Projekte

Stadtland

Die IBA Thüringen macht das STADTLAND zu ihrem Thema. Sie konzentriert sich auf drei IBA Baustellen, wo Umdenken und Umbauen, Kooperationen und eine Kultur des guten Planens und Bauens in Stadt und Land im Mittelpunkt stehen.

AUFBAUEN SelbstLand

Wir unterstützen mutige Raumunternehmer und helfen dabei, neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufzubauen.

Region Seltenrain, Landengel

Region Seltenrain

Region Seltenrain, Landengel

Gesundheitskioske und Ambulatorium: Kooperative Vorsorge auf dem Land

»Angebote der Daseinsvorsorge sind eine wesentliche Voraussetzung für die Zukunft und Lebensqualität in den ländlichen Räumen. Die Landengel antworten auf die Situation der Gesundheitsvorsorge und Pflegebetreuung einer Region vorausschauend mit zentralem Ambulatorium und dezentralen Gesundheitskiosken. Mit inhaltlichen Anspruch und Experimentiergeist zeigt der IBA Kandidat, wie regionale Wertschöpfung, kooperative Vorsorge und eine Baukultur der Gesundheit zusammen kommen.«
Andrea Hofmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Die ortsübergreifende Plattform Landengel e.V. baut mit zahlreichen Partnern ein Gesundheits-, Pflege- und Versorgungsnetzwerk in der Region Seltenrain auf. Ziel des Vereins ist es, im Zuge des demografischen Wandels nicht nur Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, sondern soziale Isolation zu vermeiden und die Pflege, Altenhilfe und das Wohlfahrtswesen in ländlichen Regionen zu ermöglichen. Der IBA Kandidat entwickelt mit zahlreichen Partnern ein zentrales Landambulatorium in Kirchheilingen, mit wichtigen Dienstleistern unter einem Dach und mehreren dezentralen Gesundheitskiosken zur Versorgung in den umliegenden Gemeinden. Die Region Seltenrain wird damit zum Modellfall für die Vorsorge auf dem Land und zeigt, dass in Zeiten des demografischen Wandels gute Angebote für mehr Lebensqualität auch abseits der Stadt mit der Hilfe engagierter Akteure möglich sind.

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Design-Manual für ›Gesundheitskioske‹ erstellt
10. Dezember 2019

Design-Manual für ›Gesundheitskioske‹ erstellt

Landengel e.V. wird IBA Kandidat
30. September 2018

Landengel e.V. wird IBA Kandidat

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Kirchheilingen
Deutschland
Partner
  • Gemeinden Sundhausen, Blankenburg, Bruchstedt, Kirchheilingen, Tottleben, Urleben
  • Partner des Landengel e.V.
Planungsbeteiligte
Projektleiterin

Kerstin Faber
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-10
kerstin.faber@iba-thueringen.de

Erfurt, Wir Labor

Erfurt, Wir Labor

Erfurt, Wir Labor

Inklusiver Möglichkeitsraum: Stadt, Vereine, Bewohner und Flüchtlinge aktivieren Leerstand in Selbstverantwortung

»In Erfurt entsteht mit dem Wir Labor ein Hausprojekt für Integration und Inklusion. Das gemeinsame Stadtmachen ist vielerorts eine erfolgreiche Strategie für die eigene Aneignung und auch das Ankommen in einer neuen Umgebung. Das Wir Labor kann Flüchtlingen, Migranten und Erfurtern den Freiraum geben, ihren Ort selbstbestimmt mit zu entwickeln und ihn sich gemeinsam nach und nach im Selbstausbau anzueignen.«
Andrea Hofmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Da für Thüringen Migration einen wichtigen Impuls für die Entwicklung darstellt, suchte die IBA im Rahmen des Projektaufrufs ›Arrival StadtLand‹ seit 2016 nach Menschen, Orten und Ideen in ganz Thüringen, die Zuwanderung als Chance begreifen und aktiv gestalten wollen.

Das Wir Labor in Erfurt ist so ein Ort. Der Verein Plattform e.V. will in Kooperation mit der Stadt Erfurt ein leerstehendes städtisches Bürogebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Containerunterkunft für Flüchtlinge im Norden der Stadt in Nutzung nehmen. Flüchtlinge und Migranten, aber auch alle Erfurter sollen das Projekt selbstbestimmt als Wir Labor mitentwickeln. Ziel ist die inklusive und integrative Entwicklung eines neuen gemeinschaftlichen Produktions- und Werkstatthauses für eine nachhaltige Willkommenskultur als neues Stadtteilzentrum von allen für alle.

Das ‚Wir’ steht dabei nicht nur für die gemeinsame inhaltliche, sondern auch für die gestalterische Entwicklung des Leerstandes. Dafür erproben die Akteure einfache Standards, die bei bezahlbaren Kosten eine hohe Qualität versprechen.

Das Wir Labor Erfurt ist Teil der IBA Projektfamilie Arrival StadtLand. Arrival StadtLand ist ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes, gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Foto: Martin Schaarschmidt, Plattform e.V.

Mit der Gestaltung wird ein innovativer Beitrag zum sukzessiven Umbau unter Gesichtspunkten des partizipativen und zirkulären Bauens entwickelt. Möglichkeiten und Grenzen des Selbstumbaus sollen erprobt und gleichzeitig einfache, ressourcenbewusste Gestaltungsoptionen zu bezahlbaren Kosten getestet werden. Das Wir Labor wird damit nicht nur zu einem Testfall für eine inklusive Gemeinschaft, sondern auch zu einem Reallabor für einen experimentellen Bestandsumbau.

2017 fanden dazu erste Gespräche mit interessierten Mitstreitern statt. Aufräumaktionen sowie Möbelbauworkshops luden zum Mittun und Mitdenken über die Entwicklung des Hauses ein. Nächster Meilenstein war 2018 die zeitweise Öffnung des Gebäudes für einfache Begegnungs- und Aufenthalts-, Büro-, Lern- und Werkstatträume.

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Arrival StadtLand Kongress
13. Mai 2019

Arrival StadtLand Kongress

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Wir Labor Erfurt
Vollbrachtstraße 12
99086 Erfurt
Deutschland
IBA Projektleiterin

Kerstin Faber
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-10
kerstin.faber@iba-thueringen.de

Gera, Häselburg

Gera, Häselburg

Gera, Häselburg

Alte Mädchenschule neu genutzt: Freies Kulturzentrum öffnet sich der Welt

»Kunstsinnige aus der Metropole finden im StadtLand Thüringen neuen Lebensraum und entdecken die kulturellen Potenziale des (noch) stagnierenden Gera: In der Häselburg wird der ›Luxus der Leere‹ (W. Kil) mit Mut, Phantasie und feinem Gestaltungssinn gelebt.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

In der Geraer Innenstadt wird eine ehemalige Mädchenschule aus dem 19. Jahrhundert schrittweise und behutsam zu einem neuen Zentrum für Kunst und Kultur umgebaut. Viele Jahre stand das Gebäudeensemble leer, bis die Kulturschaffenden Dr. Claudia Tittel und Burkhard Schlothauer es entdeckten. Sie haben 2016 begonnen, ihre Idee eines freien Kunst- und Kulturzentrums mit Bildungsstätte hier in die Tat umzusetzen.

Nach und nach wird der leer stehende Altbau mit und für die zukünftigen Nutzer aktiviert: Eine Galerie und Seminarräume sind bereits eröffnet, die ersten Ateliers vermietet. In Planung sind außerdem Unterkünfte für Studierende und Geflüchtete, Werkstätten und ein gastronomisches Angebot. Diese enge Verbindung von Wohnen, Bildung und Kunst erweiter und profilliert das kulturelle Angebot in Gera und Ostthüringen. 

Vom 01. April bis 07. Juli 2017 wurde in der Häselburg die 1. Sommerakademie veranstaltet. Seitdem findet das Format der Sommerakademie jedes Jahr zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten statt, denen sich Kunstinteressierte in verschiedenen Kursen und Workshops widmen können.

Das Gebäudeensemble der Häselburg umfasst insgesamt 2.600 Quadratmeter. Ein Teil davon ist bereits vermietet: Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) hat hier eine Dependance, die Kunstschule Gera hat hier Räume angemietet und die KIM kultur in Mitteldeutschland betreibt eine neue Galerie für zeitgenössische Kunst im Erdgeschoss. Außerdem ist im ›Alten Wannenbad‹ ein Raum entstanden in dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden.
Foto: Thomas Müller

Für die behutsame Entwicklung der Häselburg wurde das Gebäude in unterschiedliche Bauabschnitte gegliedert und Teileigentum gebildet. Die Sanierung erfolgt sukzessive, das Gebäude wurde von Anfang an in seinem Rohzustand genutzt. Foto: Thomas Müller

Träger des Projekts ist die Kultur in Mitteldeutschland KIM gGmbH, deren Gesellschafter Unternehmer, Komponist und Musiker Burkhard Schlothauer ist. Für die Häselburg strebt Schlothauer ein Betreibermodell an, in dem Überschüsse aus Gastronomie und Vermietungen in die gemeinnützigen Kunsträume und den Kulturbetrieb fließen. Mit der  Häselburg demonstrieren sie die Potenziale von bürgerlicher Eigeninitiative, partizipation und Weltoffenheit in einer Stadt, die viele nicht sogleich mit diesen Eigenschaften in Verbindung bringen. Durch die kulturellen Synergien, die hier geschaffen werden, gehen von diesem einst verwaisten Ort auch vielfältige Impulse für gesellschaftliche Diskurse aus.  

Die Häselburg ist Teil der IBA Projektfamilie ›Arrival Stadtland‹. Arrival Stadtland ist ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes, gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

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Planungen für Neubau
01. März 2020

Planungen für Neubau

Arrival StadtLand Kongress
13. Mai 2019

Arrival StadtLand Kongress

Kulturprogramm 2017 gestartet
07. Oktober 2017

Kulturprogramm 2017 gestartet

1. Sommerakademie in der Häselburg
05. April 2017

1. Sommerakademie in der Häselburg

Vorbereitungstreffen am 21. Juni 2017. Foto: Thomas Müller

Vorbereitungstreffen am 21. Juni 2017. Foto: Thomas Müller

Abschlussveranstaltung der Sommerakademie am 7. Juli 2017. Foto: Henry Sowinski

Abschlussveranstaltung der Sommerakademie am 7. Juli 2017. Foto: Henry Sowinski

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Häselburg
Florian-Geyer-Straße 15
07545 Gera
Deutschland
Förderer
Planungsbeteiligte
  • Thomas Laubert, Architekt Gera
Ansprechpartner

Dr. Bertram Schiffers
Projektleiter
Telefon +49 3644 51832-14
bertram.schiffers@iba-thueringen.de

Gera, Neue Mitte

Gera, Neue Mitte

Gera, Neue Mitte

Reallabor Innenstadt: Bürger und Kommune entwickeln 2,5 Hektar Innenstadt

»Das Projekt ist ein Musterbeispiel für das Engagement und die Professionalität von Akteuren und Organisationen der Stadtgesellschaft. Hoffentlich kommt es bald in die Umsetzung, damit die Mühen belohnt werden.«

Uli Hellweg, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

Mitten in Gera stehen vor dem Kultur- und Kongresszentrum 2,5 Hektar Brachfläche zur Verfügung. Für diesen einst belebten Teil des Zentrums sucht die Stadt einen neuen Maßstab und Rhythmus von Gebäuden und Freiraum, konnte jedoch in den vergangenen Jahren keine Investoren anlocken. Geraer Bürger und Unternehmer haben die Entwicklung schließlich selbst in die Hand genommen, in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Gera.

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Gera und dem Verein ›Ja – für Gera‹ wurde zum Ausgangspunkt der IBA Kandidatur 2014. Im folgenden Jahr wurden im Rahmen des europäischen Nachwuchswettbewerbs ›Europan‹ Ideen zur Entwicklung der Neuen Mitte gesucht. 24 Projektvorschläge – so viele Ideen gingen beim Europan-Wettbewerb für den IBA Kandidaten ›Vernetzte Stadt - Starke Mitte‹ 2015 ein. Die Ausstellung der Entwürfe des Wettbewerbs im Kultur- und Kongresszentrum Gera zog 2016 rund 3.500 Besucher an.

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Ausstellung ›KuK an 3!‹
02. Juni 2020

Geras Neue Mitte schafft neuen Freiraum


Ausstellung ›Konzeptverfahren und Baukultur‹

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) präsentiert elf vorbildhafte Projekte aus deutschen Städten. Bei der Konzeptvergabe werden Grundstücke nicht zum höchsten Preis, sondern nach inhaltlichen und strategischen Kriterien an herausragende Projekte vergeben. Die gezeigten Beispiele sind als Anregung für Geras Neue Mitte zu sehen.

Städtebauliches Modell des Rahmenplans Geras Neue Mitte

Die räumliche Dimension der künftig möglichen Entwicklung lässt sich am aktualisierten Modell M 1:200 gut erfassen und diskutieren.

Rahmenplan

Mit den Ergebnissen der Ausstellung ›KuK an 2!‹ wurde der Rahmenplan 2018 nochmals überarbeitet und am 23. August 2018 vom Stadtrat beschlossen. ›Kuk an 3!‹ zeigt die Änderungen seit 2018 und den aktuellen Stand.

Bebauungspläne

Am 11. April 2019 hat der Stadtrat die Entwürfe der Bebauungspläne B 120/17 und B 121/17 für Geras Neue Mitte beschlossen. Der endgültige Satzungsbeschluss steht noch aus.

Campus Rutheneum

Nächstes Jahr eröffnet der neue Schulcampus des Goethe-Gymnasiums an der Johannisstraße. ›KuK an 3!‹ zeigt die aktuellen Pläne.

Geranien

Im Sommer 2019 hielt das Freiraumaktivierungsmodul Framo in Geras Neuer Mitte Einzug. Sechs Wochen lang gab es vielfältige Veranstaltungen, Gespräche, Konzerte, Spiel- und Sport. Das Kollektiv Raumstation und der Kurator Max Schreiner zeigen einen Rückblick.

Wichtiger Hinweis

Unter Beachtung der geltenden Hygienemaßnahmen können Sie die Ausstellung im genannten Zeitraum dienstags bis freitags von 14 – 18 Uhr sowie samstags von 10 – 16 Uhr besuchen. Auf entsprechende Maßnahmen und Hygieneregeln wird während der Ausstellung hingewiesen. Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung sowie Abstand von 1,5 m sind Pflicht.

Realisierungs- und Ideenwettbewerb
03. Januar 2020

Realisierungs- und Ideenwettbewerb

Die IBA Thüringen und ihre Projektpartner in Gera freuen sich, einen offenen Realisierungs- und Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Freiraums Mitte anzukündigen.

Geras Neue Mitte ist das Stadtentwicklungsprojekt für die große innerstädtische Brache vor dem Kultur-
und Kongresszentrum (KuK). Als Impulsprojekt zur Revitalisierung der Innenstadt des Oberzentrums Gera in Ostthüringen wird der neue Freiraum Mitte weit in Stadt und Region ausstrahlen. Einst als repräsentatives, sozialistisches Zentrum für damals 135.000 Einwohner angelegt, sind auf der 2,5 Hektar großen Fläche nun ein zeitgenössischer Maßstab und ein neues Nutzungsprofil für heute 95.000 Einwohner gefragt. Ein öffentlicher, demokratischer Raum für die Stadtgesellschaft soll entstehen.

Kernelemente des geplanten Innenstadtquartiers sind ein Grünzug und die Plätze vor dem KuK und am Stadtmuseum. Als Projekt der IBA Thüringen sucht die Stadt Gera nach einer unverwechselbaren Gestaltung, die eine hohe Aufenthaltsqualität in ihre zentralen öffentlichen Räume bringt. Der Freiraum Mitte an der Kreuzung der Hauptfußgängerachse mit dem neuen Grünzug wird die künftige Identität und Attraktivität der Innenstadt entscheidend mitprägen. 

Der offene Wettbewerb richtet sich an Landschaftsarchitekten sowie Stadtplaner in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten. Die Arbeiten sind bis 17. März 2020 einzureichen. Es steht eine Preissumme von insgesamt 65.000 Euro netto zur Verfügung.

Die IBA Thüringen freut sich auf eine rege Beteiligung an dieser spannenden Aufgabe und wünscht einen guten Start ins neue Jahr.

Freiraumaktion ›GERANIEN‹
03. August 2019

Demokratischer Raum der Selbstermächtigung, der Offenheit und des gemeinsamen Gestaltens

GERANIEN war das Freiraumfestival, mit dem das Kollektiv Raumstation die Neue Mitte 2019 mit Leben füllte.

Mut zur Stadt
25. Februar 2019

Mut zur Stadt

Rahmenplan plus beschlossen
24. August 2018

Rahmenplan plus beschlossen

Geras Neue Mitte nimmt Form an!
21. Februar 2018

Geras Neue Mitte nimmt Form an!

Geras Oberbürgermeisterin und die Projektpartner am Modell von yellow z. Foto: Thomas Müller

Initiative Bürgerpark von Heinz Klotz. Foto: Thomas Müller

Erinnerungen an die Zitronenpresse vom Kollektiv Raumstation. Foto: Thomas Müller

Geras Neue Mitte ist das größte Stadtentwicklungsprojekt seit der BUGA Gera-Ronneburg 2007, insbesondere wenn man Häselburg, Campus Rutheneum und KuK-Sanierung mit einbezieht. Die Entwicklung wird sich entsprechend der Investitionskraft schrittweise und langfristig vollziehen. Solange möchten viele Bürger nicht mehr warten. Die AG Zwischennutzung des Initiativkreises plant für 2018 erste Pflanzungen und weitere Aktionen zur Aneignung und Belebung von Geras Neuer Mitte, darunter das Aufstellen und Flechten der Gera-Bänke, der Ausbau des Lesegartens und ein Info-Punkt. Auch die Initiative Bürgerpark will sich einbringen.

Mit dem Beschluss des Rahmenplans und den ersten Realisierungsvorhaben kann Geras Neue Mitte vom IBA Kandidat zum IBA Projekt werden. Die Internationale Bauausstellung Thüringen 2023 hat das Motto ‚Stadtland’. Zugleich weltoffen und mit regionalem Bezug sucht sie neue Verbindungen zwischen Ortskern und Landschaft, Architektur und Freiraum. Für Geras Neue Mitte heißt das ein starkes Zentrum in Ostthüringen mit regionaler Wertschöpfung und gestalterische Innovationen bei der Integration von Grün in der Stadt und in Gebäuden.

Weitere Infos über Geras Neue Mitte unter: www.gera.de/gnm und https://www.facebook.com/GerasNeueMitte.

Erste Aktionswoche in Geras Neuer Mitte
25. Juni 2017

Erste Aktionswoche in Geras Neuer Mitte

Rahmenplan plus für Geras Neue Mitte
22. März 2017

Rahmenplan plus für Geras Neue Mitte

Das Team für den Rahmenplan von Geras Neuer Mitte.

Entwicklungsrahmen für Geras Neue Mitte
21. Oktober 2016

Entwicklungsrahmen für Geras Neue Mitte

Ausstellung der Europan Entwürfe für Gera zieht 3.500 Besucher an
29. Februar 2016

Ausstellung der Europan Entwürfe für Gera zieht 3.500 Besucher an

Internationaler Workshop mit Europan-Preisträgern
12. Februar 2016

Internationaler Workshop mit Europan-Preisträgern:
Entwürfe für Geras Neue Mitte

Neue Ideen für die Freifläche in Gera: Europan Wettbewerb prämiert vier Entwürfe
04. Dezember 2015

Neue Ideen für die Freifläche in Gera: Europan Wettbewerb prämiert vier Entwürfe

Ein Preis mit 12.000 Euro ging an Marc Torras Montfort und Annelie Seemann (Berlin) für ihren Entwurf einer 'Kolonisierung der Stadtmitte'. Die Preisträger schlagen ein städtebauliches Gerüst aus öffentlichen Plätzen, Wegen sowie Parzellen unterschiedlicher Nutzung vor. Drei gezielt platzierte dauerhafte Gebäude spannen den Raum für temporäre Nutzungen, aber auch eine künftige bauliche Verdichtung auf. Dabei gehen die Verfasser differenziert auf den Maßstab der Stadt und die Beteiligungspotenziale der Bürgerschaft ein.

Ankauf (6.000 Euro): Connected_Urbis, Gautier Duthoit (Gresswiller, Frankreich): Der Entwurf sieht eine dichte urbane Baustruktur vor, die räumlich gut auf die heterogene Umgebung reagiert. Der partizipative Entwicklungsprozess findet sowohl online als auch in einem sogenannten Viertelhaus statt. Vorschläge für temporäre Nutzungen und Gestaltungen enthält dieses Konzept nicht.

Anerkennungen: Eine Goldene Mitte für Gera, Franziska Schieferdecker, Friedemann Rentsch, Wolfgang Hilgers, Filip Staszkiewicz (Dresden). Das Areal erhält auf pragmatische Weise durch Zwischennutzungen eine stadt­räumliche Fassung. Hierzu schlagen die Verfasser konkrete Beteiligungsstrukturen vor. Die langfristigen Bebauungsoptionen sind nur vage formuliert.

Anerkennung: Das ist Gera, Timothy Vanagt (Antwerpen, Belgien). Mit einem großen öffentlichen Freiraum, gerahmt von einem multifunktionalen Arkaden-Bauwerk, liefert die Arbeit ein starkes Bild für Geras neue Mitte. Die Umsetzung dieses konzeptionellen Ansatzes bleibt hingegen offen.

Ausführliche Präsentation der Entwürfe auf europan.de

Internationaler Workshop: Innerstädtische Brachfläche sucht neue Nutzer
27. November 2015

Internationaler Workshop: Innerstädtische Brachfläche sucht neue Nutzer

Thorsten Mehnert aus Leipzig, Unternehmensberater und engagierter Bürger, erklärte ganz konkret, wie Bürger und Stadtverwaltung in Leipzig auf Augenhöhe zusammengearbeitet haben, um die große Brache des Güterbahnhofes Leipzig-Plagwitz nachzunutzen. Er erläuterte die Organisation und den Betrieb dieser Koproduktion.

Am Samstag morgen diskutierten die Teilnehmer in drei Gruppen mit den Referenten des Vortages intensiv über Zwischennutzungen, Städtebau und Arbeitsstrukturen. Im Ergebnis zeichneten sich ein Drehbuch, Aufgaben und Aktionen zur Entwicklung der Brache an der Breitscheidstraße ab. Viele Teilnehmer sagten spontan ihre Mitarbeit für die weiteren Schritte zu.

Veranstalter waren die IBA Thüringen, Ja - für Gera e.V. und die Stadt Gera. Die Moderation übernahm die Bürogemeinschaft Stadtstrategen aus Weimar. Die Räume stellten die Sparkasse Gera-Greiz und die Stadt Gera zur Verfügung. 

Qualifizierungsvereinbarung für IBA Kandidaten ‚Vernetzte Stadt - Starke Mitte’ unterzeichnet
19. August 2015

Qualifizierungsvereinbarung für IBA Kandidaten ‚Vernetzte Stadt - Starke Mitte’ unterzeichnet

'Vernetzte Stadt – Starke Mitte' begrüßte Europan-Architekten in Gera
30. April 2015

'Vernetzte Stadt – Starke Mitte' begrüßte Europan-Architekten in Gera

Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
Breitscheidstraße
07545 Gera
Deutschland
Träger
Planungsbeteiligte
Ansprechpartner

Dr. Bertram Schiffers
Projektleiter
Telefon +49 3644 51832-14
bertram.schiffers@iba-thueringen.de

Kannawurf, 1.500 Hektar Zukunft

Kannawurf, 1.500 Hektar Zukunft

Kannawurf, 1.500 Hektar Zukunft

Klima-Kultur-Landwirtschaft: Erprobung einer klimagerechten, kooperativen Land(wirt)schaft

»Landschaft und Landwirtschaft sind nicht nur ähnliche Worte, sie haben, besonders in Thüringen, tatsächlich große Schnittmengen. In Kannawurf wird diese Beziehung, die für die Zukunft ländlicher Räume existenziell ist, aufs Neue befragt und erforscht.«
Dr. Kenneth Anders, Fachbeirat IBA Thüringen

Bauer mit Mistgabel, glückliche Kühe auf der Wiese, Vesper auf Strohballen — die reale Landwirtschaft mit explodierenden Bodenpreisen, Monokulturen, Tiermastbetrieben und Biogasanlagen hat mit diesem romantischen Szenario wenig zu tun. In Kannawurf, gelegen im fruchtbaren Thüringer Becken, schob das Künstlerhaus Thüringen e. V. neue Ideen für Landschaftstypologien des 21. Jahrhunderts an. Gemeinsam mit der Landwirtschaft Kannawurf Betriebsgesellschaft mbH, der agrar-GmbH Oldisleben und dem Künstlerhaus Thüringen e.V. arbeitet die IBA Thüringen an einer Machbarkeitsstudie über die ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltige Aufwertung bewirtschafteter Agrarflächen am Beispiel Kannawurf. 2020 gestalten Green4Cities aus Wien im Auftrag der Partner ein neues Leitbild für eine Kulturlandschaft des 21. Jahrhunderts.

Im Juni 2017 führte die IBA Thüringen in Kannawurf ihren Campus ›1.500 Hektar Zukunft. (Er)Findung einer neuen Landschaftstypologie des 21. Jahrhunderts‹ durch.

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Leitbild für eine neue, klimagerechte Kulturlandschaft Kannawurf
10. März 2020

Leitbild für eine neue, klimagerechte Kulturlandschaft Kannawurf

EU Förderung für den Acker der Zukunft
01. Januar 2019

EU Förderung für den Acker der Zukunft

Landwirtschaft in Thüringen: Innovation statt Nostalgie
06. Juli 2017

Landwirtschaft in Thüringen: Innovation statt Nostalgie
IBA Werkstattgespräch in Apolda

Über 70 Besucher kamen zum IBA Werkstattgespräch in den Eiermannbau Apolda. Foto: Thomas Müller

Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand begrüßt die Besucher im Eiermannbau Apolda. Foto: Thomas Müller

Dr. Ingo Zopf, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Foto: Thomas Müller

Thematische Einführung von Dr. Kenneth Anders, Büro für Landschaftskommunikation und IBA Fachbeiratsmitglied. Foto: Thomas Müller

IBA Werkstattgespräch ›Landwirtschaft in Thüringen: Innovation statt Nostalgie‹.

Claudia Siebeck und...

Dirk Wascher stellen die Ergebnisse des IBA Campus vor. Foto: Thomas Müller

Die Fotografin Frederike Sauerbrey und Roland Lange vom Künstlerhaus Thüringen e.V. präsentieren die Fotoausstellung ‚Ich, in meinem Dorf’. Foto: Thomas Müller

Rundtisch-Gespräch. Foto: Thomas Müller

Dr. Klaus Hollenberg, Landwirtschaftliche Rentenbank Frankfurt. Foto: Thomas Müller

Dr. Stefan Blöttner, Thüringer Bauernverband e.V. Foto: Thomas Müller

Dr. Katja Gödeke, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft. Foto: Thomas Müller

Claudia Siebeck, IBA Thüringen. Foto: Thomas Müller

Heinrich Meusel, Landwirt, HEU-HEINRICH Vertriebs UG & Co. KG. Foto: Thomas Müller

Anschließend stellte der Campusleiter Dirk Wascher und Claudia Siebeck die vier Szenarien des IBA Campus ‚1.500 Hektar Zukunft’ vor. Diese gehen sämtlich auf globale Zusammenhänge ein, sichern aber auch die regionale Identität und gehen von tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft aus. In allen Entwürfen wird das Thüringer Becken mit seinen fruchtbaren Böden und seiner Weite nicht nur erhalten, sondern auch nachhaltig gesichert. Einmal dienen Mono-Waben zur Sicherung der Welternährung, ein andermal werden großmaßstäblich Industriepflanzen angebaut, um den Weltmarkt der biogenen Kunststoffindustrie bedienen zu können. In einem weiteren Szenario wird die Gemeinde Kannawurf zur Region mit Exzellenzprodukten wie z.B. Kaffee. Regionale Selbstversorgung, der Schutz von Flüssen, Wäldern und Wiesen, die Zugänglichkeit von Landschaft spielt in Zwischenräumen und ‚ökosozialen Netzen’ eine große Rolle, ebenso eine finanzielle Unabhängigkeit der Region und gemeinschaftliches Denken und Handeln.

Daran anschließend präsentierte die Fotografin Frederike Sauerbrey zusammen mit Roland Lange vom Künstlerhaus Thüringen e.V. die Fotoausstellung ‚Ich, in meinem Dorf’.

Am Nachmittag lud das Rundtisch-Gespräch zum gemeinsamen Austausch ein. Auf dem Podium diskutierten Dr. Katja Gödeke (Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft), Dr. Stefan Blöttner (Thüringer Bauernverband e.V.), Heinrich Meusel (Landwirt, HEU-HEINRICH Vertriebs UG & Co. KG), Dr. Klaus Hollenberg (Landwirtschaftliche Rentenbank Frankfurt), Claudia Siebeck (IBA Thüringen) und Dirk Wascher (Wageningen University Research) mit dem Publikum über das Verhältnis von Landwirtschaft und Landschaft in Thüringen. Sie behandelten Fragen der nachhaltigen Produktion und Umgang mit Ressourcen, die Langfristigkeit der Produktionsfaktoren, das Verhältnis zwischen Stadt und Land, die Vielfalt des ländlichen Raumes und seine Nutzung, die Möglichkeiten zur (Mit-)Gestaltung und der Kommunikation.

IBA Campus entwickelt vier Szenarien für die Kulturlandschaft des 21. Jahrhunderts
06. Juli 2017

IBA Campus entwickelt vier Szenarien für die Kulturlandschaft des 21. Jahrhunderts

Das Team des IBA Campus 2017.

Campusleiter Dirk Wascher.

Innenhof von Schloss Kannawurf, dem Austragungsort.

Präsentation der Fotoausstellung ›Ich, in meinem Dorf‹.

Der IBA Campus fand in einer Umgebung statt, in der der kreative, künstlerische Umgang mit der Landschaft auch anderweitig praktiziert wurde: Das Künstlerhaus Thüringen e.V. – der Kooperationspartner des IBA Campus – organisiert hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen und eröffnete im Juni ein eindrucksvolles, temporäres Feldtheater.

Medienpartner des IBA Campus war die Fachzeitschrift Garten und Landschaft.

Projektenwickler mit landschaftsplanerischem Hintergrund gesucht!
08. März 2017

Projektenwickler mit landschaftsplanerischem Hintergrund gesucht!

Teilnehmeraufruf IBA Campus 2017
01. März 2017

(Er)Findung einer neuen Landschaftstypologie des 21. Jahrhunderts

Downloads 
Kalender 

Momentan keine Termine

Ort 
06578 Kannawurf
Deutschland
Träger / Partner
Förderer
  • Machbarkeitsstudie: Förderung der Zusammenarbeit in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (LFE) durch Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete (ELER) und den Freistaat Thüringen, 2019-2020
Planungsbeteiligte
Ansprechpartnerin

Kerstin Faber
Projektleiterin
Telefon +49 3644 51832-10
kerstin.faber@iba-thueringen.de

Saalfeld, Beulwitzer Straße

Saalfeld, Beulwitzer Straße

Saalfeld, Beulwitzer Straße

Zwischenraum zum Ankommen: Anwohner und Flüchtlinge bauen Werk- und Freiräume

»Der gemeinsame Bau des sogenannten Werkhauses als Nachbarschaftstreff und Werkstattort zeigte das Potential, welches Bewohner an der persönlichen Weiterentwicklung ihres Quartiers und der Stadt haben können. In der Beulwitzer Straße in Saalfeld passiert das vorbildlich und mit einem großen Mehrwert für das gesamte Stadtquartier. Und so sind die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Bewohner mit ihren vielfältigen Hintergründen Ausgangspunkt für eine nachhaltige und integrative Entwicklung eines Quartiers in Randlage.«
Andrea Hofmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Auf dem Gelände der alten Kaserne unweit des Ortsteils Beulwitz, zwischen Flüchtlingsunterkunft und Wohngebäuden, wollen Stadtverwaltung, Bildungszentrum und andere Partner mit den Bewohnern im Selbstbau neuartige Werk­ und Freiräume schaffen. Die experimentelle städtebauliche Entwicklung der Brache soll für die alten und neuen Nachbarn, aber auch die Kreativen aus der Region, die Handlungsoptionen erweitern und ihnen neue Perspektiven eröffnen.

Bei einer Sommerwerkstatt vom 24.07. bis 04.08.2017 arbeiteten Anwohner vor Ort, Ideengeber und Macher aus der Region, Studierende aus Thüringen und Geflüchtete aus aller Welt gemeinsam an einem Raumprogramm und Zukunftsperspektiven. Sie legten den Grundstein für die Entwicklung einer Gewerbebrache als Magnet und Motor für Austausch, Lernen, Arbeit und Freizeit im Quartier.

Ziel ist es, im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe eine voraus­setzungslose, wohnortnahe Vorstufe für Ausbildung, Gründung oder Beschäftigung zu schaffen. Die Ideenstudie von Urban Catalyst, entwickelt mit den Bewohnern bei der Sommerwerkstatt 2017, sieht ein multifunktionales, modulares Werkhaus sowie ver­schie­denartige Freibereiche vor, u. a. für Sport und Spiel. Bereits konkret nachgefragt sind Werkräume zum Bauen, Reparieren, Kochen, Nähen, Computern (Hotspot), Gärtnern sowie Räume für kleinteiligen Handel, Café, Begegnung und Bildung. In einer Experimentierphase 2018-19 wollen die Partner mit den Anwohnern im Selbstbau die ersten Räume schaffen.

Der ‚Zwischenraum zum Ankommen Saalfeld’ ist Teil der IBA Projektfamilie ‚Arrival Stadtland’. Arrival Stadtland ist ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes, gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

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Arrival StadtLand Kongress
13. Mai 2019

Arrival StadtLand Kongress

Sommerwerkstatt Zwischenraum zum Ankommen 2017
09. August 2017

Sommerwerkstatt Zwischenraum zum Ankommen 2017

Foto: Bertram Schiffers

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Die Sommerwerkstatt wurde gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung und dem BMELV, 500Landinitiativen. Die Projektpartner Stadt Saalfeld und Bildungszentrum Saalfeld streben an, 2018 eine temporäre Baustruktur für die Aktivitäten der Anwohner zu schaffen, als Zwischenschritt hin zu einer dauerhafte Bebauung.

Weitere Informationen: facebook.de/beulwitzdoit

Presse: 
OTZ: Hämmern am nachhaltigen Neubau
OTZ: Großes Sommerfest in Beulwitz
OTZ: Beulwitz feiert seine Zukunft

Studierende zur Sommerwerkstatt eingeladen
09. Juni 2017

Studierende zur Sommerwerkstatt eingeladen

Bewerbung

Bitte sende bis zum 22. Juni 2017 eine Vorstellung deiner Person mit einem kurzen Motivationsschreiben auf einer A4-Seite als PDF sowie Deine Kontaktdaten an: hanka.giller@stadt-saalfeld.de

Projektleiter bei der IBA Thüringen ist Dr. Bertram Schiffers, 03643-9008814, bertram.schiffers@iba-thueringen.de

1. Ideenwerkstatt für den Zwischenraum zum Ankommen
22. März 2017

1. Ideenwerkstatt für den Zwischenraum zum Ankommen

1. Ideenwerkstatt zur Alten Kaserne in Saalfeld. Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Foto: Josefine Stisser / IBA Thüringen

Schwarzatal, Bahnhof Rottenbach

Schwarzatal, Bahnhof Rottenbach

Schwarzatal, Bahnhof Rottenbach

Tor in die Region: Genossenschaft übernimmt Nahversorgung

»Aus der simplen Mobilitätsschnittstelle tief im ländlichen Raum wird die Schnittstelle von Asphalt und Staudenbeet, von Discounter und Genossenschaft, von Globalisierung und Regionalität, kurz: von StadtLand.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

Die Bahn fährt noch, aber das Bahnhofsgebäude steht leer. Eine mittlerweile typische Situation in ländlichen Regionen. Auch die Stadt Königsee im Schwarzatal, historisch geprägt von Tourismus, Landwirtschaft und mittelständischen Unternehmen, war davon betroffen.

Der leer stehende Bahnhof Rottenbach wurde als ein ›Tor ins Schwarzatal‹ saniert und wird seit dem 5. Juli 2019 flexibel als BahnHofsladen und Bürgerbüro genutzt.

Die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes erfolgte durch das Baubüro Lehninger aus Gotha.

Eine 2015 gegründete Genossenschaft lokaler Produzenten betreibt seit Juli 2019 den BahnHofladen, der eigene Produkte aus der Region anbietet. Damit werden Reisende und Bewohner gleichermaßen versorgt, ohne den BahnHofladen gäbe es kein Lebensmittelgeschäft mehr im Ort.

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Eröffnung des Bahnhofs Rottenbach mit BahnHofladen
05. Juli 2019

Eröffnung des Bahnhofs Rottenbach mit BahnHofladen

Bahnhof Rottenbach gehörte 2014 im Rahmen der Initiative der Zukunftswerkstatt Schwarzatal zu den ersten nominierten IBA Vorhaben. Die Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G. gründete sich 2015: »Wir wollten nicht weiter über den Verfall im Zentrum unserer Stadt jammern, sondern mit verlässlichen Partnern die Sanierung des Bahnhofs angehen und einfach selbst machen!«, so der Genossenschafts-Vorsitzende Peter Möller.

Vor zwei Jahren begann die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes unter Leitung des baubüros lehniger aus Gotha. Bereits 2015 setzte sich das Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto aus Berlin mit dem Entwurf ›STADTLAND:INSELN!‹ zur Gestaltung eines Verkehrsverknüpfungspunkts vor dem Bahnhof durch. Im Wintersemester 2016/17 erarbeiteten Studierende der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule Technik Wissenschaft und Kultur (HTWK) Leipzig Entwürfe für die Gestaltung des BahnHofladens. Daraus ging das Architekturbüro K²L Architekten aus Leipzig hervor, das in Zusammenarbeit mit dem Architektur- und Ingenieurbüro Lindig | Herbst | Lichtenheld aus Rudolstadt aus dem Entwurf Realität machte. Die Besonderheit: Der BahnHofladen wird flexibel zum Verkauf oder als Bürgertreffpunkt genutzt.

Die Qualitätsmaßnahme, unterstützt und begleitet durch die IBA Thüringen, hat sich gelohnt: Der Bahnhof ist ein Schmuckstück, der BahnHofladen modern, der Bahnhofsvorplatz regionaltypisch: Regionale Materialien wie Holz und Schiefer und grüne Inseln mit Staketenzaun umsäumt greifen typische Landschaftsbilder auf.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft war maßgeblich an der Förderung des IBA Projekts beteiligt. Weitere Unterstützung erfuhr das Vorhaben von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera (ALF), von der LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und von Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Testfahrt Wasserstoffzug
04. Februar 2019

Testfahrt Wasserstoffzug

Entwurf der HTWK Leipzig für BahnHofladen Rottenbach
14. Februar 2017

Entwurf der HTWK Leipzig für BahnHofladen Rottenbach

Er verdichtet das Warenangebot auf variable Regale an der Längsseite des Raumes.

L-förmige Spangen, die sich über den Raum spannen, nehmen Vorhänge auf, mit denen sich der Raum unterteilen und abtrennen lässt.

25 Studierende reichten ihre Arbeiten ein, von denen sechs für die erste Präsentation am 14. Februar 2017 im Rathaus Königsee-Rottenbach ausgewählt wurden. Davon gelangten zwei in die engere Auswahl. Foto: Clemens Weise

Der BahnHofladen ist Teil des Bahnhofs Rottenbach. Dieser soll als ‚Ein Tor ins Schwarzatal’ zu einem Ort des Willkommens und einem neuen Knotenpunkt werden.

Umbaustelle Bahnhof Rottenbach
18. Juli 2016

Umbaustelle Bahnhof Rottenbach

Am 18. Juli 2016 wurde der Umbau des Verkehrsverknüpfungspunkts Bahnhof Rottenbach unter Beileigung des Bürgermeisters der Gemeinde Königsee-Rottenbach, Volker Stein, Herrn Staatssekretär Dr. Klaus Sühl vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Frau Diana Saager, Leiterin der Oberweißbacher Berg- und Schwarztalbahn, Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, und Véronique Faucheur sowie Marc Pouzol vom Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto gestartet.

Etwa 150 Gäste waren mit von der Partie und verfolgten die gemeinsame Pflanzung des Apfelbaums der Sorte 'Ruhm aus Thüringen'. Der Apfelbaum steht symbolisch für die STADTLAND:Inseln, die auf dem Verkehrsverknüpfungspunkt und Vorplatz Bahnhof Rottenbach noch entstehen sollten.

Anschließend konnten bei einem ersten bunten Markttreiben kulinarische Spezialitäten aus der Region präsentiert und verköstigt werden.

Dies war eine gelungene Einstimmung auf den genossenschaftlichen Regionalladen, der 2019 eröffnen soll.

Das IBA Projekt ist eine Gemeinschaftsleistung der Stadt Königsee-Rottenbach, der LEADER-Aktionsgruppe Saalefeld-Rudolstadt, der Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G., der Initiative 'Zukunftswerkstatt Schwarztal', der Oberweißbacher Berg- und Schwarztalbahn, der IBA Thüringen und vieler engagierter Bürger und Bürgerinnen im Schwarzatal. Das Vorhaben wird durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft unter anderem mit Mitteln des ÖPNV gefördert.

Ideenstudie: STADTLAND! INSELN für den Bahnhof Rottenbach
30. Juni 2015

Ideenstudie: STADTLAND! INSELN für den Bahnhof Rottenbach

Der Bahnhofsvorplatz Rottenbach wurde nach Entwürfen des atelier le balto realisiert.

Am 1. Juni 2015 lud die Stadt Königsee-Rottenbach fünf renommierte regionale, nationale und internationale Büros ein, Rottenbach und das Schwarzatal kennenzulernen. Der BahnHofladen gehörte damals noch zum IBA Kandidat 'Resilientes Schwarzatal', das im September 2014 zum IBA Kandidaten nominiert wurde. In der Qualifizierungsphase ging es darum, exemplarische und exzellente Lösungen zu finden, die dem Anspruch einer Internationalen Bauausstellung gerecht werden. Diese müssen nicht immer teurer als der Mindeststandard sein. Manchmal ist es die pfiffige Idee, die das Besondere schafft und gleichzeitig  den Aufwand optimiert. Zu den Kriterien der Bewertung der Ideenstudie zählten deshalb auch die Kosten.

Peter Möller, Geschäftsführer der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn, verwies auf den günstigen Umstand, dass mit der BahnHofladen Genossenschaft im Gegensatz zu ähnlichen Projekten die Nutzung des Bahnhofs geklärt ist. Die Gestaltung des Gesamtensembles soll nicht zuletzt die Bedeutung des Rottenbacher Bahnhofs als Tor zum Schwarzatal zum Ausdruck bringen.

An der Ideenstudie betieligten sich neben atelier le balto:

freiraumpioniere, Weimar
HEINISCH Landschaftsarchitekten, Gotha
evergreen landschaftsarchitektur, Dresden
r + p Landschaft s Architektur, Dresden

 

Schwarzatal, Region

Schwarzatal, Region

Schwarzatal, Region

Neue Sommerfrische: Akteure aus Stadt und Land gestalten die Landschaft

›Die herausragende Qualität der Landschaft ist ein wesentliches Identifikationselement und Gemeinschaftsprojekt der Bewohner des Schwarzatals. Das IBA Vorhaben zeigt in herausragender Weise, wie es gelingen kann, aus den Bedingungen und Eigenarten der Landschaft programmatische Ideen zu entwickeln und umzusetzen, die die Sommerfrische-Landschaft neu in Wert setzen.‹
Prof. Antje Stokmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges erstreckt sich das Schwarzatal entlang der 53 Kilometer langen Schwarza.

Das Schwarzatal am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges war vor der Vereinigung eines der beliebtesten Urlaubsziele der DDR. Bereits im 19. Jahrhundert erholten sich dort touristische Gäste an der kühlen Schwarza.

Um ein zukunftsfähiges Landschaftsbild für das Schwarzatal zu entwickeln, organisierte der tatkräftige Verein ›Zukunftswerkstatt Schwarzatal‹ 2018 ein kooperatives Werkstattverfahren – mithilfe des Modellprogramms der Raumordnung des Bundes (MORO) und der IBA Thüringen sowie in Kooperation mit der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt. Hier trafen vier internationale Landschaftsarchitekturbüros auf die Akteure aus der Region. Im favorisierten Entwurf von ›MAN MADE LAND‹ und ›fabulism‹ wird der 136 Kilometer lange Panoramaweg des Schwarzatals als verbindendes Element interpretiert.

Unter dem Titel ›Slow Landscape Schwarzatal – Sommerfrische am Panoramawegnetz‹ schlägt der favorisierte Entwurf ein systematisches und gut strukturiertes Gesamtkonzept vor: Die vorhandenen Qualitäten des Wanderwegnetzes im Schwarzatal sollen unter dem Motto ›Less is More‹ gestärkt werden. Hierfür wird die Konzentration auf den Panaromawanderweg gelegt, der ausgedünnt und durch ausgewählte Querverbindungen ergänzt wird. Entlang des Wegnetzes werden für verschiedene Landschaftstypen – ›Waldfrische‹, ›Wasserfrische‹, ›Wiesenfrische‹ und ›Dorffrische‹ – programmatische Ideen vorgeschlagen, um die Sommerfrische-Landschaft erlebbar zu machen und die lokale Ökonomie zu stärken.

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Pilotprojekt ›Waldfrische‹ 2019
20. Januar 2020

Pilotprojekt ›Waldfrische‹ 2019

Rückblick auf den Tag der Sommerfrische 2019
25. August 2019

Rückblick auf den Tag der Sommerfrische 2019

Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹
24. August 2018

Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹

Die entstandenen Entwürfe wurden am ersten Tag der Schwarzburger Gespräche öffentlich präsentiert. Nach einer folgenden Komitee-Sitzung wurde der Entwurf 'Slow Landscape Schwarzatal - Sommerfrische am Panoramawegnetz' von man made land & fabulism favorisiert und ein erstes Pilotprojekt empfohlen.

In dem Entwurf wird der Panoramaweg als verbindendes Raumelement mit wesentlichen Querverbindungen als Netzwerk im Schwarzatal gestärkt. Die neue Sommerfrische, die sich derzeit vor allem noch auf die Öffnung und Transformation leerstehendender Sommerfrische Häuser konzentriert, wird mit den Themen Dorf- und Wasserfrische, Wiesen- und Waldfrische angereichert. Die Entwicklung einer Food Akademie an der Mankenbachs Mühle in Verbindung mit einer baulichen Intervention an dem Fluss Schwarza soll ein positives und modellhaftes Initial für die Belebung der Gastronomie in der Sommerfrische Landschaft sein. Die Maßnahmen sollen unter aktiver Einbeziehung der Bewohner im Schwarzatal erfolgen.

Das Kooperative Werkstattverfahren 'Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal' wurde ausgelobt von der Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V.
, Verein zur Förderung einer zukunftsfähigen regionalen Entwicklung, in Kooperation mit der Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen GmbH und
 LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt.

Am zweiten Tag der Schwarzburger Gespräche wurde die favorisierte Arbeit einem breiten Publikum vorgestellt und darauf basierend eine Charta für das Schwarzatal diskutiert. Alle vier Arbeiten der Landschaftsarchitektursbüros wurden im Anschluss an die Schwarzburger Gespräche im Kaisersaalgebäude von Schloss Schwarzburg zum Tag der Sommerfrische ausgestellt.

Alle am Kooperativen Werkstattverfahren beteiligten Teams:

Favorisierte Arbeit: man made land – Prof. Anna Lundquist, Lena Flamm & fabulism: Mirko Andolina
A24 Landschaft - Steffan Robel, Lola Meyer, Jan Grimmek, Jürgen Höfler, Olivia Grandi
Station C23 - Prof. Sigrun Langner, Michael Rudolph, Mara Trübenbach, Anna Bauch & herr meier licht: Jürgen Meier
bauchplan ).( - Kay Strasser, Tina Roj, Victoria Wakulicz, Elisabeth Judmair, Julia Ulrich, Wasim Dery, Fernando Nebot Gomez, Arnaud Calatayud, Abdelrahman Gamil, Julia Merkle, Nicolas Posso Vidales, Jonas Hammerer, Polina Palo, Thomas Meyer, Michael Franke, Marie Baldenweck, Eleni Boutsika-Palles, Anna Stauber, Janet Kyas-Reich

Gefördert bzw. betreut wird das Vorhaben im Bundesprogramm 'Modellvorhaben der Raumordnung' (MORO, Projekt Regionale Landschaftsgestaltung) vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet
28. Mai 2018

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet

Eingeladen waren vier regional, überregional und international besetzte Landschaftsarchitekturstudios: A24, bauchplan ).(, man made land und Station C23. Die Bearbeitungsteams sind interdisziplinär mit Landschaftsarchitekten, Architekten, Szenografen bzw. Künstlern besetzt. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde die Aufgabenstellung umfassend vorgestellt und diskutiert, das Mittlere Schwarzatal und die Bergbahnregion Schwarzatal bereist und es fand ein reger Austausch mit Projektpartner vor Ort statt.

Bei der Zwischenpräsentation am 18. Juni 2018 stellten die Teams ihre ersten Ideen zur Diskussion vor Ort vor. Im Rahmen der Schwarzburger Gespräche am 24. und 25. August 2018 wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Resilientes Schwarzatal Teil des Bundesprogramms MORO
01. September 2017

Resilientes Schwarzatal Teil des Bundesprogramms MORO

Schwarzburger Gespräche zu Kulturgut, Lebensraum und Zukunftskapital
31. August 2016

Schwarzburger Gespräche zu Kulturgut, Lebensraum und Zukunftskapital

StadtLand Gespräch in Bechstedt
02. September 2015

StadtLand Gespräch in Bechstedt

Das StadtLand Gespräch fand auf dem KulturNaturHof Bechstedt statt.

Teilnehmer des Gesprächs waren IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi, Dr. Burkhardt Kolbmüller vom KulturNaturHof Bechstedt, Dr. Alexander Bittner von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Architekt Florian Aicher, Kulturwissenschaftler und Regionalentwickler Lars Fischer und IBA Projektleiterin Kerstin Faber.

Neue Formen der Kommunikation zwischen allen Beteiligten sind notwendig, um Kulturlandschaften nachhaltig zu entwickeln. Sie müssen Geltung erlangen und brauchen Zeit, um zu wirken.

Impulssetzungen können motivierend wirken. Ein neuer transdisziplinärer Diskurs über den Zugriff auf Fläche und ihre Ressourcen zwischen Stadt und Land könnte erprobt werden.

Der Zugriff auf landwirtschaftliche Fläche kann durch Vergabeverfahren von Gemeinden und Institutionen nachhaltiger gesteuert werden. Ein 'back to the roots' wird es nicht geben, jedoch müssen die Produktionsweisen und das Konsumverhalten öffentlich und kritisch hinterfragt werden. Es fehlt eine Lobby der Dörfer und eine Kultur der Ideen; dies müsste befördert werden. Ein Erfahrungsaustausch von Erfolgen zwischen Stadt und Land ist notwendig, nicht zuletzt auch, um Zusammenhänge und gegebenenfalls neue Verbindungen zu identifizieren. Illustration des Gesprächs von Rosa Linke und Stefan Kowalczyk

Das IBA StadtLand Gespräch in Bechstedt wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Erste Schwarzburger Gespräche mit Beteiligung der IBA
25. Oktober 2014

Erste Schwarzburger Gespräche mit Beteiligung der IBA

Kalender 
13. August 2020 - 14:00 bis 16:00
23. August 2020
Ort 
Schwarzatal
Deutschland
Schwarzatal, Schloss Schwarzburg

Schwarzatal, Schloss Schwarzburg

Schwarzatal, Schloss Schwarzburg

Schloss als Denkort: Demokratie bekommt Adresse

»Brüche prägen diesen eindrücklichen Ort zwischen schützenswerter Enklave und potenziellem Entwicklungsraum, authentischem Schauplatz deutscher Demokratiegeschichte und national- sozialistischer Großmannssucht, nachbildender Denkmalpflege und kritischer Spurensuche: Dramatisches Identitätsfeld Thüringen.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

1919 unterzeichnete Friedrich Ebert in Schwarzburg die erste demokratische Verfassung Deutschlands. Die Jahre der Weimarer Demokratie waren jedoch gezählt. In der Zeit des Nationalsozialismus sollte das barocke Schloss Schwarzburg zu einem Reichsgästehaus des Führers umgebaut werden. Es wurde bis zur Unkenntlichkeit entkernt. Die dabei eingesetzten Zwangsarbeiter waren am Fuße des Schlossbergs untergebracht. Heute steht es als Ruine und bildet ein Mahnmal für die Gefährdungen der demokratischen Grundlagen der Gesellschaft.

Zahlreiche Akteure der Region wollen an diesem einzigartigen Ort anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Weimarer Verfassung einen Denkort für Demokratie schaffen. Hier können sie sich über Demokratie, Selbstverantwortung, Toleranz und Weltoffenheit in unserer Gesellschaft austauschen.

Das Schloss soll Korrespondenzstandort zum 'Haus der Demokratie' in Weimar werden. Dazu ist ein Teilausbau einer Raumeinheit notwendig, um den Ort für Politik, Initiativen und Vereine, Einwohner und Gäste zugänglich zu machen.

Mehr zum Projekt 
Audiowalk ab 13. Juli 2019
05. Juli 2019

Audiowalk ab 13. Juli 2019

Das ›Schwarzburg-Projekt‹ – Demokratie selber machen!
12. April 2017

Das ›Schwarzburg-Projekt‹ – Demokratie selber machen!

Andreas Feddersen und Eva Göbel, Projektleiter des Schwarzburg-Projektes. Foto: Helena Reingen

Das Projekt ist ergebnisoffen angelegt. Alle Interessierten sind eingeladen, eigene Ideen zur Ausgestaltung des Schwarzburg-Projektes beizutragen. Gemeinsam können neue Formen der Beteiligung ausprobiert und neue Wege des gesellschaftlichen Zusammenlebens beschritten werden. Demokratie heißt dabei, nicht auf das Handeln oder gar die Zuarbeit anderer zu warten, sondern die Dinge selbstbewusst in die Hand zu nehmen: Gestaltungswille statt Leistungsanspruch.

Das Projekt wird gemeinsam vom Förderverein ›Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie‹, dem Bildungszentrum Saalfeld, den Partnerschaften für Demokratie in Rudolstadt, der Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V., der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt, der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und der IBA Thüringen getragen. Die Projektleiter Andreas Feddersen und Eva Göbel von der Weimarer Agentur Musealis arbeiten im Auftrag der IBA Thüringen.

Schloss Schwarzburg für Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus empfohlen
10. März 2017

Schloss Schwarzburg für Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus empfohlen

Übergabe der Urkunde als Nationales Projekt des Städtebaus durch Ministerin Barbara Hendricks am 28. Juni 2017 in Berlin. Von links: Ministerin Barbara Hendricks, Josefine van den Oever (IBA Thüringen), Silvia Wagner (Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten), Heike Printz (Bürgermeisterin Schwarzburg), Michael Baum (Förderverein Schloss Schwarzburg), Florian Pronold (Parlamentarischer Staatssekretär des BMUB). Foto: Sascha Hilgers © BMUB.

Robert Bosch Stiftung besucht IBA Projektfamilie ›Resilientes Schwarzatal‹
01. Juni 2016

Förderverein Schloss Schwarzburg e.V. in zweiter Bewerbungsrunde mit Projekteinreichung ›Denkort der Demokratie – Schloss Schwarzburg‹ im Programm ›Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort‹.

Sondervermögen StadtLand Thüringen

Sondervermögen StadtLand Thüringen

Sondervermögen StadtLand Thüringen

LeerGut retten: Grundstücke langfristig sichern

Das Sondervermögen StadtLand Thüringen bei der Stiftung trias nimmt dauerhaft Grundstücke auf dem Weg des Erbbaurechts auf, um sie der Spekulation zu entziehen und damit ihre Nut­zung langfristig zu sichern. Die Erträge werden dabei gemein­nützig verwendet, insbesondere zur weiteren Unterstützung und Vernetzung von LeerGut­-Initiativen. Das Sondervermö­gen dient auch der Entwicklung der Sommerfrische Häuser im Schwarzatal. Erster Einsatzort ist das IBA Projekt Haus Bräuti­gam in Schwarzburg.

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