat sie barrierefreien Wohnraum auf innerörtlichen Brachen geschaffen, Sanierungsprojekte für leerstehende Häuser angestoßen und ein ehrenamtliches Mobilitätsangebot für ältere Menschen eingeführt.

IBA Thüringen
Vertreten durch Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin, und Kerstin Faber, Projektleiterin

Die IBA Thüringen ist ein über zehnjähriges Planungs- und Baukulturformat mit Abschluss im Jahr 2023. Unter dem Motto StadtLand arbeitet sie in Kooperation mit verschiedenen Partnern beispielhaft an nachhaltigen Projekten mit einem innovativen Gestaltungsanspruch. Das DesignBuild-Projekt in Sundhausen dockt sich thematisch u.a. an den IBA Schwerpunkt LeerGut an, der sich intensiv mit dem Bestand als Ressource und den Potentialen des Um-  und Weiterbauens in ländlichen Räumen auseinandersetzt.

Sto-Stiftung
Vertreten durch Till Stahlbusch, Stiftungsvorstand

Die gemeinnützige Sto-Stiftung fördert das DesignBuild-Projekt nicht nur finanziell. In der Zusammenführung von Architekturstudierenden und Kräften aus dem Bauhandwerk soll über die konkrete Zusammenarbeit am Bau der gegenseitige Austausch von Erfahrungen, Wissen und Denkweisen, von ›Kopf und Hand‹ also, gefördert werden mit dem Ziel, ein gemeinsames Verständnis der Bauaufgabe zu entwickeln. In diesem Sinne kann das Projekt auch als Prototyp künftiger Ausschreibungen im DesignBuild-Bereich verstanden werden.

Landengel e.V. wird IBA Kandidat
30. September 2018

Landengel e.V. wird IBA Kandidat

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Ehemaliger ›Konsum‹ Sundhausen
Anger 74
99947 Sundhausen
Deutschland
Partner
  • Gemeinden Sundhausen, Blankenburg, Bruchstedt, Kirchheilingen, Tottleben, Urleben
  • Partner:innen des Landengel e.V.
Planungsbeteiligte
Ansprechpartnerin

Kerstin Faber
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-10
kerstin.faber@iba-thueringen.de

Erfurt, Wir Labor

Erfurt, Wir Labor

Erfurt, Wir Labor

Inklusiver Möglichkeitsraum: Stadt, Vereine, Bewohner und Geflüchtete aktivieren Leerstand in Selbstverantwortung

»In Erfurt entsteht mit dem Wir Labor ein Hausprojekt für Integration und Inklusion. Das gemeinsame Stadtmachen ist vielerorts eine erfolgreiche Strategie für die eigene Aneignung und auch das Ankommen in einer neuen Umgebung. Das Wir Labor kann Flüchtlingen, Migranten und Erfurtern den Freiraum geben, ihren Ort selbstbestimmt mit zu entwickeln und ihn sich gemeinsam nach und nach im Selbstausbau anzueignen.«
Andrea Hofmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Da für Thüringen Migration einen wichtigen Impuls für die Entwicklung darstellt, suchte die IBA im Rahmen des Projektaufrufs ›Arrival StadtLand‹ seit 2016 nach Menschen, Orten und Ideen in ganz Thüringen, die Zuwanderung als Chance begreifen und aktiv gestalten wollen.

Das Wir Labor in Erfurt ist so ein Ort. Der Verein Plattform e.V. will in Kooperation mit der Stadt Erfurt ein leerstehendes städtisches Bürogebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Containerunterkunft für Geflüchtete im Norden der Stadt in Nutzung nehmen. Geflüchtete und Migrant:innen, aber auch alle Erfurter:innen sollen das Projekt selbstbestimmt als Wir Labor mitentwickeln. Ziel ist die inklusive und integrative Entwicklung eines neuen gemeinschaftlichen Produktions- und Werkstatthauses für eine nachhaltige Willkommenskultur als neues Stadtteilzentrum von allen für alle.

Das ›Wir‹ steht dabei nicht nur für die gemeinsame inhaltliche, sondern auch für die gestalterische Entwicklung des Leerstandes. Dafür erproben die Akteure einfache Standards, die bei bezahlbaren Kosten eine hohe Qualität versprechen.

Das Wir Labor Erfurt ist Teil der IBA Projektfamilie Arrival StadtLand. Arrival StadtLand ist ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes, gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Foto: Martin Schaarschmidt, Plattform e.V.

Mit der Gestaltung wird ein innovativer Beitrag zum sukzessiven Umbau unter Gesichtspunkten des partizipativen und zirkulären Bauens entwickelt. Möglichkeiten und Grenzen des Selbstumbaus sollen erprobt und gleichzeitig einfache, ressourcenbewusste Gestaltungsoptionen zu bezahlbaren Kosten getestet werden. Das Wir Labor wird damit nicht nur zu einem Testfall für eine inklusive Gemeinschaft, sondern auch zu einem Reallabor für einen experimentellen Bestandsumbau.

2017 fanden dazu erste Gespräche mit interessierten Mitstreitern statt. Aufräumaktionen sowie Möbelbauworkshops luden zum Mittun und Mitdenken über die Entwicklung des Hauses ein. Nächster Meilenstein war 2018 die zeitweise Öffnung des Gebäudes für einfache Begegnungs- und Aufenthalts-, Büro-, Lern- und Werkstatträume.

Mehr zum Projekt 
Fachbeirat empfiehlt IBA Projektstatus für ›Wir Labor‹
05. März 2021

Fachbeirat empfiehlt IBA Projektstatus für ›Wir Labor‹

Arrival StadtLand Kongress
13. Mai 2019

Arrival StadtLand Kongress

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Wir Labor Erfurt
Vollbrachtstraße 12
99086 Erfurt
Deutschland
Projektträger
Ansprechpartnerin

Kerstin Faber
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-10
kerstin.faber@iba-thueringen.de

Gera, Häselburg

Gera, Häselburg

Gera, Häselburg

Alte Mädchenschule neu genutzt: Freies Kulturzentrum öffnet sich der Welt

»Kunstsinnige aus der Metropole finden im StadtLand Thüringen neuen Lebensraum und entdecken die kulturellen Potenziale des (noch) stagnierenden Gera: In der Häselburg wird der ›Luxus der Leere‹ (W. Kil) mit Mut, Phantasie und feinem Gestaltungssinn gelebt.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

In der Geraer Innenstadt wird eine ehemalige Mädchenschule aus dem 19. Jahrhundert schrittweise zu einem neuen Zentrum für Kunst und Kultur umgebaut. Viele Jahre stand das Gebäudeensemble leer, bis die Kulturschaffenden Dr. Claudia Tittel und Burkhard Schlothauer es entdeckten. 2016 begannen sie, ihre Idee eines freien Kunst- und Kulturzentrums hier in die Tat umzusetzen.

Nach und nach wurde und wird das Gründerzeitensemble, das 2.600 Quadratmeter umfasst, mit und für die zukünftigen Nutzer:innen aktiviert. Zwei Gebäude sind bereits fertiggestellt, die Sanierung des dritten Teils begann 2020.

Die behutsame Sanierung erfolgte größtenteils in Eigenregie in einem dynamischen Prozess mit Zwischennutzungen. Inzwischen sind die Räume durch die Galerie für zeitgenössische Kunst, die freie Kunstschule Gera, Künstlerateliers, den Veranstaltungsraum ›Altes Wannenbad‹ sowie als Künstler- und Gästezimmer wieder voll genutzt. Ankermieter ist das Medienbildungszentrum der Thüringer Landesmedienanstalt. Der Ausbau der Veranstaltungsräume wurde aus Mitteln des Freistaates Thüringen und des Bundes, zuletzt durch das Programm Neustart Kultur, finanziell unterstützt. Um die Häselburg als kreativen Begegnungsort in Gera zu stärken, ist außerdem ein Kulturcafé geplant. 

Mehr zum Projekt 
IBA Fachbeirat empfiehlt IBA Projektstatus für Häselburg
04. September 2020

IBA Fachbeirat empfiehlt IBA Projektstatus für Häselburg

Planungen für Neubau
01. März 2020

Planungen für Neubau

Arrival StadtLand Kongress
13. Mai 2019

Arrival StadtLand Kongress

Kulturprogramm 2017 gestartet
07. Oktober 2017

Kulturprogramm 2017 gestartet

1. Sommerakademie in der Häselburg
05. April 2017

1. Sommerakademie in der Häselburg

Vorbereitungstreffen am 21. Juni 2017. Foto: Thomas Müller

Vorbereitungstreffen am 21. Juni 2017. Foto: Thomas Müller

Abschlussveranstaltung der Sommerakademie am 7. Juli 2017. Foto: Henry Sowinski

Abschlussveranstaltung der Sommerakademie am 7. Juli 2017. Foto: Henry Sowinski

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Häselburg
Florian-Geyer-Straße 15
07545 Gera
Deutschland
Förderer
Planungsbeteiligte
Ansprechpartner

Dr. Bertram Schiffers
Projektleiter
Telefon +49 3644 51832-14
bertram.schiffers@iba-thueringen.de

Gera, Neue Mitte

Gera, Neue Mitte

Gera, Neue Mitte

Reallabor Innenstadt: Bürger und Kommune entwickeln 2,5 Hektar Innenstadt

»Das Projekt ist ein Musterbeispiel für das Engagement und die Professionalität von Akteuren und Organisationen der Stadtgesellschaft. Hoffentlich kommt es bald in die Umsetzung, damit die Mühen belohnt werden.«

Uli Hellweg, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

Mitten in Gera stehen vor dem Kultur- und Kongresszentrum 2,5 Hektar Brachfläche zur Verfügung. Für diesen einst belebten Teil des Zentrums sucht die Stadt einen neuen Maßstab und Rhythmus von Gebäuden und Freiraum, konnte jedoch in den vergangenen Jahren keine Investoren anlocken. Geraer Bürger:innen und Unternehmer:innen haben die Entwicklung schließlich selbst in die Hand genommen, in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Gera.

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Gera und dem Verein ›Ja – für Gera‹ wurde zum Ausgangspunkt der IBA Kandidatur 2014. Im folgenden Jahr wurden im Rahmen des europäischen Nachwuchswettbewerbs ›Europan‹ Ideen zur Entwicklung der Neuen Mitte gesucht. 24 Projektvorschläge – so viele Ideen gingen beim Europan-Wettbewerb für den IBA Kandidaten ›Vernetzte Stadt - Starke Mitte‹ 2015 ein. Die Ausstellung der Entwürfe des Wettbewerbs im Kultur- und Kongresszentrum Gera zog 2016 rund 3.500 Besucher:innen an.

Mehr zum Projekt 
Ausstellung ›KuK an 3!‹
02. Juni 2020

Geras Neue Mitte schafft neuen Freiraum


Ausstellung ›Konzeptverfahren und Baukultur‹

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) präsentierte elf vorbildhafte Projekte aus deutschen Städten. Bei der Konzeptvergabe werden Grundstücke nicht zum höchsten Preis, sondern nach inhaltlichen und strategischen Kriterien an herausragende Projekte vergeben. Die gezeigten Beispiele waren als Anregung für Geras Neue Mitte zu sehen.

Städtebauliches Modell des Rahmenplans Geras Neue Mitte

Die räumliche Dimension der künftig möglichen Entwicklung ließ sich am aktualisierten Modell im Maßstab 1:200 gut erfassen und diskutieren.

Rahmenplan

Mit den Ergebnissen der Ausstellung ›KuK an 2!‹ wurde der Rahmenplan 2018 nochmals überarbeitet und am 23. August 2018 vom Stadtrat beschlossen. ›Kuk an 3!‹ zeigte die Änderungen seit 2018 und den aktuellen Stand.

Bebauungspläne

Am 11. April 2019 hat der Stadtrat die Entwürfe der Bebauungspläne B 120/17 und B 121/17 für Geras Neue Mitte beschlossen. Der endgültige Satzungsbeschluss steht noch aus.

Campus Rutheneum

Nächstes Jahr eröffnet der neue Schulcampus des Goethe-Gymnasiums an der Johannisstraße. ›KuK an 3!‹ zeigte die aktuellen Pläne.

Geranien

Im Sommer 2019 hielt das Freiraumaktivierungsmodul Framo in Geras Neuer Mitte Einzug. Sechs Wochen lang gab es vielfältige Veranstaltungen, Gespräche, Konzerte, Spiel- und Sport. Das Kollektiv Raumstation und der Kurator Max Schreiner zeigten einen Rückblick.

Realisierungs- und Ideenwettbewerb
03. Januar 2020

Realisierungs- und Ideenwettbewerb

Die IBA Thüringen und ihre Projektpartner:innen in Gera freuen sich, einen offenen Realisierungs- und Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Freiraums Mitte anzukündigen.

Geras Neue Mitte ist das Stadtentwicklungsprojekt für die große innerstädtische Brache vor dem Kultur-
und Kongresszentrum (KuK). Als Impulsprojekt zur Revitalisierung der Innenstadt des Oberzentrums Gera in Ostthüringen wird der neue Freiraum Mitte weit in Stadt und Region ausstrahlen. Einst als repräsentatives, sozialistisches Zentrum für damals 135.000 Einwohner:innen angelegt, sind auf der 2,5 Hektar großen Fläche nun ein zeitgenössischer Maßstab und ein neues Nutzungsprofil für heute 95.000 Einwohner:innen gefragt. Ein öffentlicher, demokratischer Raum für die Stadtgesellschaft soll entstehen.

Kernelemente des geplanten Innenstadtquartiers sind ein Grünzug und die Plätze vor dem KuK und am Stadtmuseum. Als Projekt der IBA Thüringen sucht die Stadt Gera nach einer unverwechselbaren Gestaltung, die eine hohe Aufenthaltsqualität in ihre zentralen öffentlichen Räume bringt. Der Freiraum Mitte an der Kreuzung der Hauptfußgängerachse mit dem neuen Grünzug wird die künftige Identität und Attraktivität der Innenstadt entscheidend mitprägen. 

Der offene Wettbewerb richtet sich an Landschaftsarchitekten sowie Stadtplaner in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten. Die Arbeiten sind bis 17. März 2020 einzureichen. Es steht eine Preissumme von insgesamt 65.000 Euro netto zur Verfügung.

Die IBA Thüringen freut sich auf eine rege Beteiligung an dieser spannenden Aufgabe und wünscht einen guten Start ins neue Jahr.

Freiraumaktion ›GERANIEN‹
03. August 2019

Demokratischer Raum der Selbstermächtigung, der Offenheit und des gemeinsamen Gestaltens

GERANIEN war das Freiraumfestival, mit dem das Kollektiv Raumstation die Neue Mitte 2019 mit Leben füllte.

Mut zur Stadt
25. Februar 2019

Mut zur Stadt

Rahmenplan plus beschlossen
24. August 2018

Rahmenplan plus beschlossen

Geras Neue Mitte nimmt Form an!
21. Februar 2018

Geras Neue Mitte nimmt Form an!

Geras Oberbürgermeisterin und die Projektpartner:innen am Modell von yellow z. Foto: Thomas Müller

Initiative Bürgerpark von Heinz Klotz. Foto: Thomas Müller

Erinnerungen an die Zitronenpresse vom Kollektiv Raumstation. Foto: Thomas Müller

Geras Neue Mitte ist das größte Stadtentwicklungsprojekt seit der BUGA Gera-Ronneburg 2007, insbesondere wenn man Häselburg, Campus Rutheneum und KuK-Sanierung mit einbezieht. Die Entwicklung wird sich entsprechend der Investitionskraft schrittweise und langfristig vollziehen. Solange möchten viele Bürger:innen nicht mehr warten. Die AG Zwischennutzung des Initiativkreises plant für 2018 erste Pflanzungen und weitere Aktionen zur Aneignung und Belebung von Geras Neuer Mitte, darunter das Aufstellen und Flechten der Gera-Bänke, der Ausbau des Lesegartens und ein Info-Punkt. Auch die Initiative Bürgerpark will sich einbringen.

Mit dem Beschluss des Rahmenplans und den ersten Realisierungsvorhaben kann Geras Neue Mitte vom IBA Kandidat zum IBA Projekt werden. Die Internationale Bauausstellung Thüringen 2023 hat das Motto ›StadtLand‹. Zugleich weltoffen und mit regionalem Bezug sucht sie neue Verbindungen zwischen Ortskern und Landschaft, Architektur und Freiraum. Für Geras Neue Mitte heißt das ein starkes Zentrum in Ostthüringen mit regionaler Wertschöpfung und gestalterische Innovationen bei der Integration von Grün in der Stadt und in Gebäuden.

Weitere Infos über Geras Neue Mitte unter: www.gera.de/gnm und https://www.facebook.com/GerasNeueMitte.

Erste Aktionswoche in Geras Neuer Mitte
25. Juni 2017

Erste Aktionswoche in Geras Neuer Mitte

Rahmenplan plus für Geras Neue Mitte
22. März 2017

Rahmenplan plus für Geras Neue Mitte

Das Team für den Rahmenplan von Geras Neuer Mitte.

Entwicklungsrahmen für Geras Neue Mitte
21. Oktober 2016

Entwicklungsrahmen für Geras Neue Mitte

Ausstellung der Europan Entwürfe für Gera zieht 3.500 Besucher:innen an
29. Februar 2016

Ausstellung der Europan Entwürfe für Gera zieht 3.500 Besucher:innen an

Internationaler Workshop mit Europan-Preisträgern
12. Februar 2016

Internationaler Workshop mit Europan-Preisträger:innen:
Entwürfe für Geras Neue Mitte

Neue Ideen für die Freifläche in Gera: Europan Wettbewerb prämiert vier Entwürfe
04. Dezember 2015

Neue Ideen für die Freifläche in Gera: Europan Wettbewerb prämiert vier Entwürfe

Ein Preis mit 12.000 Euro ging an Marc Torras Montfort und Annelie Seemann (Berlin) für ihren Entwurf einer ›Kolonisierung der Stadtmitte‹. Die Preisträger schlagen ein städtebauliches Gerüst aus öffentlichen Plätzen, Wegen sowie Parzellen unterschiedlicher Nutzung vor. Drei gezielt platzierte dauerhafte Gebäude spannen den Raum für temporäre Nutzungen, aber auch eine künftige bauliche Verdichtung auf. Dabei gehen die Verfasser:innen differenziert auf den Maßstab der Stadt und die Beteiligungspotenziale der Bürgerschaft ein.

Ankauf (6.000 Euro): Connected_Urbis, Gautier Duthoit (Gresswiller, Frankreich): Der Entwurf sieht eine dichte urbane Baustruktur vor, die räumlich gut auf die heterogene Umgebung reagiert. Der partizipative Entwicklungsprozess findet sowohl online als auch in einem sogenannten Viertelhaus statt. Vorschläge für temporäre Nutzungen und Gestaltungen enthält dieses Konzept nicht.

Anerkennungen: Eine Goldene Mitte für Gera, Franziska Schieferdecker, Friedemann Rentsch, Wolfgang Hilgers, Filip Staszkiewicz (Dresden). Das Areal erhält auf pragmatische Weise durch Zwischennutzungen eine stadt­räumliche Fassung. Hierzu schlagen die Verfasser:innen konkrete Beteiligungsstrukturen vor. Die langfristigen Bebauungsoptionen sind nur vage formuliert.

Anerkennung: Das ist Gera, Timothy Vanagt (Antwerpen, Belgien). Mit einem großen öffentlichen Freiraum, gerahmt von einem multifunktionalen Arkaden-Bauwerk, liefert die Arbeit ein starkes Bild für Geras neue Mitte. Die Umsetzung dieses konzeptionellen Ansatzes bleibt hingegen offen.

Ausführliche Präsentation der Entwürfe auf europan.de

Internationaler Workshop: Innerstädtische Brachfläche sucht neue Nutzer
27. November 2015

Internationaler Workshop: Innerstädtische Brachfläche sucht neue Nutzer

Thorsten Mehnert aus Leipzig, Unternehmensberater und engagierter Bürger, erklärte ganz konkret, wie Bürger und Stadtverwaltung in Leipzig auf Augenhöhe zusammengearbeitet haben, um die große Brache des Güterbahnhofes Leipzig-Plagwitz nachzunutzen. Er erläuterte die Organisation und den Betrieb dieser Koproduktion.

Am Samstag morgen diskutierten die Teilnehmer in drei Gruppen mit den Referenten des Vortages intensiv über Zwischennutzungen, Städtebau und Arbeitsstrukturen. Im Ergebnis zeichneten sich ein Drehbuch, Aufgaben und Aktionen zur Entwicklung der Brache an der Breitscheidstraße ab. Viele Teilnehmer sagten spontan ihre Mitarbeit für die weiteren Schritte zu.

Veranstalter:innen waren die IBA Thüringen, Ja - für Gera e.V. und die Stadt Gera. Die Moderation übernahm die Bürogemeinschaft Stadtstrategen aus Weimar. Die Räume stellten die Sparkasse Gera-Greiz und die Stadt Gera zur Verfügung. 

Qualifizierungsvereinbarung für IBA Kandidaten ›Vernetzte Stadt - Starke Mitte‹ unterzeichnet
19. August 2015

Qualifizierungsvereinbarung für IBA Kandidaten ›Vernetzte Stadt - Starke Mitte‹ unterzeichnet

›Vernetzte Stadt – Starke Mitte‹ begrüßte Europan-Architekten in Gera
30. April 2015

›Vernetzte Stadt – Starke Mitte‹ begrüßte Europan-Architekten in Gera

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Breitscheidstraße
07545 Gera
Deutschland
Kannawurf, 1.500 Hektar Zukunft

Kannawurf, 1.500 Hektar Zukunft

Kannawurf, 1.500 Hektar Zukunft

Klima-Kultur-Landwirtschaft: Erprobung einer klimagerechten, kooperativen Land(wirt)schaft

»Landschaft und Landwirtschaft sind nicht nur ähnliche Worte, sie haben, besonders in Thüringen, tatsächlich große Schnittmengen. In Kannawurf wird diese Beziehung, die für die Zukunft ländlicher Räume existenziell ist, aufs Neue befragt und erforscht.«
Dr. Kenneth Anders, Fachbeirat IBA Thüringen

Landschaften sind nicht nur Natur- oder Wirtschaftsräume, sondern auch kulturelle Güter. Wie wir sie pflegen und bewirtschaften, hat entscheidende Wirkung auf das Leben in Stadt und Land. Das wertvolle Gut Boden ist jedoch begehrt: Energie- und Nahrungsmittelproduktion, Gewerbe, Logistik- und Straßenbau, Natur-, Hochwasser-, Landschafts- und Ressourcenschutz genauso wie der Tourismus konkurrieren darum. Der Klimawandel stellt gleichzeitig neue Bedingungen auf. Was bedeutet das für die Zukunft der Land(wirt)schaft?

In einer Kooperation der Landwirtschaft Kannawurf Betriebsgesellschaft mbH, der agrar-GmbH Oldisleben und der IBA Thüringen mit dem IBA Kandidaten Künstlerhaus Thüringen e. V. wurde eine Machbarkeitsstudie für 1.500 Hektar bewirtschaftete Agrarflächen beispielhaft auf der Gemarkung Kannawurf im Landkreis Sömmerda von der Agentur Green4Cities GmbH in Kooperation mit der SEKEM Energy GmbH erstellt. Im Ergebnis ist das Leitbild ›Klimalandschaftstypologien mit überbetrieblichem Fruchtfolgenmanagement‹ entstanden.

Für das Leitbild wurden in Kannwurf drei sogenannte Klimalandschaftstypologien — Hang, Kuppe, Aue — aufgrund ihrer unterschiedlichen lokalklimatischen Effekte identifiziert. In diesen werden jeweils konkrete Maßnahmen zur Minimierung der Wind- und Wassererosion, von Hitzeinseln und Oberflächentemperaturen und gleichzeitig Anpassungsstrategien an den Klimawandel definiert. 

Das Auenbecken liegt im Frischlufteinströmbereich, wodurch kühlere Temperaturen und ein feuchteres Habitat gehalten werden können. Wesentlich ist daher, dass diese Kaltluftdurchströmung im Aubereich erhalten und freigehalten wird, um wichtige Anbaustandorte für hochwertige Kulturen zu sichern. © Green4Cities

Die Hangzonen und die Kuppen sind bereits heute geprägt von hohen Temperaturen. Mithilfe von Mischkulturen und Untersaaten sollen die Felder daher möglichst lange begrünt und hierdurch eine Erhöhung der Wasserspeicherfähigkeit, Verminderung der Verdunstung, Erosionsschutz und eine humusaufbauende Wirkung erzielt werden. © Green4Cities

Zu den speziellen Anpassungsstrategien gehören ein speziell für die jeweilige Typologien definierter Anbau von Mischkulturen, Untersaaten und Fruchtfolgen sowie die Umsetzung der Nachhaltigkeitstechnik ›Keyline Design‹. Keylines meinen beispielsweise mit dem Wendepflug in den Boden geschnittene ›Schlüssellinien‹ parallel zum Hang, um die Wasserspeicherung im Boden vor Ort zu erhöhen und Bodenerosion zu reduzieren.

Mehr zum Projekt 
Werkstattgespräch ›Zukunft Landwirtschaft‹
14. September 2020

Werkstattgespräch ›Zukunft Landwirtschaft‹ - Neue Klimakulturen und Kooperationen

In einer Kooperation mit der Landwirtschaft Kannawurf Betriebsgesellschaft mbH, der agrar-GmbH Oldisleben und der IBA Thüringen GmbH mit dem Künstlerhaus Thüringen e.V. wurde eine Machbarkeitsstudie zur nachhaltigen Entwicklung von bewirtschafteten Agrarflächen beispielhaft auf der Gemarkung Kannawurf im Landkreis Sömmerda erstellt. Im Ergebnis ist das ganzheitliche Leitbild ›Klimalandschaftstypologien mit überbetrieblichem Fruchtfolgenmanagement‹ entstanden.

Im Rahmen der Leitbildentwicklung wurden innerhalb der Gemarkung Kannawurf drei Klimalandschaftstypologien - Hang, Kuppe, Aue - aufgrund lokal-klimatischer Effekte identifiziert. In diesen sollen jeweils konkrete Maßnahmen zur Minimierung der Erosion (Wind- und Wassererosion), von Hitzeinseln und Oberflächentemperaturen und gleichzeitig Anpassungsstrategien an den Klimawandel umgesetzt werden. Dazu gehören ein speziell für den Standort definierter Anbau von Mischkulturen, Untersaaten und Fruchtfolgen sowie die Umsetzung der Nachhaltigkeitstechnik ›Keyline Design‹.

Die wirtschaftliche Basis der neuen Klimalandschaftstypologien bildet der Aufbau eines überbetrieblichen Fruchtfolgenmanagements als Zusammenschluss zwischen Agrarunternehmen sowie Verarbeitern. Dazu wird der Fruchtwechsel nicht nur betriebsintern sondern überbetrieblich regional ausgerichtet, um auch bei kleineren Schlägen und der Erhöhung der Feldfruchtsortenanzahl größere Abnahmemengen gewährleisten zu können. Dies erzeugt sowohl bei den Landwirten (weniger Risiko) wie auch bei den Abnehmern (mehr Sicherheit bei größeren Mengen) Stabilität. Verarbeitung und Lagerkapazitäten sowie spezialisierte Maschinen (z.B. Miete) können geteilt werden, um Kosten zu minimieren. 

Das Neue an dieser Kooperation ist, dass es nicht nur um die allgemeine Erhöhung der Wertschöpfung geht, sondern um die ökologische und gleichzeitig ökonomische Stabilisierung einer klimagerechten Land(wirt)schaftsregion. Die Landschaft gibt die Regeln vor, nicht der Bedarf. Vorrangig soll damit auch eine regionale Wertschöpfungskette aufgebaut werden, die wieder neue Bezüge zwischen Stadt, Land und Landschaft sowie zwischen Produzent*innen und Konsument*innen generiert.

Bei dem IBA Werkstattgespräch am 1. Oktober wurden das neue Leitbild ›Klimalandschaftstypologien mit überbetrieblichem Fruchtfolgenmanagement‹ präsentiert und Beiträge zu Strategien des Ressourcenschutzes und regionaler Kooperationen in Thüringen zur Diskussion gestellt. Welche Perspektiven haben die Konzepte und Strategien? Welche Chancen bieten sie? Woran müssen wir gemeinsam weiter denken und arbeiten? Wie können wir weitere Partner finden? Welche Erfahrungen gibt es aus ähnlichen Projektvorhaben? Und was können wir lernen?


10 Uhr 
Come together

10.10 Uhr 
Begrüßung 
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin IBA Thüringen, Apolda 
Dr. Ingo Zopf, Abteilungsleiter Landwirtschaft und Ländlicher Raum im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Erfurt 

10.25 Uhr 
1.500 Hektar Zukunft Kannawurf 
Fragen an die Land(wirt)schaft 

Roland Lange, Vorsitzender des Künstlerhaus Thüringen e.V. und IBA Kandidat, Kannawurf 
Kerstin Faber, Projektleiterin IBA Thüringen, Apolda

Projektpräsentationen inkl. Rückfragen:

10.45 Uhr 
Neue Klimakulturlandschaft 
Klimalandschaftstypologien mit überbetrieblichem Fruchtfolgenmanagement
 
Bernhard König, Landschaftsarchitekt und Geschäftsführer der Green4Cities GmbH, Wien

11.15 Uhr 
Keyline Design 
Möglichkeiten und hydrologische Wirkung der Nachhaltigkeitstechnik 

Philipp Gerhardt, Forstwirt und Geschäftsführer Baumfeldwirtschaft, Brück 
Dr. Mohamad Reza Salehi Sadaghiani, Bauingenieur und Projektleiter Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar

11.45 Uhr 
Regionalbündnis Thüringen 
Neues Netzwerk zwischen Erzeugern und Verarbeitern 

Dr. Frank Augsten, Abteilungsleiter Landwirtschaftliche Erzeugung, Gartenbau und Bildung im Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), Jena 

12.15 Uhr 
Gemeinsames Mittagessen

13.00 Uhr 
Moderiertes Werkstattgespräch 
- Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin IBA Thüringen, Apolda 
- Katrin Hucke, Rechtsanwältin und Hauptgeschäftsführerin Thüringer Bauernverband e. V., Erfurt 
- Dr. Frank Augsten, Abteilungsleiter Landwirtschaftliche Erzeugung, Gartenbau und Bildung im TLLLR, Jena 
- Bert Kämmerer, Vorsitzender Kreisbauernverband Erfurt/Sömmerda und Geschäftsführer der Geratal Agrar GmbH & Co. KG, Andisleben 
- René Kolbe, Leiter Pahren Agrar Kooperation, Pahren 

Gegen 14.00 Uhr 
Ausklang

Moderation: 
Daniel Dabbelt, Journalist, top agrar

Die Machbarkeitsstudie wird gefördert im Rahmen der Zusammenarbeit in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (LFE) durch Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete (ELER) und den Freistaat Thüringen, 2019-2020

Leitbild für eine neue, klimagerechte Kulturlandschaft Kannawurf
10. März 2020

Leitbild für eine neue, klimagerechte Kulturlandschaft Kannawurf

EU Förderung für den Acker der Zukunft
01. Januar 2019

EU Förderung für den Acker der Zukunft

Landwirtschaft in Thüringen: Innovation statt Nostalgie
06. Juli 2017

Landwirtschaft in Thüringen: Innovation statt Nostalgie
IBA Werkstattgespräch in Apolda

Über 70 Besucher kamen zum IBA Werkstattgespräch in den Eiermannbau Apolda. Foto: Thomas Müller

Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand begrüßt die Besucher im Eiermannbau Apolda. Foto: Thomas Müller

Dr. Ingo Zopf, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Foto: Thomas Müller

Thematische Einführung von Dr. Kenneth Anders, Büro für Landschaftskommunikation und IBA Fachbeiratsmitglied. Foto: Thomas Müller

IBA Werkstattgespräch ›Landwirtschaft in Thüringen: Innovation statt Nostalgie‹.

Claudia Siebeck und...

Dirk Wascher stellen die Ergebnisse des IBA Campus vor. Foto: Thomas Müller

Die Fotografin Frederike Sauerbrey und Roland Lange vom Künstlerhaus Thüringen e.V. präsentieren die Fotoausstellung ‚Ich, in meinem Dorf’. Foto: Thomas Müller

Rundtisch-Gespräch. Foto: Thomas Müller

Dr. Klaus Hollenberg, Landwirtschaftliche Rentenbank Frankfurt. Foto: Thomas Müller

Dr. Stefan Blöttner, Thüringer Bauernverband e.V. Foto: Thomas Müller

Dr. Katja Gödeke, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft. Foto: Thomas Müller

Claudia Siebeck, IBA Thüringen. Foto: Thomas Müller

Heinrich Meusel, Landwirt, HEU-HEINRICH Vertriebs UG & Co. KG. Foto: Thomas Müller

Anschließend stellte der Campusleiter Dirk Wascher und Claudia Siebeck die vier Szenarien des IBA Campus ‚1.500 Hektar Zukunft’ vor. Diese gehen sämtlich auf globale Zusammenhänge ein, sichern aber auch die regionale Identität und gehen von tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft aus. In allen Entwürfen wird das Thüringer Becken mit seinen fruchtbaren Böden und seiner Weite nicht nur erhalten, sondern auch nachhaltig gesichert. Einmal dienen Mono-Waben zur Sicherung der Welternährung, ein andermal werden großmaßstäblich Industriepflanzen angebaut, um den Weltmarkt der biogenen Kunststoffindustrie bedienen zu können. In einem weiteren Szenario wird die Gemeinde Kannawurf zur Region mit Exzellenzprodukten wie z.B. Kaffee. Regionale Selbstversorgung, der Schutz von Flüssen, Wäldern und Wiesen, die Zugänglichkeit von Landschaft spielt in Zwischenräumen und ‚ökosozialen Netzen’ eine große Rolle, ebenso eine finanzielle Unabhängigkeit der Region und gemeinschaftliches Denken und Handeln.

Daran anschließend präsentierte die Fotografin Frederike Sauerbrey zusammen mit Roland Lange vom Künstlerhaus Thüringen e.V. die Fotoausstellung ‚Ich, in meinem Dorf’.

Am Nachmittag lud das Rundtisch-Gespräch zum gemeinsamen Austausch ein. Auf dem Podium diskutierten Dr. Katja Gödeke (Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft), Dr. Stefan Blöttner (Thüringer Bauernverband e.V.), Heinrich Meusel (Landwirt, HEU-HEINRICH Vertriebs UG & Co. KG), Dr. Klaus Hollenberg (Landwirtschaftliche Rentenbank Frankfurt), Claudia Siebeck (IBA Thüringen) und Dirk Wascher (Wageningen University Research) mit dem Publikum über das Verhältnis von Landwirtschaft und Landschaft in Thüringen. Sie behandelten Fragen der nachhaltigen Produktion und Umgang mit Ressourcen, die Langfristigkeit der Produktionsfaktoren, das Verhältnis zwischen Stadt und Land, die Vielfalt des ländlichen Raumes und seine Nutzung, die Möglichkeiten zur (Mit-)Gestaltung und der Kommunikation.

IBA Campus entwickelt vier Szenarien für die Kulturlandschaft des 21. Jahrhunderts
06. Juli 2017

IBA Campus entwickelt vier Szenarien für die Kulturlandschaft des 21. Jahrhunderts

Das Team des IBA Campus 2017.

Campusleiter Dirk Wascher.

Innenhof von Schloss Kannawurf, dem Austragungsort.

Präsentation der Fotoausstellung ›Ich, in meinem Dorf‹.

Der IBA Campus fand in einer Umgebung statt, in der der kreative, künstlerische Umgang mit der Landschaft auch anderweitig praktiziert wurde: Das Künstlerhaus Thüringen e.V. – der Kooperationspartner des IBA Campus – organisiert hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen und eröffnete im Juni ein eindrucksvolles, temporäres Feldtheater.

Medienpartner des IBA Campus war die Fachzeitschrift Garten und Landschaft.

Teilnehmeraufruf IBA Campus 2017
01. März 2017

(Er)Findung einer neuen Landschaftstypologie des 21. Jahrhunderts

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Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
06578 Kannawurf
Deutschland
Träger / Partner
Förderer
  • Machbarkeitsstudie: Förderung der Zusammenarbeit in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (LFE) durch Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete (ELER) und den Freistaat Thüringen, 2019-2020
Ansprechpartnerin

Kerstin Faber
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-10
kerstin.faber@iba-thueringen.de

Saalfeld, Beulwitzer Straße

Saalfeld, Beulwitzer Straße

Saalfeld, Beulwitzer Straße

Zwischenraum zum Ankommen: Anwohner und Geflüchtete bauen Werk- und Freiräume

»Der gemeinsame Bau des sogenannten Werkhauses als Nachbarschaftstreff und Werkstattort zeigte das Potential, welches Bewohner an der persönlichen Weiterentwicklung ihres Quartiers und der Stadt haben können. In der Beulwitzer Straße in Saalfeld passiert das vorbildlich und mit einem großen Mehrwert für das gesamte Stadtquartier. Und so sind die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Bewohner mit ihren vielfältigen Hintergründen Ausgangspunkt für eine nachhaltige und integrative Entwicklung eines Quartiers in Randlage.«
Andrea Hofmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Auf dem Gelände der alten Kaserne an der Beulwitzer Straße in Saalfeld baut die Stadt ein Werkhaus im ›Zwischenraum zum Ankommen‹ als neue soziale Infrastruktur im jüngsten und kulturell vielfältigsten Quartier im Landkreis. Ziel ist es, im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe eine voraus­setzungslose, wohnortnahe Vorstufe für Ausbildung, Gründung oder Beschäftigung zu schaffen. Dabei wird bereits der Planungs- und Bauprozess mit vielen Werkstätten und Bauaktionen zum Beteiligungsprojekt und Lernfeld.

Mit dem ›Zwischenraum zum Ankommen‹ ist sowohl die Lage des Quartiers zwischen Stadt und Land als auch die Lage des Grundstücks zwischen der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und den Wohngebäuden gemeint. Er bezeichnet auch die Orientierungsphase zwischen Herkunft und Zukunft, sowie den Übergang zwischen Ausbildung und Beruf, Familie und Gesellschaft. Angestrebt wird eine lebendige Nachbarschaft mit Möglichkeitsräumen und Unterstützungsangeboten, das allen persönliche Entwicklungsperspektiven und gesellschaftliche Teilhabe eröffnet. 

Seit 2015 hat die Stadt Saalfeld gemeinsam mit dem Bildungszentrum Saalfeld die Idee des Werkhauses konsequent vorangetrieben, das 2016 über den Aufruf ›Arrival StadtLand‹ zur IBA Thüringen kam. In der Ideenstudie von Urban Catalyst, die 2017/18 gemeinsam mit den Bewohner:innen entwickelt wurde, entstand die Vision eines multifunktionalen, modularen Gebäudes mit Werkräumen u.a. zum Bauen, Reparieren, Kochen, Nähen, sowie Flächen für kleinteiligen Handel, Café, Begegnung und Bildung und ver­schie­denartige Freibereiche für Garten, Sport und Spiel. Ein Aktionsraumkonzept von nonconform im Jahr 2020 präzisierte und aktualisierte das Baufeld und die Funktionszuordnungen.

Perspektivisch wird das Werkhaus ein kontinuierlicher Entwicklungs- und Beteiligungsprozess. Als Gemeinschaftswerk entsteht es aus einer breiten Mitwirkung im Rahmen der Bauplanung und der Baustelle, sowie auch durch Unterstützung in Form von Geld-, und Materialspenden. So soll das Gebäude anhand der Raumbedürfnisse und der Beiträge von Nutzer:innen und Unterstützer:innen modular wachsen und sich wandeln.

Nach der Sicherung des Baugrundstücks sowie der Städtebauförderung von Bund und Land hat der Fachbeirat der IBA Thüringen 2020 den Status eines IBA Projektes empfohlen. Den Bauprozess im Quartier begleitet Dirk Böhme aus Saalfeld als Werkhausmanager. Das städtebauliche Konzept mit dem langen Laubengang als Begegnungs- und Erschließungszone wurde von der Arge Ifau, Jesko Fezer und Projektbüro Hamburg entwickelt. Die Ausführungsplanung der Holzbau-Architektur hat Sigmaplan Weimar übernommen. Die Freianlagen werden von IHLE Landschaftsarchitekten Weimar geplant. Der Baustart ist für 2022 geplant.

Mehr zum Projekt 
Zukünftiges Werkhaus in Modellbauworkshop visualisiert
04. April 2022

Zukünftiges Werkhaus in Modellbauworkshop visualisiert

Mit dem Modell wird das Bauvolumen und die Holzbauweise des eingeschossigen Werkhauses unmittelbar sichtbar. Foto: Christian Uthe

Anwohner:innen und Besucher:innen können sich nun einen plastischen Eindruck von der Planung verschaffen. Foto: Christian Uthe

Das Modell unterstützt die weiteren Planungsschritte und motiviert die Mitwirkenden im Prozess. Foto: Claudia Schaar

Foto: Christian Uthe

Ebenfalls anhand eines Arbeitsmodell wurde die Quartierswerkstatt entworfen, die im Sommer durch den Umbau und Ausbau eines Seecontainers auf dem Hof des Werkhauses entsteht. Weiterhin wurde die Küche des Werkhauses mit einem Modell im Maßstab 1:25 nachgebaut, um Funktionen, Arbeitswege, Nassstrecke und Anschlüsse festzulegen. 

IBA Fachbeirat empfiehlt IBA Projektstatus für Beulwitzer Straße
04. September 2020

IBA Fachbeirat empfiehlt IBA Projektstatus für Beulwitzer Straße

Arrival StadtLand Kongress
13. Mai 2019

Arrival StadtLand Kongress

Sommerwerkstatt Zwischenraum zum Ankommen 2017
09. August 2017

Sommerwerkstatt Zwischenraum zum Ankommen 2017

Foto: Bertram Schiffers

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Die Sommerwerkstatt wurde gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung und dem BMELV, 500Landinitiativen. Die Projektpartner Stadt Saalfeld und Bildungszentrum Saalfeld streben an, 2018 eine temporäre Baustruktur für die Aktivitäten der Anwohner zu schaffen, als Zwischenschritt hin zu einer dauerhafte Bebauung.

Weitere Informationen: facebook.de/beulwitzdoit

Presse: 
OTZ: Hämmern am nachhaltigen Neubau
OTZ: Großes Sommerfest in Beulwitz
OTZ: Beulwitz feiert seine Zukunft

Studierende zur Sommerwerkstatt eingeladen
09. Juni 2017

Studierende zur Sommerwerkstatt eingeladen

 

 

1. Ideenwerkstatt für den Zwischenraum zum Ankommen
22. März 2017

1. Ideenwerkstatt für den Zwischenraum zum Ankommen

1. Ideenwerkstatt zur Alten Kaserne in Saalfeld. Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Schwarzatal, Bahnhof Rottenbach

Schwarzatal, Bahnhof Rottenbach

Schwarzatal, Bahnhof Rottenbach

Ein Tor in die Region: Genossenschaft übernimmt Nahversorgung

»Aus der simplen Mobilitätsschnittstelle tief im ländlichen Raum wird die Schnittstelle von Asphalt und Staudenbeet, von Discounter und Genossenschaft, von Globalisierung und Regionalität, kurz: von StadtLand.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

Die Bahn fährt noch, aber das Bahnhofsgebäude steht leer. Eine mittlerweile typische Situation in ländlichen Regionen. Auch die Stadt Königsee im Schwarzatal, historisch geprägt von Tourismus, Landwirtschaft und mittelständischen Unternehmen, war davon betroffen.

Der leer stehende Bahnhof Rottenbach wurde als ›Ein Tor ins Schwarzatal‹ saniert und seit dem 5. Juli 2019 flexibel als Bahn-Hofladen und Bürgerbüro genutzt.

Die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes erfolgte durch das Baubüro Lehninger aus Gotha.

Der Entwurf für den Bahn-Hofladen stammt von den K3LArchitektur & Design aus Leipzig und dem Architektur- und Ingenieurbüro Lindig-Herbst-Lichtenheld aus Rudolstadt.

Die Besonderheit des neuen Ladens: Er wird flexibel für Verkauf oder als Bürgertreffpunkt genutzt. Das Projekt zeugt von einem sehr hohen bürgerschaftlichen Engagement der Menschen vor Ort. Denn die Mitglieder der Genossenschaft ›Bahn-Hofladen e.G.‹ haben aktiv an der Gestaltung und Entwicklung des Vorhabens mitgewirkt.

Auch der Bahnhofsvorplatz wurde ausgbaut und fungiert nun wieder als Verkehrsknotenpunkt für Bus, Bahn, Auto und Fahrrad. Bei der Gestaltung fanden sich regionale Traditionen wieder: Landschaftsinseln brechen den Asphalt auf, Staketenzäune umgeben Bauerngärten. So wird Selbstverantwortung mit Nachhaltigkeit verbunden.

Mehr zum Projekt 
Ein Multifunktionshaus für Bahnhof Rottenbach
18. Januar 2022

Ein Multifunktionshaus für Bahnhof Rottenbach

Das Gesamtareal von Bahnhof Rottenbach soll um ein Multifunktionshaus von Atelier ST in Zusammenarbeit mit dem Büro Baumann ergänzt werden. Das Multifunktionshaus ergänzt zukünftig das ehemalige Toilettenhaus und wird auch als Gemeindehaus fungieren. Das geplante Gebäude soll sich gleichermaßen einfach und vertraut in das Bahnhofsensemble einfügen. Visualisierung: Atelier ST

Visualisierung Innenraum: Atelier ST

Über einen transparenten, barrierefreien Hauptzugang mit anschließendem Windfang und Toilettenbereich wird das Haus vom Platz aus erschlossen. Dem Windfang nachgestaltet wird der eigentliche Gemeindesaal angegliedert. Das neue kleine Multifunktionshaus wird als Holzbau realisert. So einfach und klar wie die Erscheinung des Baukörpers soll auch die Konstruktions- und Materialkonzeption sein. 

Rückblick auf den Tag der Sommerfrische 2021
22. August 2021

Rückblick auf den Tag der Sommerfrische 2021

Kinobus ¡ANDA! auf Tour im Schwarzatal und der Region Seltenrain
29. August 2021

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Rottenbach erhält Sonderpreis ›Bahnhof des Jahres 2020‹
25. September 2020

Rottenbach erhält Sonderpreis ›Bahnhof des Jahres 2020‹

Ministerpräsident Ramelow und Minister Hoff besuchen auf Sommertouren 2020 IBA Projekt Bahnhof Rottenbach
29. Juli 2020

Ministerpräsident Ramelow und Minister Hoff besuchen auf Sommertouren 2020 IBA Projekt Bahnhof Rottenbach

Gemeinsam mit Vertreter:innen der IBA Thüringen, des Landratsamtes und der Stadt Königsee wurde Ministerpräsident Ramelow das IBA Projekt und Gemeinschaftsprojekt der BahnHofLaden e.G. und der Stadt Königsee vorgestellt.

Peter Möller, BahnHofLaden e.G, führte den Ministerpräsidenten durch den im letzten Jahr eröffneten BahnHofLaden, der mit seiner Verbindung aus Einkaufsmöglichkeit und Bürgerbüro als multifunktionales Ortszentrum zukünftig zu einer zukunftsorientierten Entwicklung der Region im Schwarzatal beitragen wird.

Unter dem Motto ›Land & Leute‹ ging Ministerpräsident Ramelow vom 20. bis zum 30. Juli 2020 auf Reisen quer durch ganz Thüringen, wo er rund 30 Ziele in allen Landkreisen des Freistaats besuchte. „Mit viel Kreativität, Fleiß und Erfolg treiben die Menschen im ländlichen Raum Thüringens ihre Projekte voran und zeigen an vielen Stellen, wie lebenswert das Land auch abseits der städtischen Zentren ist“, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow in Hinblick auf das Programm der Thüringen-Tour.

Am 26. August machte auch Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Thüringer Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, auf seiner Sommertour 2020 Halt am Bahnhof Rottenbach.

Die STADT.LAND.Zukunft Sommertour 2020 führte Hoff am 26. August auf dem Fahrrad quer durch das Schwarzatal. Neben dem Kloster Paulinzella und dem benachbarten Forsthaus besucht der Minister dabei vor allem IBA Projekte. „Nahversorgung, Genossenschaften, Baukultur und Demokratieförderung. Mit der Initiative „Zukunftswerkstatt Schwarzatal“ wird deutlich, was die IBA in und für den ländlichen Raum Thüringens leistet. Auf meiner Sommertour spreche ich mit aktiven Menschen vor Ort und wie wir ihre Pläne für die Region unterstützen können.“

Eröffnung des Bahnhofs Rottenbach mit BahnHofladen
05. Juli 2019

Eröffnung des Bahnhofs Rottenbach mit BahnHofladen

Bahnhof Rottenbach gehörte 2014 im Rahmen der Initiative der Zukunftswerkstatt Schwarzatal zu den ersten nominierten IBA Vorhaben. Die Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G. gründete sich 2015: »Wir wollten nicht weiter über den Verfall im Zentrum unserer Stadt jammern, sondern mit verlässlichen Partnern die Sanierung des Bahnhofs angehen und einfach selbst machen!«, so der Genossenschafts-Vorsitzende Peter Möller.

Vor zwei Jahren begann die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes unter Leitung des baubüros lehniger aus Gotha. Bereits 2015 setzte sich das Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto aus Berlin mit dem Entwurf ›STADTLAND:INSELN!‹ zur Gestaltung eines Verkehrsverknüpfungspunkts vor dem Bahnhof durch. Im Wintersemester 2016/17 erarbeiteten Studierende der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule Technik Wissenschaft und Kultur (HTWK) Leipzig Entwürfe für die Gestaltung des BahnHofladens. Daraus ging das Architekturbüro K²L Architekten aus Leipzig hervor, das in Zusammenarbeit mit dem Architektur- und Ingenieurbüro Lindig | Herbst | Lichtenheld aus Rudolstadt aus dem Entwurf Realität machte. Die Besonderheit: Der BahnHofladen wird flexibel zum Verkauf oder als Bürgertreffpunkt genutzt.

Die Qualitätsmaßnahme, unterstützt und begleitet durch die IBA Thüringen, hat sich gelohnt: Der Bahnhof ist ein Schmuckstück, der BahnHofladen modern, der Bahnhofsvorplatz regionaltypisch: Regionale Materialien wie Holz und Schiefer und grüne Inseln mit Staketenzaun umsäumt greifen typische Landschaftsbilder auf.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft war maßgeblich an der Förderung des IBA Projekts beteiligt. Weitere Unterstützung erfuhr das Vorhaben von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera (ALF), von der LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und von Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Testfahrt Wasserstoffzug
04. Februar 2019

Testfahrt Wasserstoffzug

Entwurf der HTWK Leipzig für BahnHofladen Rottenbach
14. Februar 2017

Entwurf der HTWK Leipzig für BahnHofladen Rottenbach

Er verdichtet das Warenangebot auf variable Regale an der Längsseite des Raumes.

L-förmige Spangen, die sich über den Raum spannen, nehmen Vorhänge auf, mit denen sich der Raum unterteilen und abtrennen lässt.

25 Studierende reichten ihre Arbeiten ein, von denen sechs für die erste Präsentation am 14. Februar 2017 im Rathaus Königsee-Rottenbach ausgewählt wurden. Davon gelangten zwei in die engere Auswahl. Foto: Clemens Weise

Der BahnHofladen ist Teil des Bahnhofs Rottenbach. Dieser soll als ‚Ein Tor ins Schwarzatal’ zu einem Ort des Willkommens und einem neuen Knotenpunkt werden.

Umbaustelle Bahnhof Rottenbach
18. Juli 2016

Umbaustelle Bahnhof Rottenbach

Am 18. Juli 2016 wurde der Umbau des Verkehrsverknüpfungspunkts Bahnhof Rottenbach unter Beileigung des Bürgermeisters der Gemeinde Königsee-Rottenbach, Volker Stein, Herrn Staatssekretär Dr. Klaus Sühl vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Frau Diana Saager, Leiterin der Oberweißbacher Berg- und Schwarztalbahn, Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, und Véronique Faucheur sowie Marc Pouzol vom Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto gestartet.

Etwa 150 Gäste waren mit von der Partie und verfolgten die gemeinsame Pflanzung des Apfelbaums der Sorte 'Ruhm aus Thüringen'. Der Apfelbaum steht symbolisch für die STADTLAND:Inseln, die auf dem Verkehrsverknüpfungspunkt und Vorplatz Bahnhof Rottenbach noch entstehen sollten.

Anschließend konnten bei einem ersten bunten Markttreiben kulinarische Spezialitäten aus der Region präsentiert und verköstigt werden.

Dies war eine gelungene Einstimmung auf den genossenschaftlichen Regionalladen, der 2019 eröffnen soll.

Das IBA Projekt ist eine Gemeinschaftsleistung der Stadt Königsee-Rottenbach, der LEADER-Aktionsgruppe Saalefeld-Rudolstadt, der Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G., der Initiative 'Zukunftswerkstatt Schwarztal', der Oberweißbacher Berg- und Schwarztalbahn, der IBA Thüringen und vieler engagierter Bürger und Bürgerinnen im Schwarzatal. Das Vorhaben wird durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft unter anderem mit Mitteln des ÖPNV gefördert.

Ideenstudie: STADTLAND! INSELN für den Bahnhof Rottenbach
30. Juni 2015

Ideenstudie: STADTLAND! INSELN für den Bahnhof Rottenbach

Der Bahnhofsvorplatz Rottenbach wurde nach Entwürfen des atelier le balto realisiert.

Am 1. Juni 2015 lud die Stadt Königsee-Rottenbach fünf renommierte regionale, nationale und internationale Büros ein, Rottenbach und das Schwarzatal kennenzulernen. Der BahnHofladen gehörte damals noch zum IBA Kandidat 'Resilientes Schwarzatal', das im September 2014 zum IBA Kandidaten nominiert wurde. In der Qualifizierungsphase ging es darum, exemplarische und exzellente Lösungen zu finden, die dem Anspruch einer Internationalen Bauausstellung gerecht werden. Diese müssen nicht immer teurer als der Mindeststandard sein. Manchmal ist es die pfiffige Idee, die das Besondere schafft und gleichzeitig  den Aufwand optimiert. Zu den Kriterien der Bewertung der Ideenstudie zählten deshalb auch die Kosten.

Peter Möller, Geschäftsführer der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn, verwies auf den günstigen Umstand, dass mit der BahnHofladen Genossenschaft im Gegensatz zu ähnlichen Projekten die Nutzung des Bahnhofs geklärt ist. Die Gestaltung des Gesamtensembles soll nicht zuletzt die Bedeutung des Rottenbacher Bahnhofs als Tor zum Schwarzatal zum Ausdruck bringen.

An der Ideenstudie betieligten sich neben atelier le balto:

freiraumpioniere, Weimar
HEINISCH Landschaftsarchitekten, Gotha
evergreen landschaftsarchitektur, Dresden
r + p Landschaft s Architektur, Dresden

 

Kalender 
12. August 2022 bis 13. August 2022
21. August 2022
Ort 
Bahnhof Rottenbach
Am Bahnhof
07422 Königsee
Deutschland
Schwarzatal, Resiliente Region

Schwarzatal, Resiliente Region

Schwarzatal, Resiliente Region

Neue Sommerfrische: Akteure aus Stadt und Land gestalten die Landschaft

»Die herausragende Qualität der Landschaft ist ein wesentliches Identifikationselement und Gemeinschaftsprojekt der Bewohner des Schwarzatals. Das IBA Vorhaben zeigt in herausragender Weise, wie es gelingen kann, aus den Bedingungen und Eigenarten der Landschaft programmatische Ideen zu entwickeln und umzusetzen, die die Sommerfrische-Landschaft neu in Wert setzen.«

Prof. Antje Stokmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges erstreckt sich das Schwarzatal entlang der 53 Kilometer langen Schwarza.

Das Schwarzatal am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges war vor der Vereinigung eines der beliebtesten Urlaubsziele der DDR. Bereits im 19. Jahrhundert erholten sich dort touristische Gäste an der kühlen Schwarza.

Um ein zukunftsfähiges Landschaftsbild für das Schwarzatal zu entwickeln, organisierte der tatkräftige Verein ›Zukunftswerkstatt Schwarzatal‹ 2018 ein kooperatives Werkstattverfahren – mithilfe des Modellprogramms der Raumordnung des Bundes (MORO) und der IBA Thüringen sowie in Kooperation mit der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt. Hier trafen vier internationale Landschaftsarchitekturbüros auf die Akteure aus der Region. Im favorisierten Entwurf von MAN MADE LAND und fabulism wird der 136 Kilometer lange Panoramaweg des Schwarzatals als verbindendes Element interpretiert.

Unter dem Titel ›Slow Landscape Schwarzatal – Sommerfrische am Panoramawegnetz‹ schlägt der favorisierte Entwurf ein systematisches und gut strukturiertes Gesamtkonzept vor: Die vorhandenen Qualitäten des Wanderwegnetzes im Schwarzatal sollen unter dem Motto ›Less is More‹ gestärkt werden. Hierfür wird die Konzentration auf den Panaromawanderweg gelegt, der ausgedünnt und durch ausgewählte Querverbindungen ergänzt wird. Entlang des Wegnetzes werden für verschiedene Landschaftstypen – ›Waldfrische‹, ›Wasserfrische‹, ›Wiesenfrische‹ und ›Dorffrische‹ – programmatische Ideen vorgeschlagen, um die Sommerfrische-Landschaft erlebbar zu machen und die lokale Ökonomie zu stärken.

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04. November 2020

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Pilotprojekt ›Wasserfrische‹ 2019/2020
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Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹
24. August 2018

Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹

Die entstandenen Entwürfe wurden am ersten Tag der Schwarzburger Gespräche öffentlich präsentiert. Nach einer folgenden Komitee-Sitzung wurde der Entwurf 'Slow Landscape Schwarzatal - Sommerfrische am Panoramawegnetz' von man made land & fabulism favorisiert und ein erstes Pilotprojekt empfohlen.

In dem Entwurf wird der Panoramaweg als verbindendes Raumelement mit wesentlichen Querverbindungen als Netzwerk im Schwarzatal gestärkt. Die neue Sommerfrische, die sich derzeit vor allem noch auf die Öffnung und Transformation leerstehendender Sommerfrische Häuser konzentriert, wird mit den Themen Dorf- und Wasserfrische, Wiesen- und Waldfrische angereichert. Die Entwicklung einer Food Akademie an der Mankenbachs Mühle in Verbindung mit einer baulichen Intervention an dem Fluss Schwarza soll ein positives und modellhaftes Initial für die Belebung der Gastronomie in der Sommerfrische Landschaft sein. Die Maßnahmen sollen unter aktiver Einbeziehung der Bewohner im Schwarzatal erfolgen.

Das Kooperative Werkstattverfahren 'Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal' wurde ausgelobt von der Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V.
, Verein zur Förderung einer zukunftsfähigen regionalen Entwicklung, in Kooperation mit der Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen GmbH und
 LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt.

Am zweiten Tag der Schwarzburger Gespräche wurde die favorisierte Arbeit einem breiten Publikum vorgestellt und darauf basierend eine Charta für das Schwarzatal diskutiert. Alle vier Arbeiten der Landschaftsarchitektursbüros wurden im Anschluss an die Schwarzburger Gespräche im Kaisersaalgebäude von Schloss Schwarzburg zum Tag der Sommerfrische ausgestellt.

Alle am Kooperativen Werkstattverfahren beteiligten Teams:

Favorisierte Arbeit: man made land – Prof. Anna Lundquist, Lena Flamm & fabulism: Mirko Andolina
A24 Landschaft - Steffan Robel, Lola Meyer, Jan Grimmek, Jürgen Höfler, Olivia Grandi
Station C23 - Prof. Sigrun Langner, Michael Rudolph, Mara Trübenbach, Anna Bauch & herr meier licht: Jürgen Meier
bauchplan ).( - Kay Strasser, Tina Roj, Victoria Wakulicz, Elisabeth Judmair, Julia Ulrich, Wasim Dery, Fernando Nebot Gomez, Arnaud Calatayud, Abdelrahman Gamil, Julia Merkle, Nicolas Posso Vidales, Jonas Hammerer, Polina Palo, Thomas Meyer, Michael Franke, Marie Baldenweck, Eleni Boutsika-Palles, Anna Stauber, Janet Kyas-Reich

Gefördert bzw. betreut wird das Vorhaben im Bundesprogramm ›Modellvorhaben der Raumordnung‹ (MORO, Projekt Regionale Landschaftsgestaltung) vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet
28. Mai 2018

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet

Eingeladen waren vier regional, überregional und international besetzte Landschaftsarchitekturstudios: A24, bauchplan ).(, MAN MADE LAND und Station C23. Die Bearbeitungsteams sind interdisziplinär mit Landschaftsarchitekt:innen, Architekt:innen, Szenograf:innen bzw. Künstler:innen besetzt. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde die Aufgabenstellung umfassend vorgestellt und diskutiert, das Mittlere Schwarzatal und die Bergbahnregion Schwarzatal bereist und es fand ein reger Austausch mit Projektpartner:innen vor Ort statt.

Bei der Zwischenpräsentation am 18. Juni 2018 stellten die Teams ihre ersten Ideen zur Diskussion vor Ort vor. Im Rahmen der Schwarzburger Gespräche am 24. und 25. August 2018 wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Resilientes Schwarzatal Teil des Bundesprogramms MORO
01. September 2017

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Schwarzburger Gespräche zu Kulturgut, Lebensraum und Zukunftskapital
31. August 2016

Schwarzburger Gespräche zu Kulturgut, Lebensraum und Zukunftskapital

StadtLand Gespräch in Bechstedt
02. September 2015

StadtLand Gespräch in Bechstedt

Das StadtLand Gespräch fand auf dem KulturNaturHof Bechstedt statt.

Teilnehmer des Gesprächs waren IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi, Dr. Burkhardt Kolbmüller vom KulturNaturHof Bechstedt, Dr. Alexander Bittner von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Architekt Florian Aicher, Kulturwissenschaftler und Regionalentwickler Lars Fischer und IBA Projektleiterin Kerstin Faber.

Neue Formen der Kommunikation zwischen allen Beteiligten sind notwendig, um Kulturlandschaften nachhaltig zu entwickeln. Sie müssen Geltung erlangen und brauchen Zeit, um zu wirken.

Impulssetzungen können motivierend wirken. Ein neuer transdisziplinärer Diskurs über den Zugriff auf Fläche und ihre Ressourcen zwischen Stadt und Land könnte erprobt werden.

Der Zugriff auf landwirtschaftliche Fläche kann durch Vergabeverfahren von Gemeinden und Institutionen nachhaltiger gesteuert werden. Ein 'back to the roots' wird es nicht geben, jedoch müssen die Produktionsweisen und das Konsumverhalten öffentlich und kritisch hinterfragt werden. Es fehlt eine Lobby der Dörfer und eine Kultur der Ideen; dies müsste befördert werden. Ein Erfahrungsaustausch von Erfolgen zwischen Stadt und Land ist notwendig, nicht zuletzt auch, um Zusammenhänge und gegebenenfalls neue Verbindungen zu identifizieren. Illustration des Gesprächs von Rosa Linke und Stefan Kowalczyk

Das IBA StadtLand Gespräch in Bechstedt wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Erste Schwarzburger Gespräche mit Beteiligung der IBA
25. Oktober 2014

Erste Schwarzburger Gespräche mit Beteiligung der IBA

Kalender 
12. August 2022 bis 13. August 2022
21. August 2022
Ort 
Schwarzatal
Deutschland
Ansprechpartnerin

Ulrike Rothe
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-13
ulrike.rothe@iba-thueringen.de

Schwarzatal, Schloss Schwarzburg

Schwarzatal, Schloss Schwarzburg

Schwarzatal, Schloss Schwarzburg

Schloss als Denkort: Demokratie bekommt Adresse

»Brüche prägen diesen eindrücklichen Ort zwischen schützenswerter Enklave und potenziellem Entwicklungsraum, authentischem Schauplatz deutscher Demokratiegeschichte und nationalsozialistischer Großmannssucht, nachbildender Denkmalpflege und kritischer Spurensuche: Dramatisches Identitätsfeld Thüringen.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

Thüringen ist reich an Schlössern und Burgen, mehr als 500 gibt es im Freistaat. Das Schloss Schwarzburg, Stammhaus der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, blickt auf eine spannungsgeladene Geschichte. Im Jahr 1919 unterzeichnete Friedrich Ebert in Schwarzburg die Weimarer Verfassung; rund 20 Jahre später, im Dritten Reich, wurde das Hauptgebäude der barocken Anlage bis zur Unkenntlichkeit verwüstet, weil es zu einem Reichsgästehaus umgebaut werden sollte. Nach 1945 stand das Schlossensemble lange leer und verfiel.

In Bauherrschaft der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten wird auf Schloss Schwarzburg nun ein einzigartiger Ort der Demokratie geschaffen, an dem man sich zukünftig über demokratische Werte, Selbstverantwortung, Toleranz und Weltoffenheit in unserer Gesellschaft austauschen kann.

Schloss Schwarzburg ist ein barockes Ensemble, bestehend aus mehreren Gebäuden, unter anderem dem Torhaus, Zeughof, Kaisersaal und der Schloss- kirche. Im IBA Projekt ›Schloss Schwarzburg‹ wird ausschließlich das Hauptgebäude des Schlosses bearbeitet.

Das Architekturbüro TeCTUM aus Weimar ist bereits im Jahr 2012 als erster Preisträger aus einem Ideenwettbewerb zum Nutzungskonzept und der baulich-räumlichen Disposition des Schlossensembles hervorgegangen. 2016 erarbeitete TeCTUM im Rahmen der IBA Projektqualifizierung die Machbarkeitsstudie ›Schloss Schwarzburg – Nutzungsbezogener Teilausbau einer Raumeinheit‹ zum teilweisen Umbau und Ausbau des Schlosses Schwarzburg als Denkort der Demokratie. ©TeCTUM Hille — Kobelt Architekten PartGmbB.

Der Umbau durch das Architekturbüro TeCTUM basiert auf minimalen baulichen Eingriffen, dem Erhalt der historischen Substanz und der Nutzungsspuren.

Im Jahr 2017 wurde das Drehbuch ›Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie‹ von der Weimarer Agentur musealis in Abstimmung mit zahlreichen Projektakteur:innen erarbeitet. Anlass dafür war das hundertjährige Jubiläum der Weimarer Verfassung im Jahr 2019. Es bildete auch die Grundlage für den erfolgreichen Audiowalk für Besucher:innen, der 2019 und 2020 angeboten wurde.

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Neues Vermittlungsformat ›Digitales Gästebuch‹ auf Schloss Schwarzburg
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3. Saison des Audiowalks auf Schoss Schwarzburg
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14. Oktober 2021

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Agentur-Pitch ›Digitales Gästebuch Schloss Schwarzburg - Denkort der Demokratie‹
28. September 2021

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›Denkort der Demokratie‹ auf Schloss Schwarzburg feierlich eröffnet
15. Juli 2021

›Denkort der Demokratie‹ auf Schloss Schwarzburg feierlich eröffnet

Der nun wieder nutzbare Ahnensaal auf Schloss Schwarzburg.

Wie im Ahnensaal wurden auch im Emporensaal die Spuren der Zeit bewusst erhalten.

Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen: „Schloss Schwarzburg als ›Denkort der Demokratie‹ ist seit 2018 IBA Projekt und ein Vorhaben im Bundesprogramm der Nationalen Projekte des Städtebaus. Wir freuen uns, dass wir den Ahnen- und Emporensaal nun gemeinsam mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und unserem Kooperationspartner Förderverein Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e.V. eröffnen. Dabei begreifen wir Schloss Schwarzburg mit seiner wechselvollen Geschichte als einen Ort für den Austausch über Demokratie, Selbstverantwortung, Toleranz und Weltoffenheit unserer Gesellschaft. Die nun fertiggestellten Räume haben dafür eine sehr aussagestarke Gestaltung gefunden.“

Als Denk- und Geschichtsort ist Schloss Schwarzburg ein echtes Schwergewicht. Die Anlage hat ihre Ursprünge im Mittelalter als Stammsitz der Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt. Im Zusammenhang mit der Erhebung der Dynastie in den Reichsfürstenstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die frühere Burg zum repräsentativen Barockschloss mit Hauptgebäude, Schlosskirche, Kaisersaalgebäude und Zeughaus mit Schauwaffensammlung ausge- baut. In den 1940er Jahren begannen die Nationalsozialisten mit dem Umbau zu einem Reichsgästehaus. Als der Plan 1942 aufgegeben wurde, blieb die Anlage als Bauruine mit schwersten Schäden und Verlusten zurück.Das Kaisersaalgebäude wurde bereits in den 1950er bis 1970er Jahren saniert. 2009 konnte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, seit 1994 Eigentümerin und zunächst vor allem mit den gefährdeten Stützmauern beschäftigt, mit der Sicherung und Sanierung des Zeughauses beginnen. Ab 2010 wurden auch am Hauptgebäude nutzungsneutrale Sicherungen möglich. Im Mittelpunkt standen abschnittweise das Dach und die Statik des Mauerwerks, auch der Sandsteinportikus musste aufwendig gesichert werden. Der zerstörte nördliche Gebäudeabschluss wurde wieder ergänzt und mit einem Treppenhaus versehen. Zuletzt konnte auch der zwischenzeitlich verlustgefährdete Rest des Schlossturms gesichert werden. Dank einer stählernen Brücke zum Hauptgebäude dient seine Innentreppe nun als zweiter Fluchtweg.

Die Förderung im Rahmen der IBA ermöglichte es, parallel zu den Sicherungsarbeiten ab 2018 in einen ersten Abschnitt des Ausbaus von Innenräumen einzusteigen. Im nördlichen Bereich des Schloss-Hauptgebäudes wurden Decken erneuert und Mauerwerk saniert. Der Emporensaal verdankt seinen Namen einer in diesem Zusammenhang eingezogenen Empore, die eine verlorengegangene historische Decke ersetzt und auch aus statischen Gründennotwendig war.
Fenster wurden eingebaut, Elektroleitungen und Fußböden verlegt. Den krönenden Abschluss bildete die Konservierung der geschundenen Wände und Decken. In den beiden dabei entstandenen Veranstaltungsräumen ist die wechselvolle Schlossgeschichte mit vielen Brüchen ablesbar.

Das Raumerlebnis soll künftig ergänzt werden durch ein digitales Vermittlungsmedium, ein Digitales Gästebuch. Es soll mit eigens gestalteten Modulen im Raum nutzbar sein, aber auch die Interaktion von außen ermöglichen. Ein Ideenwettbewerb hat bereits stattgefunden, die Umsetzung beginnt in den nächsten Monaten. Die IBA Thüringen stellt dafür 70.000 Euro bereit.

Dazu Ulrike Rothe, Projektleiterin der IBA Thüringen: „Aktuell entwickeln wir gemeinsam mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und unserem Kooperationspartner Förderverein Schloss Schwarzburg – Denkort der Demo-kratie e.V. ein ›Digitales Gästebuch‹ im Sinne der Spuren- und Zeitenlese. Das ›Digitale Gästebuch‹ kommuniziert dabei die Geschichte des Ortes in Bezug auf die historisch markanten und gesellschaftlichen Wendepunkte sowie die internationalen Entwicklungen in Bezug auf die Demokratie. Das verwendete Medium soll vor allem zu einem lebendigen Austausch über Fragen der Demokratie im ländlichen Raum einladen. Außerdem wird es eine Auswahl von Einschreibungen durch unerlaubte Besucher an den Wänden der Schlossruine, ebenso wie fundierte Wortmeldungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern zukünftig relevanter Veranstaltungsformate beinhalten.“

Die Kosten für das im Rahmen der IBA realisierte Projekt ›Denkort der Demokratie‹ belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Insgesamt hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bislang 7 Millionen Euro in das Schloss- Hauptgebäude investiert.

Thüringer Verdienstorden für Kristine Glatzel des Fördervereins Schloss Schwarzburg - Denkort der Demokratie e.V.
04. November 2020

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05. Juli 2019

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Das ›Schwarzburg-Projekt‹ – Demokratie selber machen!
12. April 2017

Das ›Schwarzburg-Projekt‹ – Demokratie selber machen!

Andreas Feddersen und Eva Göbel, Projektleiter des Schwarzburg-Projektes. Foto: Helena Reingen

Das Projekt ist ergebnisoffen angelegt. Alle Interessierten sind eingeladen, eigene Ideen zur Ausgestaltung des Schwarzburg-Projektes beizutragen. Gemeinsam können neue Formen der Beteiligung ausprobiert und neue Wege des gesellschaftlichen Zusammenlebens beschritten werden. Demokratie heißt dabei, nicht auf das Handeln oder gar die Zuarbeit anderer zu warten, sondern die Dinge selbstbewusst in die Hand zu nehmen: Gestaltungswille statt Leistungsanspruch.

Das Projekt wird gemeinsam vom Förderverein ›Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie‹, dem Bildungszentrum Saalfeld, den Partnerschaften für Demokratie in Rudolstadt, der Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V., der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt, der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und der IBA Thüringen getragen. Die Projektleitenden Andreas Feddersen und Eva Göbel von der Weimarer Agentur musealis arbeiten im Auftrag der IBA Thüringen.

Schloss Schwarzburg für Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus empfohlen
10. März 2017

Schloss Schwarzburg für Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus empfohlen

Übergabe der Urkunde als Nationales Projekt des Städtebaus durch Ministerin Barbara Hendricks am 28. Juni 2017 in Berlin. Von links: Ministerin Barbara Hendricks, Josefine van den Oever (IBA Thüringen), Silvia Wagner (Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten), Heike Printz (Bürgermeisterin Schwarzburg), Michael Baum (Förderverein Schloss Schwarzburg), Florian Pronold (Parlamentarischer Staatssekretär des BMUB). Foto: Sascha Hilgers © BMUB.

Robert Bosch Stiftung besucht IBA Projektfamilie ›Resilientes Schwarzatal‹
01. Juni 2016

Förderverein Schloss Schwarzburg e.V. in zweiter Bewerbungsrunde mit Projekteinreichung ›Denkort der Demokratie – Schloss Schwarzburg‹ im Programm ›Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort‹.

Sondervermögen StadtLand Thüringen

Sondervermögen StadtLand Thüringen

Sondervermögen StadtLand Thüringen

LeerGut retten: Grundstücke langfristig sichern

Das ›Sondervermögen StadtLand Thüringen‹ nimmt dauerhaft Grundstücke auf, um Leerstand neu zu beleben und alternative Betreiberstrukturen zu ermöglichen. Die Erträge aus dem Sondervermögen werden gemeinnützig eingesetzt und Spekulation mit Boden verhindert. Grundlage des Verfahrens ist das Erbbaurecht. Gegründet wurde das Sondervermögen im April 2020 von der Stiftung trias und der IBA Thüringen. Ausgangspunkt war die Sicherung baukultureller Schätze im Schwarzatal, das Sondervermögen ist jedoch auf Dauer und thüringenweit angelegt.

Am 4. Dezember 2020 hat die Stiftung trias zwei Grundstücke im Schwarzatal erworben, auf denen das Haus Döschnitz und das Haus Bräutigam in Schwarzburg stehen, beides Projekte der IBA Thüringen mit zukunftsorientierten Betreiberstrukturen: Zwei Vereine aus Weimar und Berlin aktivieren diese historischen Sommerfrische Häuser als Orte der Begegnung, Arbeit und Erholung. Diese Nutzerkonstellation steht Modell für neue Verflechtungen zwischen Stadt und Land in Thüringen und einen Mehrwert in der Region. Die Stiftung trias und die Vereine schließen nun jeweils Erbbaurechtsverträge ab.

Rolf Novy-Huy, Geschäftsführer der Stiftung trias: »Wenn bürgerschaftliches Engagement gepaart mit Fachwissen sich eines alten Gebäudes annehmen, können ganz neue, spannende Projekte entstehen. Über das Erbbaurecht und den Fonds sichern die Projekte im Schwarztal nicht nur ihre Ziele ab, sondern engagieren sich darüber hinaus.«

Für die Nutzung der Grundstücke erhebt die Stiftung einen Erbbauzins, den sie für ihre gemeinnützigen Zwecke, für die Finanzierung neuer Projekte sowie die Verwaltung einsetzt. Das Angebot, Grundstücke in das Sondervermögen StadtLand Thüringen als ewiges, gemeinnütziges Stiftungseigentum zu überführen, richtet sich auch an andere Eigentümer leerstehender oder wenig genutzter Liegenschaften sowie an Projektinitiativen und Gruppen in Thüringen, die Boden als Gemeingut ansehen und eine dauerhafte, gemeinwohlorientierte Entwicklung zu langfristig planbaren Konditionen anstreben. Damit werden sie Teil eines solidarischen Netzwerkes von Hausprojekten, Quartiers- und Dorfinitiativen.

Till Hoffmann vom Verein Haus Bräutigam: »Wir haben uns bewusst für das Erbbaurecht und gegen das Eigentum entschieden, denn dadurch wird eine gemeinwohlorientierte Nutzung dauerhaft sichergestellt. Wir freuen uns, dass mit unserem Erbbauzins zukünftig neue Projekte in der Region unterstützt werden können.«

Es hätte nicht viel gefehlt und das Haus Bräutigam wäre nicht mehr zu retten gewesen. Anstatt als Spekulationsobjekt langsam zu verfallen, erhält es nun eine zweite Chance als Ort für temporäres Wohnen und Arbeiten.

Hannes Langguth vom Verein Haus Döschnitz: »Das Erbbaurecht ermöglicht allen Beteiligten eine auf Langfristigkeit und Gemeinwohl ausgerichtete Entwicklung auf Augenhöhe. Darüber hinaus birgt es die große Chance, dass Thüringer Kommunen mittelfristig das Erbbaurecht als wirksames Instrument einer nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer öffentlichen Vermögen wiederentdecken.«